Mehrsport

BMI nimmt DOSB in die Pflicht

SID
Das Geld soll im Jahr 2016 an die Opfer fließen.
© getty

Das Bundesinnenministerium erwartet vom Deutschen Olympischen Sportbund eine Millionen-Beteiligung an der Dopingopfer-Hilfe. "Es war staatliches Doping, aber es war natürlich auch Doping des Sports, daher wünsche ich mir, dass der Sport in gleicher Weise seiner Verantwortung gerecht wird und ebenfalls 10,5 Millionen Euro bereitstellt", sagte BMI-Staatssekretär Ole Schröder.

Das BMI hatte im Laufe der Woche den DDR-Dopingopfern die Millionenhilfe in Aussicht gestellt. Schröder bekräftigte nun die Initiative.

"Wir hoffen, dass der Deutsche Bundestag 10,5 Millionen Euro im Nachtragshaushalt zur Verfügung stellt, damit das Geld 2016 schon an die Opfer fließen kann", sagte der CDU-Politiker: "Was in der DDR gemacht wurde, war ein groß angelegter Menschenversuch, bei dem schon Kinder mit Hormonen behandelt wurden."

Entsprechende Mittel vom Bund

Daher müssten all jene Betroffene, bei denen sich erst jetzt die Schäden bemerkbar machen, die gleichen Hilfen erhalten, wie die, "die bereits in den ersten Entschädigungsrunden von 2002 bis 2007 bedacht worden waren", sagte Schröder.

Der DOSB ging in einer Stellungnahme mit keinem Wort auf Schröders Fingerzeig ein. "Auch aus Sicht des DOSB müssen die Dopingopfer bestmöglich unterstützt werden. Deshalb haben wir uns intensiv für eine dritte Entschädigungswelle eingesetzt. Wir begrüßen, dass der Bund nun entsprechende Mittel zur Verfügung stellen will", teilte DOSB-Präsident Alfons Hörmann dem Deutschlandfunk mit: "Auch eine Erweiterung des Opferentschädigungsgesetzes ist nach wie vor erstrebenswert, um dauerhafte Rentenzahlungen zu ermöglichen."

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