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OCA: Durch Multi-Kulti

SID
Scheich Ahmad Al-Fahad Al-Sabah ist der OCA-Präsident
© getty

Die öffentlich gewordenen Fälle sexueller Übergriffe bei den laufenden Asienspielen im südkoreanischen Incheon resultieren für Asiens Olympischen Rat (OCA) auch aus dem "Multi-Kulti" der 45 Teilnehmerländer.

"Wir haben schnell reagiert, aber man muss auch die verschiedenen Traditionen und Kulturen verstehen. Durch die Vielfältigkeit entstehen manchmal Probleme, sodass Zwischenfälle passieren können", sagte OCA-Präsident Scheich Ahmad Al-Fahad Al-Sabah (Kuwait) am Sonntag während einer Pressekonferenz in Incheon.

Kurz nach Beginn der Wettbewerbe waren zwei Fälle sexueller Belästigung vor der Eröffnungsfeier durch Teilnehmer bekannt geworden. Ein iranischer Zeugwart soll anzügliche Bemerkungen gemacht haben und ein palästinensischer Fußballer eine Angestellte der Wäscherei im Athletendorf begrapscht haben. Beide wurden von den Spielen ausgeschlossen.

Im Falle des Palästinensers prüft die südkoreanische Staatsanwaltschaft zudem die Einleitung eines Strafverfahrens.

"Wettbewerbe qualitativ aufwerten"

Ozeanische Nationen sollen künftig schrittweise bei Asienspielen starten dürfen. Die geografische Ausweitung der Wettbewerbe stellte der Scheich nach einer entsprechenden Anfrage Australiens in Aussicht. Demnach werden ozeanische Athleten schon zu den Asienhallenspielen 2017 in Turkmenistans Hauptstadt Asgabat eingeladen.

"Die Teilnahme von Nationen aus Ozeanien würde unsere Wettbewerbe qualitativ und auch finanziell aufwerten", sagte Al-Sabah in Incheon.

Ob die Erweiterung auch bei Winterspielen sowie den Sommerspielen als wichtigster OCA-Veranstaltung greifen wird, ließ der Scheich offen: "Wir haben durch Hallen-, Winter- und Sommerspiele einige Möglichkeiten, und wir können anfangen, Ozeanien Gelegenheiten zu geben. Aber wir sollten nicht zu schnell vorgehen. Nach den Hallenspielen können wir die Situation neu bewerten."

Ozeanische Nationen in asiatischen Wettbewerben sind keine Neuheit. Im Fußball nimmt Australien an Asiens WM-Qualifikation teil.

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