Freitag, 20.12.2013

Euroleague, 10. Spieltag: Roundup

FCB mit deutlichem Sieg gegen Gala

Die bereits qualifizierte FC Bayern schlägt Galatasaray Liv Hospital zum Vorrunden-Abschluss deutlich. Trotz Anadolu Efes' Pleite gegen Real Madrid verpassen die Brose Baskets den Einzug in die Top 16. Der deutsche Meister verliert zuhause gegen Zalgiris Kaunas und schließt die Gruppe B als Fünfter ab. Die Bayern müssen erst am Freitag ran, sind dank Malagas spektakulärem Sieg in Siena aber bereits jetzt für die Top 16 qualifiziert.

Bryce Taylor (am Boden) und der FC Bayern schlossen die Hinrunde mit einem Sieg ab
© getty
Bryce Taylor (am Boden) und der FC Bayern schlossen die Hinrunde mit einem Sieg ab

Gruppe A

Partizan Belgrad - ZSKA Moskau 62:73 BOXSCORE

FC Barcelona - Budivelnik Kiew 96:77 BOXSCORE

JSF Nanterre - Fenerbahce Ülker 76:95 BOXSCORE

Gruppe B

Anadolu Efes - Real Madrid 61:86 BOXSCORE

Wollte Anadolu ganz sichergehen, in den Top16 noch dabeizusein, mussten die Türken unbedingt gegen Real gewinnen. Ausgerechnet gegen Real, das in dieser Saison noch kein einziges Spiel verloren hatte. Doch Istanbul ging das Spiel unglaublich engagiert an und bereitete den Spaniern so einige Schwierigkeiten. Speziell Dogus Balbay glänzte durch unbändigen Einsatzwillen und brachte durch einige starke Hustle Plays auch die Zuschauer ins Spiel.

Real dagegen wirkte ob seiner bereits feststehenden Qualifikation für die Top 16 zwischenzeitlich fast lustlos. Die Madrilenen leisteten sich teils unglaublich einfache Fehler, schmissen den Ball unmotiviert weg oder vergaben einfachste Layups. Nun besitzen die Iberer eine individuelle Klasse, mit der wohl kaum ein anderes europäisches Team wirklich mithalten kann. Und genau der hatte es Real neben seiner zum Teil guten Defense zu verdanken, dass es trotz Anadolus guter Leistung mit einem 4-Punkte-Vorsprung in die Halbzeit ging.

Konnten die Spanier in den vorangegangenen Spielen nach anfänglichen Schwierigkeiten irgendwann noch davonziehen, so ließ sich Anadolu diesmal allerdings lange nicht abschütteln. Die Türken trafen zwar nicht herausragend (46 Prozent 2FG, 31 Prozent 3FG), hielten Real allerdings ebenfalls bei unter 50 Prozent aus dem Feld (44 Prozent 2 FG). Zwischenzeitlich führten die Gastgeber sogar mit 45:41.

Vielleicht fehlte den Türken aber ein wenig der Glaube, den großen Favoriten tatsächlich besiegen zu können. Vielleicht war der Respekt am Ende doch zu groß. Im Schlussviertel startete Real schließlich tatsächlich seinen gewohnten Lauf. Hinten ließen die Spanier kaum noch etwas zu, vorne fiel der Wurf plötzlich besser - speziell der Dreier (57 Prozent FG). Mit 32:12 entschied Madrid das Schlussviertel für sich und gewann damit auch sein zehntes Vorrundenspiel. Topscorer der Partie war Sergio Rodriguez (24 Punkte).

Brose Baskets Bamberg - Zalgiris Kaunas 80:84 BOXSCORE

Die Ausgangslage war klar: Für den Einzug in die Top 16 musste Bamberg gewinnen. Allerdings war Kaunas vor Spielbeginn ebenfalls noch nicht durch. Entsprechend intensiv ging es in der Brose Arena zur Sache. Einfache Punkte wurden nicht gestattet, dafür um jeden einzelnen Ball gekämpft. Wer ob des enormen Drucks nervöse Baskets erwartet hatte, sah sich jedoch getäuscht. Bamberg bewegte den Ball gut, erspielte sich so immer wieder offene Würfe - und traf diese dann auch (über 50 Prozent 3FG in der ersten Halbzeit).

Allerdings konzentrierten sich die Franken in der Offense zunächst extrem auf ihre Schützen. Kaum einmal wurde der Korb attackiert oder über groß gespielt. Gelangte der Ball doch einmal in den Lowpost, doppelte Kaunas Bambergs Big Men umgehend. Vorne legte Zalgiris seinen Fokus ebenfalls größtenteils auf den Dreier.

Ganz im Sinne der litauischen Basketballschule fand dieser auch regelmäßig sein Ziel (44 Prozent 3FG)). Bambergs Perimeter-Defense funktionierte nicht immer, alles in allem verteidigte der deutsche Meister Langezeit aber durchaus solide - und fügte seiner Offense mit der Hereinnahme von Zack Wright einen weiteren Aspekt hinzu.

Der Point Guard attackierte immer wieder den Korb, schloss dann entweder selbst ab, legte auf die Big Men ab oder bediente die Schützen am Perimeter. So gestaltete Bamberg seine Offense wesentlich variabler und zog im dritten Viertel Punkt um Punkt davon. Neun Zähler betrug der Vorsprung vor den finalen zehn Minuten.

Im Schlussviertel schienen die Franken jedoch plötzlich ins Grübeln zu kommen. Über dreieinhalb Minuten vergingen, ehe Anton Gavel Bambergs erste Punkte im letzten Abschnitt erzielte. Da Kaunas im selben Zeitraum 10 Zähler aufs Scoreboard packte, lag man mit einem Mal zurück. Noch schlimmer: Das Händchen zitterte. Den Franken gelang vorne fast nichts mehr, Kaunas zog davon.

Kurz vor dem Ende keimte allerdings noch einmal Hoffnung auf. Bamberg verkürzte den Rückstand auf zwei Punkte, doch Sarunas Jasikevicius blieb bei drei Sekunden auf der Uhr an der Linie eiskalt und traf beide Freiwürfe. Durch die Pleite ist Bamberg ausgeschieden. Topscorer der Partie war Justin Dentom mit 26 Punkten.

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Strasbourg - EA7 Emporio Armani Milan 76:67 BOXSCORE

Gruppe A und Bambergs Gruppe B

Bayerns Gruppe C und Gruppe D

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