Hörmann fordert Blatter-Rücktritt

SID
Mittwoch, 30.09.2015 | 10:46 Uhr
Alfons Hörmann (l.) hat eine klare Meinung zum Blatter-Skandal
© getty
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DOSB-Präsident Alfons Hörmann (55) fordert im Zuge des FIFA-Skandals den sofortigen Rücktritt des FIFA-Bosses Joseph S. Blatter (79) und setzt hinter die Zukunft von UEFA-Chef Michel Platini ein dickes Fragezeichen.

"Ich bin der Meinung, dass nun schnell gehandelt werden muss und eine Änderung an der Spitze der FIFA sofort notwendig ist", sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) der Sport Bild.

Dabei reiche es "nicht mehr, dass Blatter seinen bereits angekündigten Rücktritt im Februar 2016 vollendet". Gegen Blatter wurde in der vergangenen Woche ein Strafverfahren eröffnet. Platinis Name tauchte in der dazugehörenden Presseerklärung in Verbindung mit einer Zahlung in Höhe von zwei Millionen Schweizer Franken auf, die der Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA) Anfang 2011 von Blatter erhalten hatte - laut Schweizer Bundesanwaltschaft treuwidrig.

"Im Fall von Platini ist es aus unserer Sicht nötig, eine schnelle, umfassende und stimmige Begründung zu bekommen, dass die Zahlungen sowohl juristisch haltbar als auch moralisch vertretbar sind", sagte Hörmann: "Sie muss klar dokumentieren, dass eine entsprechende Leistung dagegensteht. Wenn die Vorwürfe nicht in kürzester Zeit ausgeräumt werden können, sehen wir die Notwendigkeit eines kompletten personellen Neubeginns an der FIFA-Spitze."

"Furchtbar, wenn es bei der FIFA so weitergeht"

Platini bekräftigte bereits die Rechtmäßigkeit der Zahlung, er habe sie für seine Beratertätigkeit bei der FIFA (1999 bis 2002) nur mit Verspätung erhalten. Der 60-Jährige will weiter als Präsidentschaftskandidat antreten, der Nachfolger des scheidenden Blatter wird Stand jetzt am 26. Februar 2016 gewählt.

"Die ominöse Zahlung an Platini muss lückenlos aufgeklärt werden. Es ist niemandem verständlich zu machen, dass eine Dienstleistung, die zwischen 1999 und 2002 erbracht worden sein soll, erst 2011 bezahlt worden ist", sagte Willi Lemke, Sonderbotschafter Sport bei den Vereinten Nationen (UN): "Es darf auch nicht ansatzweise ein Verdacht gegen Platini übrigbleiben, sonst steht das nächste Beben bevor."

Dem 69-Jährigen "wäre es am liebsten, wenn ein hochqualifizierter Topmanager - ob Mann oder Frau - ohne FIFA-Vergangenheit, der einen tadellosen Leumund hat, weiß, wie man einen Laden führt und den Fußball liebt, neuer FIFA-Präsident wird", sagte er: "Es wäre doch furchtbar, wenn es bei der FIFA so weitergeht, weil einer aus dem Kreis genommen wird, der stark belastet ist."

Hörmann rechnet mit starkem DFB

LOb gab es dagegen für den DFB. "Der DFB ist der weltgrößte und zugleich ein sehr leistungsstarker Verband", sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) dem SID: "Da ist es logisch, dass er in dieser Krisensituation eine starke und führende Rolle übernehmen wird."

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (64) sei "sehr erfahren und weltweit geschätzt, um moderierend, kritisierend und auch motivierend einzugreifen", sagte Hörmann: "Er ist Mitglied des Exekutivkomitees und ich habe keine Zweifel, dass er sich des Themas professionell annimmt. Allerdings wurden zuletzt die Vorstandsmitglieder wohl nicht einmal offen und korrekt informiert, was diese Aufgabe für ihn und seine Kollegen nicht einfach macht."

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