EM 2011 in Litauen: Alle Teams im Power Ranking

Russland wieder da, aber Spanien unschlagbar

Von Philipp Dornhegge
Dienstag, 30.08.2011 | 18:00 Uhr
Pau Gasol verzichtete auf die WM 2010 in der Türkei, ist nun aber heiß auf die EM-Titelverteidigung
© Imago
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Spanien ist bei der Basketball-EM das Team, das es zu schlagen gilt. Aber der Gastgeber, die abgezockten Griechen und auch Deutschland (DBB-Auftakt gegen Israel ab 19.45 Uhr im LIVE-TICKER) wollen vorne mitspielen. Auf keinen Fall zu unterschätzen sind die Russen und Türken. SPOX beurteilt alle Teams der Basketball-EM in Litauen - im Power-Ranking.

1. Spanien

Die Stars: Pau Gasol (L.A. Lakers), Marc Gasol (Memphis Grizzlies), Rudy Fernandez (Dallas Mavericks), Jose Manuel Calderon (Toronto Raptors), Juan Carlos Navarro (FC Barcelona), Ricky Rubio (Minnesota Timberwolves)

Allein vor den Namen der Spanier könnte man vor Ehrfurcht erzittern. Führt man sich dann noch vor Augen, dass sie alle seit vielen Jahren zusammenspielen und gemeinsam Titel gewonnen haben, ist klar, warum die Iberer der absolute Topfavorit sind. Erreichen sie auch nur annähernd ihre Bestform, wird sie kaum jemand stoppen können.

2. Griechenland

Die Stars: Antonis Fotsis (Olimpia Milano), Nikos Zisis (Montepaschi Siena), Ioannis Bourousis (Olimpia Milano)

Ohne Frage, Leute wie Spanoulis oder Diamantidis muss man erstmal ersetzen, aber wenn eine Nation ein riesiges Reservoir an Spitzenspielern hat, dann doch wohl Griechenland. Na gut, Spanien auch, aber trotzdem. Die Hellenen haben in Bamberg gezeigt, dass sie eine aufstrebende Mannschaft wie Deutschland auch in jüngerer und unerfahrener Besetzung dominieren können. Vielleicht ist der Hunger der Jugend sogar positiv für die Griechen.

3. Litauen

Die Stars: Jonas Valanciunas (Vilnius), Sarunas Jasikevicius (Fenerbahce)

Als Gastgeber sollte man per se zu den Geheimfavoriten gehören, das hat die Türkei bei der letztjährigen WM gezeigt. Aber Litauen ist mehr als ein Team, das vor eigenem Publikum über sich hinauswachsen kann. Shooter gibt es bei den Balten sowieso genug, mit Jonas Valanciunas haben sie einen Topscorer, auf den sich auch NBA-Fans freuen können. Und mit dem Comeback der lebenden Legende Sarunas Jasikevicius kommen auch Basketball-Puristen voll auf ihre Kosten. Im Alter von 35 Jahren ist er immer noch der Inbegriff des perfekten Spielmachers.

4. Russland

Die Stars: Andrei Kirilenko (Utah Jazz), Timofei Mozgov (Denver Nuggets)

Nach dem EM-Triumph 2007 war es zuletzt ruhig geworden um die stolzen Russen. Nach dem enttäuschenden Olympiaturnier 2008 und zwei Viertelfinals bei der EM 2009 und der WM 2010 scheinen die Russen jetzt aber bereit für den nächsten großen Wurf zu sein. Die Mischung im Team stimmt: Bykov und Ponkrashow bringen Erfahrung im Backcourt, Alleskönner Kirilenko ist genauso dabei wie der beinharte Khryapa, Center Mozgov scheint auf dem Weg zum europäischen Topmann zu sein. Nimmt man die Vorbereitungsspiele als Indikator, sind die Russen ein echter Anwärter auf eine Medaille.

5. Serbien

Die Stars: Milos Teodosic (ZSKA Moskau), Nenad Krstic (ZSKA Moskau)

Die Vorbereitung des Vize-Europameisters war ganz bestimmt alles andere als rosig. Pleiten gegen Frankreich, Kroatien und Deutschland dürften am Selbstvertrauen gekratzt haben. Allerdings darf man nicht vergessen, dass Nemanja Bjelica und Marko Keselj verletzt die komplette Vorbereitung verpasst haben, zuletzt musste auch noch Novica Velickovic die Segel streichen. Pünktlich zum Turnierbeginn kam aber teilweise Entwarnung: Bjelica und Keselj sind fit und doch in Litauen dabei! Und mit Top-Spielmacher Milos Teodosic am Ruder muss man diese Mannschaft auf jeden Fall auf der Rechnung haben. "Unser Teamgeist ist unsere stärkste Waffe", warnt Coach Dusan Ivkovic die Konkurrenz vor.

6. Frankreich

Die Stars: Tony Parker (San Antonio Spurs), Boris Diaw (Charlotte Bobcats), Joakim Noah (Chicago Bulls)

Sicher, weniger talentierte Teams werden die Franzosen mit ihrer in Europa einmaligen Athletik und Explosivität vom Court fegen. Aber was passiert, wenn erfahrene Spitzenmannschaften die Fastbreaks und den Zug zum Korb verhindern? Wer trifft dann von außen? Reicht die ordentliche Qualität von Nando de Colo und Nicolas Batum als Schützen, kann der Ausfall des Emotional Leaders Ronny Turiaf kompensiert werden? Fragen über Fragen, auf die vielleicht Tony Parker Antworten geben wird. Der Spielmacher könnte über Wohl und Wehe der Equipe entscheiden.

7. Deutschland

Die Stars: Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks), Chris Kaman (L.A. Clippers)

In der Vorbereitung zeigte die Formkurve stetig nach oben - auch und vor allem bei NBA-Champion Nowitzki. Der große Blonde ist der Superstar des Teams und wohl der beste Spieler bei der EM. Entsprechend werden sich die anderen Mannschaften auf ihn stürzen und Nowitzkis Kollegen zwingen, Würfe zu treffen. Wie gut, dass mit Chris Kaman ein weiterer NBA-Star dabei ist und Heiko Schaffartzik heiß wie Frittenfett ist.

8. Kroatien

Die Stars: Ante Tomic (Real Madrid), Marko Popovic (Kasan)

Da war aber noch reichlich Sand im Getriebe, als es in die entscheidende Phase der EM-Vorbereitung ging. Pleiten gegen Frankreich und Australien haben vor allem ungeahnte Schwächen beim Distanzwurf offenbart. In den letzten Spielen aber ging es steil bergauf. Kroatien kommt in Fahrt, und hat vor allem eine Gruppe erwischt, die absolut machbar ist. Die Zwischenrunde ist Pflicht, mehr als das Viertelfinale wäre aber überraschend. Zumal mit Roko Leni Ukic der Spielmacher mit gebrochenem Fuß ausfällt.

Plätze 9-16: Von Slowenien bis Finnland

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