Montag, 02.01.2012

Darts-WM: Das Finale

Lewis verteidigt seinen WM-Titel

Adrian Lewis ist der alte und neue Darts-Weltmeister. In einem nicht gerade hochklassigen Finale war er in den entscheidenden Momenten etwas stärker als Andy Hamilton und setzte sich mit 7-3 durch.

Adrian Lewis hat seinen WM-Titel im Darts erfolgreich verteidigt
© Imago
Adrian Lewis hat seinen WM-Titel im Darts erfolgreich verteidigt

Es war nicht das erhoffte Darts-Fest, aber es war ein am Ende klarer Triumph für den alten und neuen Weltmeister Adrian Lewis. Er setzte sich gegen Andy Hamilton mit 7-3 Sätzen durch und machte die Titelverteidigung perfekt. Für seinen Triumph erhielt er umgerechnet ca. 235.000 Euro Preisgeld.

"Ich bin gerade auf Wolke Sieben", verriet Lewis anschließend im Gespräch mit "Sky Sports". "Ich habe es noch nicht ganz realisiert. Ich denke, ich habe den Sieg verdient, aber es ist unglaublich und fühlt sich an wie ein Traum."

Der Sieg im Finale war verdient, auch wenn Lewis zu keinem Zeitpunkt an seine Bestform herankam. Er scorte die meiste Zeit für seine Verhältnisse schwach, profitierte aber davon, dass Hamilton bei den Finishes auf die Doppelfelder zu viele Chancen liegen ließ.

Lewis erntet permanent Buhrufe

"Ich denke, wenn man zweimal den WM-Titel gewonnen hat, darf man sich als Großer des Sports bezeichnen", sagte Lewis nach seinem Sieg in seiner latent überheblichen Art. Dafür kassierte er das ganze Match über Buhrufe von den Fans, selbst während der Siegerehrung.

Das kümmerte den Schüler von Phil Taylor aber herzlich wenig. Er verteilte noch ein Großes Lob an seinen Gegner Hamilton, der wie Lewis und Taylor aus Stoke-on-Trent stammt. Eine erfolgreiche kleine Darts-Stadt, muss man sagen.

Lewis ist nach seinem Landsmann Eric Bristow (1980 und 1981) und dem Niederländer Raymond van Barneveld (1998 und 1999) erst der dritte Spieler, dem es gelungen ist, seinen WM-Titel zu verteidigen.

Als der letzte Pfeil ins Schwarze traf und Adrian Lewis als dritter Spieler den Titel bei der Darts-WM erfolgreich verteidigt hatte, träumte der Engländer schon von weiteren Triumphen.

Best of Phil "The Power" Taylor
Philip Douglas Taylor gilt als bester Dartspieler aller Zeiten. Geboren wurde "The Power" im August 1960 in Burslem in Stoke-on-Trent
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Philip Douglas Taylor gilt als bester Dartspieler aller Zeiten. Geboren wurde "The Power" im August 1960 in Burslem in Stoke-on-Trent
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1995 wird Taylor erstmals Weltmeister der von ihm mitbegründeten PDC (Professional Darts Corporation)
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1995 wird Taylor erstmals Weltmeister der von ihm mitbegründeten PDC (Professional Darts Corporation)
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Gleich im nächsten Jahr verteidigt er seinen Titel in einem unfassbar stylischen Outfit und klasse Fönfrisur
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Gleich im nächsten Jahr verteidigt er seinen Titel in einem unfassbar stylischen Outfit und klasse Fönfrisur
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Im Finale des 96er Turniers besiegt er Dennis Priestley, gegen den er insgesamt fünf WM-Endspiele bestreitet (vier Siege)
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Im Finale des 96er Turniers besiegt er Dennis Priestley, gegen den er insgesamt fünf WM-Endspiele bestreitet (vier Siege)
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Taylor 1998 mit der kleinen Glaskugel. Im Finale hatte er Priestley mit 6:0 abgefertigt
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Taylor 1998 mit der kleinen Glaskugel. Im Finale hatte er Priestley mit 6:0 abgefertigt
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1999 sah Taylor irgendwie entfernt aus wie Pastewka, spielte aber so gut wie immer und schlug Peter Manley mit 6:2
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1999 sah Taylor irgendwie entfernt aus wie Pastewka, spielte aber so gut wie immer und schlug Peter Manley mit 6:2
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Szene aus dem 99er Finale. Zwei weitere Male werden sich die beiden im WM-Endspiel gegenüber stehen. Taylor siegt jeweils 7:0
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Szene aus dem 99er Finale. Zwei weitere Male werden sich die beiden im WM-Endspiel gegenüber stehen. Taylor siegt jeweils 7:0
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Noch ein Bild aus dem Jahr 1999: Taylor und der Niederländer Raymond van Barneveld, der ihn 2007 im Finale mit 7:6 bezwingen soll
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Noch ein Bild aus dem Jahr 1999: Taylor und der Niederländer Raymond van Barneveld, der ihn 2007 im Finale mit 7:6 bezwingen soll
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Auch 2000 wird Taylor Weltmeister. In späteren Jahren wird er sein Shirt immer genau in der richtigen Länge wählen
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Auch 2000 wird Taylor Weltmeister. In späteren Jahren wird er sein Shirt immer genau in der richtigen Länge wählen
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Very british: Phil Taylor posiert vor dem Buckingham Palace in London
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Was soll ich machen? Ich bin halt so gut! Taylor wird Weltmeister 2001 nach einem 7:0 über John Part
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Kleiner Zeitsprung: 2003 verliert Taylor das WM-Finale gegen eben jenen John Part, mit dem...
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... er hier einträchtig in Las Vegas posiert
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... er hier einträchtig in Las Vegas posiert
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Doch wieder etwas zurück: Taylor holt 2002 seinen zehnten Titel. Manley war sein "Opfer" im Finale
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Doch wieder etwas zurück: Taylor holt 2002 seinen zehnten Titel. Manley war sein "Opfer" im Finale
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Kein Geheimnis macht Taylor um seine Figur. Die ist Ergebnis täglichen Fitnesstrainings in der Muckibude
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2004 gewinnt Taylor ein dramatisches Finale gegen Kevin "The Artist" Painter nach Shoot Out mit 7:6
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Es folgen die Titel 2005 und 2006 und die bereits erwähnte Niederlage gegen van Barneveld 2007
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Es folgen die Titel 2005 und 2006 und die bereits erwähnte Niederlage gegen van Barneveld 2007
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2008 scheidet Taylor sogar im Viertelfinale aus, ehe er sich 2009 mit einem 7:1 im Finale über van Barneveld revanchiert
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Seinen Sieg am 3. Januar 2010 - den insgesamt 15. WM-Titel - bezeichnete Taylor als den wichtigsten seiner Karriere
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Seinen Sieg am 3. Januar 2010 - den insgesamt 15. WM-Titel - bezeichnete Taylor als den wichtigsten seiner Karriere
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"Kann mindestens zehnmal gewinnen"

"Ich kann diesen Titel mindestens zehnmal gewinnen", tönte Lewis und drückte einen dicken Kuss auf den Pokal mit der silbernen Erdkugel.

Sein Erfolgsrezept für den WM-Sieg klingt dabei erstaunlich einfach: "Ich habe die richtigen Darts zum richtigen Zeitpunkt geworfen", sagte Lewis, der sich auf die Spur seines Freundes und Trainingsgefährten Taylor begeben hat. Der 51-jährige Taylor hat die WM 15 Mal gewonnen. Im Ally Pally war The Power aber sensationell bereits in Runde zwei ausgeschieden.

Auch für die beiden deutschen Starter war vorzeitig Endstation. Kevin Münch aus Bochum blieb wie Taylor in Runde zwei auf der Strecke, Jayhan Artut aus Hannover kam nicht über die erste Runde hinaus.

LIVE-TICKER: Das Finale der WM zum Nachlesen

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