Die 15 deutschen Basketball-Hoffnungen im Check

Zwei DBB-Youngster sind reif für die NBA

Von Haruka Gruber
Montag, 10.05.2010 | 10:00 Uhr
Bereit für die NBA: Der Zug zum Korb gehört zu Robin Benzings (r.) größten Stärken
© Imago
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Ist der deutsche Basketball im Aufwind? Offenbar: ja. Mit Alba Berlins Eurocup-Finalteilnahme und Göttingens Triumph in der EuroChallenge sorgte die BBL in Europa für zwei Ausrufezeichen, zumal innerhalb der Liga dank eines Philosophiewechsels ein "Deutschland-Boom" ausgelöst wurde. Angeführt von Robin Benzing und Tibor Pleiß haben sich zahlreiche deutsche Talente in der BBL durchgesetzt. Mit Bundestrainer Dirk Bauerman stellt SPOX die 15 Basketball-Hoffnungen vor.

Point Guard

Heiko Schaffartzik (26, New Yorker Phantoms Braunschweig)

Statistik (Hauptrunde): 10,7 Punkte, 3,7 Assists, 41,8 Proz. Wurfquote, 37,4 Proz. Dreier

Begann die Regular Season, wie er die EM beendet hatte: furios. Führte Braunschweig gleich zu fünf Siegen in Folge, baute jedoch wie die Mannschaft ab. Zwischen dem 9. Dezember und dem 16. Januar verloren die Phantoms acht von neun Partien, Schaffartziks Quote in der Phase: 35,7 Prozent. Streute dennoch Monster-Stats ein (7 von 10 Dreier für 21 Punkte in Gießen) und war mit 10,7 Punkten zweitbester deutscher Scorer in der BBL. Der Playoff-Auftakt in Oldenburg verlief hingegen enttäuschend (0 Punkte, 0 von 6). Dennoch: Ein Wechsel zu einem Klub in Spanien oder Italien wäre der logische nächste Schritt.

Das sagt Dirk Bauermann: "Heiko war bei der EM nicht nur unser Topscorer, sondern hat auch hervorragend verteidigt und so das Interesse vieler europäischer Vereine auf sich gezogen. Diesen Schwung hat er in die Saison mitgenommen - aber dass sich das nicht über acht, neun Monate halten lässt, war klar. Er hat sich von der Leistungsdelle jedoch gut erholt und war maßgeblich am Playoff-Einzug von Braunschweig beteiligt. Er ist bereit für das Ausland."

Per Günther (22, ratiopharm Ulm)

Statistik: 6,6 Punkte, 2,5 Assists, 42,8 Proz. Wurfquote, 33,9 Proz. Dreier

Ging angeschlagen in die Saison, stand dennoch ab dem 3. Spieltag in der Starting Five - und das auf der für junge Spieler so anspruchsvollen Point-Guard-Position. Stabilisierte sich über das Jahr auf einem ordentlichen bis guten Niveau und kam rund 25 Minuten pro Spiel zum Einsatz. Ein Beweis der Wertschätzung für den erst 22-Jährigen. Stärke: Trifft gute Entscheidungen. Schwäche: Dreier (33,9 Prozent).

Das sagt Dirk Bauermann: "Nach schwerem Start hat sich Per gesteigert, daher bin ich zufrieden mit seiner Entwicklung. Aber: Sein Dreipunkte-Wurf muss zuverlässiger werden und er muss seine Schnelligkeit besser nutzen. Vor allem defensiv, um seine Größennachteile besser zu kompensieren und mehr Einfluss auf das Spiel zu nehmen."

 

Nicolai Simon (23, webmoebel Baskets Paderborn)

Statistik: 5,6 Punkte, 1,0 Assists, 38,6 Proz. Wurfquote, 35,7 Proz. Dreier

War früher zusammen mit Lucca Staiger der Golden Boy des deutschen Basketballs, bevor ihn eine langwierige Rückenverletzung zu einer fast zweijährigen Pause zwang. Noch lange nicht in der Form von 2006/07, als er sich mit 19 Jahren in der Rotation von Alba Berlin etablierte - aber: Immerhin spielt er wieder. 31 Einsätze und 19:35 Minuten im Schnitt sind ordentlich, auch wenn er Paderborns Saison des Schreckens nicht verhindern konnte: 29 Niederlagen in 34 Spielen, abgeschlagen Letzter, Abstieg. Dennoch sollte der hochveranlagte Simon keine Probleme haben, innerhalb der BBL einen neuen Klub zu finden.

Das sagt Dirk Bauermann: "Ein sehr interessanter Spieler. Wenn sich Nico nächste Saison weiter steigert, wird er wieder ein Thema für die Nationalmannschaft. Insofern wäre es wichtig für ihn, sich weiter in der BBL zu präsentieren."

Point Guard: David McCray (23, EnBW Ludwigsburg)

Statistik: 5,1 Punkte, 1,1 Assists, 39,6 Proz. Wurfquote, 37,5 Proz. Dreier

Das größte Kompliment: Setzte sich in Ludwigsburg durch, obwohl der Klub nicht bekannt dafür ist, deutschen Profis Einsatzzeiten zu geben. Hat sich zum wichtigen Backup hochgearbeitet und repräsentiert mit seiner körperlichen Spielweise einen anderen Basketball-Typus als die üblichen europäisch geprägten deutschen Point Guards. Nur: McCray verlässt sich zu sehr auf seine Athletik sowie seinen Dreier und agiert trotz geringer Größe (1,87 Meter) mehr wie ein Shooting Guard denn wie ein Point Guard. Schwach: die Freiwurfquote (65,0 Prozent).

Das sagt Dirk Bauermann: "Ein geborener Scorer. David hat bereits letztes Jahr in der A2-Nationalmannschaft eine sehr ordentliche Rolle gespielt. Sein Entscheidungsverhalten und die Spielübersicht sind aber wohl nicht gut genug ausgebildet, um sich als Point Guard auf höchstem Niveau durchzusetzen."

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