Samstag, 06.02.2016

Six Nations, Runde 1

England rehabilitiert sich

Am 1. Tag des Six Nations hat England gegen Schottland gewonnen. Im Stade de France gerät das Match zwischen Frankreich und Italien in den Hintergrund. Es war die erste Sportveranstaltung in dem Stadion seit den Terroranschlägen.

England hat gegen Schottland gewonnen
© getty
England hat gegen Schottland gewonnen

Frankreich - Italien 23:21 (10:8)

Es war kein gewöhnliches Rugby-Spiel: Erstmals seit den Terroranschlägen am 13. November in Paris fand im Stade de France wieder eine Sportveranstaltung statt.

"Ich wollte nach den fürchterlichen Anschlägen dabei sein, wenn es hier wieder Sport gibt", sagte Frankreichs Präsident Francois Hollande in der Halbzeitpause, "das Leben muss weitergehen, dafür brauchen wir Veranstaltungen wie diese. Wir dürfen nicht aufgeben."

Das Geschehen auf dem Rasen war bis zum Schluss von packender Spannung geprägt. Frankreich überzeugte zwar nicht spielerisch, dafür aber kämpferisch.

Angeführt von ihrem starken Kapitän Sergio Parisse hatte Italien die Franzosen am Rande der Niederlage, aber ein später Penalty von Jules Plisson bescherte Frankreichs neuem Coach Guy Noves den erfolgreichen Start ins Turnier.

Schottland - England 9:15 (6:7)

Vier Monate nach dem frühen Aus bei der WM im eigenen Land hat England ein wenig Wiedergutmachung betrieben. Gegen den Rivalen aus Schottland überzeugte die englische Auswahl und konnte dank der Ersatzspieler den ersten Sieg im Turnier einfahren.

Überragend war vor allem Mako Vunipola, der dem Spiel seines Teams nach der Einwechslung sichtlich gut tat.

Auf der anderen Seite hielt besonders Greig Laidlaw die Schotten im Spiel, doch am Ende konnte auch er die Niederlage nicht verhindern. Es bleibt dabei, dass die Six Nations kein gutes Pflaster für die Schotten sind: In neun Saisons haben sie lediglich acht Spiele gewonnen.

Irland - Wales 16:16 (13:10)

Es war ein Hin und Her. Sowohl Irland als auch Wales hatten ihre Chancen, keines der Teams schaffte es allerdings, dem Spiel seinen Stempel aufzurücken. Dabei sah es erst nach einer klaren Angelegenheit aus. Durch einen erfolgreichen Try von Conor Murray (27.) und acht Punkte von Jonathan Sexton erspielten sich die Iren bereits nach 28 Minuten eine klare 13:0-Führung.

Die Waliser schlugen jedoch noch vor der Halbzeit zurück und verkürzten auf 10:13. Neben dem erfolgreichen Try von Taulupe Faletau (38.) war auch Kicker Rhys Priestland absolut zuverlässig. Die Gäste nutzten ihr Momentum und gingen in Durchgang zwei durch zwei weitere Penalties von Priestland sogar in Führung.

Wenige Minuten vor Schluss glich Sexton mit seinem dritten verwandelten Strafkick aus (75.). Das Herzschlagfinale war perfekt, als Priestland einen Drop-Goal-Versuch daneben setzte. Das Unentschieden geht absolut in Ordnung.

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