Kritik von Schwanitz, Stäbler und Koch

SID
Sonntag, 10.01.2016 | 11:38 Uhr
Christina Schwanitz sieht die Zeit gekommen "eine Sportlerallianz zu schmieden"
© getty
Advertisement
NHL
Golden Knights @ Lightning
NBA
Timberwolves @ Rockets
European Challenge Cup
Gloucester -
Pau
NHL
Canadiens @ Capitals
NBA
Knicks @ Jazz
European Rugby Champions Cup
Clermont -
Ospreys
European Rugby Champions Cup
Treviso -
Bath
NHL
Stars @ Sabres
European Challenge Cup
Stade Francais -
Edinburgh
NBA
Thunder @ Cavaliers
NCAA Division I
Missouri @ Texas A&M
World Championship Boxing
Errol Spence Jr. vs Lamont Peterson
NHL
Flyers @ Capitals
Liga ACB
Andorra -
Barcelona
Liga ACB
Valencia -
Fuenlabrada
NBA
Knicks @ Lakers
NHL
Golden Knights @ Hurricanes
NCAA Division I
North Carolina @ Virginia Tech
NBA
Timberwolves @ Clippers
Basketball Champions League
Elan Chalon -
Ludwigsburg
Basketball Champions League
Estudiantes -
Bayreuth
NBA
Cavaliers @ Spurs
Basketball Champions League
Oldenburg -
AS Monaco
Basketball Champions League
Nanterre -
Bonn
NBA
Rockets @ Mavericks
NCAA Division I
Michigan @ Purdue
NHL
Capitals @ Panthers
NBA
Wizards @ Thunder
Unibet Masters
The Masters: Tag 1
NBA
76ers @ Spurs
Unibet Masters
The Masters: Tag 2
NBA
Thunder @ Pistons
Unibet Masters
The Masters: Tag 3 -
Session 1
BSL
Banvit -
Fenerbahce
Liga ACB
Estudiantes -
Saski Baskonia
Unibet Masters
The Masters: Tag 3 -
Session 2
NBA
Bucks @ Bulls
NCAA Division I
Kansas @ Kansas State
NBA
Celtics @ Nuggets
St. Petersburg Ladies Trophy Women Single
WTA St. Petersburg: Tag 2
Basketball Champions League
Juventus -
Oldenburg
Basketball Champions League
Besiktas -
Bonn
NBA
Nuggets @ Spurs
St. Petersburg Ladies Trophy Women Single
WTA St. Petersburg: Tag 3
Basketball Champions League
Gaziantep -
Ludwigsburg
Basketball Champions League
Bayreuth -
Venedig

Die drei Weltmeister Christina Schwanitz (Kugelstoßen), Frank Stäbler (Ringen) und Marco Koch (Schwimmen) haben mit einem Rundumschlag die Verhältnisse im Sport scharf kritisiert und sogar einen Olympia-Boykott ins Spiel gebracht.

Im Interview mit der Welt am Sonntag attackierten die Top-Sportler neben dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) auch Bundesinnenminister Thomas de Maiziere. Zudem bemängelten sie finanzielle Auswüchse im Fußball.

Das vom Deutschen Thomas Bach geführte IOC kritisierte das Trio, weil Sportler während Olympischer Spiele nicht werben dürfen. "Das ist doch der absolute Anachronismus. Das IOC verdient sich eine goldene Nase, doch wir, die Hauptdarsteller, sind außen vor, weil die Olympische Charta es verbietet, mit eigenen Sponsoren zu werben", sagte Stäbler.

Schwanitz bezeichnete diesen Umstand als "absurd" und sieht die Zeit gekommen, "eine Sportlerallianz zu schmieden, um das zu ändern". Koch brachte konkret einen Boykott ins Spiel: "Wenn die Top-Athleten weltweit sagen würden, wir verzichten auf Olympia, wenn wir nicht selbst auch werben dürfen, lässt sich vielleicht etwas erreichen."

De Maiziere in der Kritik

Ein Dorn im Auge ist den Weltmeistern auch die deutliche Vormachtstellung des Fußballs in der deutschen Gesellschaft. "Wie dort mit Millionen um sich geschmissen wird, ist nicht normal. Aus der 3. Liga kam neulich ein Torwart zu mir, der in der Mannschaft nur zweite Wahl ist, und sagte: 'Für was steht du eigentlich auf? Das, was du im Monat kriegst, dafür stehe ich nicht auf.' Es ist megatraurig, dass ich mir von einem 17-jährigen Kind so etwas sagen lassen muss", sagte "Sportlerin des Jahres" Schwanitz.

Marco Koch ergänzte: "Vielleicht sollte man die deutsche Bevölkerung fragen, ob Olympische Spiele abgeschafft werden sollten. Das würde die Menschen vielleicht zum Nachdenken anregen, dass es doch noch etwas anderes gibt als Fußball."

Den für den Sport zuständigen Innenminister de Maiziere kritisierte das Trio für dessen Forderung nach einem Drittel mehr Medaillen bei Großereignissen. "Böse Zungen behaupten, der Mensch, der das gesagt hat, hat keine Ahnung vom Sport", sagte Schwanitz.

Stäbler stellte fest, dass "inzwischen ja etwas zurückgerudert" worden sei: "Der Shitstorm war wohl doch etwas zu heftig. Aber man sieht ja allein an dieser Aussage, wie weit manch einer vom wahren Hochleistungssport weg ist."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung