Olympia

Weißrussen erhalten Medaillen zurück

SID
Donnerstag, 10.06.2010 | 18:10 Uhr
Wadim Dewjatowski (li.) und Iwan Tichon erhalten ihre Olympiamadaillen zurück
© sid
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Die wegen Dopings disqualifizierten Hammerwerfer Wadim Dewjatowski und Iwan Tichon aus Weißrussland erhalten aufgrund einer Laborpanne ihre Olympiamedaillen von Peking zurück.

Nach einer peinlichen Laborpanne bei Olympia 2008 in Peking erhalten die damals disqualifizierten weißrussischen Hammerwerfer Wadim Dewjatowski und Iwan Tichon nach fast zwei Jahren ihre Medaillen zurück. Dies entscheid am Donnerstag der Internationale Sportgerichtshof CAS in Lausanne.

Der CAS hob damit eine Entscheidung der Disziplinarkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) auf. Dieses hatte beide disqualifiziert, nachdem sie nach dem Hammerwurf-Finale am 17. August positiv auf das männliche Sexualhormon Testosteron getestet worden waren. Dewjatowski, der als Wiederholungstäter zudem lebenslang von Olympia ausgeschlossen wurde, hatte Silber gewonnen, der dreimalige Weltmeister Tichon Bronze.

Neuer Silbermedaillengewinner hinter dem Slowenen Primoz Kozmus wurde damals der ursprünglich viertplatzierte Ungar Krisztian Pars. Bronze bekam der Japaner Koji Murofushi, Olympiasieger von Athen 2004. Der Leverkusener Markus Esser rückte auf Rang sieben vor. Nun wird alles wieder revidiert.

Verstoß gegen Untersuchungsstandards

Bei der Überprüfung des Falles war das Labor laut CAS im Nachhinein nicht in der Lage, eine plausible Erklärung für die Unterbrechung des automatischen Testprogramms IRMS (Isotopen Ratio Massen-Spektrometrie) bei einer der beiden Analysen zu geben. Dadurch wurden letztlich die A- und B-Probe auf unterschiedliche Weise untersucht.

Dies stellt laut CAS einen klaren Verstoß gegen die internationalen Standards für die Laboratorien dar. Grund genug für den CAS, die IOC-Entscheidung zu revidieren.

Tichon hatte vor dem Einspruch beim CAS erklärt: "Wir haben erhebliche Zweifel an den Analysemethoden." Auch Weißrusslands Sportminister Alexander Grigorow hatte kritisiert: "Die Entscheidung des IOC ist nicht nachvollziehbar."

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