Olympia

Weißrussen müssen mit dritter Analyse rechnen

SID
Donnerstag, 10.06.2010 | 19:40 Uhr
Wadim Dewjatowski (li.) und Iwan Tichon waren wegen Dopings disqualifiziert worden
© Getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
AEGON International Women Single
Mo12:00
WTA Eastbourne: Tag 2
AEGON International Women Single
Di12:00
WTA Eastbourne: Tag 3
Boodles Challenge
Di13:30
The Boodles -
Tag 1
AEGON International Women Single
Mi12:00
WTA Eastbourne: Tag 4
Boodles Challenge
Mi13:30
The Boodles -
Tag 2
National Rugby League
Do11:50
Eels -
Bulldogs
AEGON International Women Single
Do12:00
WTA Eastbourne: Viertelfinals
Boodles Challenge
Do13:30
The Boodles -
Viertelfinals
National Rugby League
Fr11:50
Broncos -
Storm
AEGON International Women Single
Fr12:00
WTA Eastbourne: Halbfinals
Boodles Challenge
Fr13:30
The Boodles -
Halbfinals
AEGON International Women Single
Sa13:15
WTA Eastbourne: Finale
FIBA U19 World Cup
Sa15:15
Argentinien -
Frankreich
FIBA U19 World Cup
Sa17:30
Iran -
USA
FIBA U19 World Cup
Sa17:45
Deutschland -
Litauen
National Rugby League
So08:00
Rabbitohs -
Panthers
FIBA U19 World Cup
So15:30
Frankreich -
Neuseeland
FIBA U19 World Cup
So16:00
Spanien -
Kanada
FIBA U19 World Cup
So17:45
Puerto Rico -
Deutschland
FIBA U19 World Cup
Di13:45
Spanien -
Mali
FIBA U19 World Cup
Di16:00
Italien -
USA
Shanghai Darts Masters
Do13:00
Shanghai Darts Masters -
Tag 1
National Rugby League
Fr11:50
Roosters -
Rabbitohs
Shanghai Darts Masters
Fr13:00
Shanghai Darts Masters -
Tag 2
National Rugby League
Sa09:30
Panthers -
Sea Eagles
National Rugby League
Sa11:30
Storm -
Eels

Im Dopingfall der beiden weißrussischen Hammerwerfer Wadim Dewjatowski und Iwan Tichon hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) jetzt eine dritte Analyse gefordert.

Novum in einer Dopingaffäre um Olympiamedaillen: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) will laut seines Vizepräsidenten Thomas Bach die am Donnerstag vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne wegen einer nachgewiesenen Laborpanne erfolgte Rückgabe der Medaillen von Peking 2008 an die weißrussischen Hammerwerfer Wadim Dewjatowski und Iwan Tichon wieder kippen.

"Wir werden eine dritte Analyse durchführen. Inzwischen werden Urin und Blut ja über acht Jahre gelagert und können jederzeit noch einmal getestet werden", erklärte Thomas Bach, Vorsitzender der IOC-Disziplinarkommission, die die beiden Weißrussen nach dem Hammerwurf-Finale am 17. August 2008 disqualifziert hatte.

Beide waren positiv auf das männliche Sexualhormon Testosteron getestet worden waren. Dewjatowski, der als Wiederholungstäter zudem lebenslang von Olympia ausgeschlossen wurde, hatte Silber gewonnen, der dreimalige Weltmeister Tichon Bronze.

Bach: "Der Doping-Nachweis bleibt bestehen"

Thomas Bach sagt: "Der Doping-Nachweis bleibt bestehen. Darum wollen wir, dass das Urteil des CAS revidiert wird. Wir werden jetzt das technisch Nötige veranlassen: eine weitere Untersuchung in einem akkreditierten Labor."

Diese Lösung hatte der CAS nicht favorisiert, nachdem bei der Überprüfung des Falles das damals untersuchende Labor im Nachhinein nicht in der Lage gewesen war, eine plausible Erklärung für die Unterbrechung des automatischen Testprogramms IRMS (Isotopen Ratio Massen-Spektrometrie) bei einer der beiden Analysen zu geben.

Dadurch wurden A- und B-Probe letztlich auf unterschiedliche Weise untersucht. Dies stellt laut CAS einen klaren Verstoß gegen die internationalen Standards für die Laboratorien dar. Grund genug für den CAS, die IOC-Entscheidung zu revidieren.

Tichon hat Zweifel an den Analysemethoden

Als Konsequenz daraus hob der CAS am Donnerstag die Entscheidung der Disziplinarkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) auf. Diese hatte beide disqualifiziert, Neuer Silbermedaillengewinner hinter dem Slowenen Primoz Kozmus wurde damals der ursprünglich viertplatzierte Ungar Krisztian Pars.

Bronze bekam der Japaner Koji Murofushi, Olympiasieger von Athen 2004. Der Leverkusener Markus Esser rückte auf Rang sieben vor. Nun wurde alles wieder revidiert - und soll nach der dritten Analyse der Proben erneut geändert werden.

Tichon hatte vor dem Einspruch beim CAS erklärt: "Wir haben erhebliche Zweifel an den Analysemethoden." Auch Weißrusslands Sportminister Alexander Grigorow hatte kritisiert: "Die Entscheidung des IOC ist nicht nachvollziehbar."

Weißrussen erhalten Medaillen zurück

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung