Montag, 01.03.2010

Hockey

Hockey-WM: Herren starten mit Remis

Die deutschen Hockey-Herren haben bei der WM in Indien einen durchwachsenen Start hingelegt. Nach 0:2-Pausenrückstand gelang dem Titelverteidiger noch der 2:2-Ausgleich.

Sorgte zwei Minuten vor Spielende für den verdienten Ausgleich: Benjamin Weß (r.)
© sid
Sorgte zwei Minuten vor Spielende für den verdienten Ausgleich: Benjamin Weß (r.)

Titelverteidiger Deutschland hat in seinem Auftaktmatch bei der Hockey-Weltmeisterschaft in Neu Delhi/Indien einen Fehlstart gerade noch vermieden.

Das junge Team von Bundestrainer Markus Weise trennte sich nach einem 0:2-Pausenrückstand mit 2:2 (0:2) von Südkorea.

Der erst 18 Jahre alte Florian Fuchs (51.) und Benjamin Weß (58.) sorgten nach einer starken zweiten Halbzeit für den verdienten Punktgewinn gegen die laufstarken Asiaten. Hyun Hye-Sung (3.) und Lee Nam-Yong (15.) hatten Korea bereits früh in Führung gebracht.

Cheftrainer Markus Weise: "Ich bin nicht unzufrieden"

"Das war insgesamt ein guter Auftakt", sagte Weise, "Wir haben viel mehr für das Spiel getan, sind nach dem Rückstand zurückgekommen. Ich bin nicht unzufrieden."

Bei einer Niederlage wäre die deutsche Mannschaft in der Gruppe A mit Blick auf das Ziel Halbfinale schließlich erheblich unter Druck geraten. Neben Südkorea gilt die Niederlande als stärkster Kontrahent um einen Platz in der Vorschlussrunde.

Im ersten Spiel der Gruppe A siegte Geheimfavorit Neuseeland mit 3:2 (1:2) gegen Kanada.

Alptraum Lee Myung-Ho

Die erste Chance hatte zwar in der zweiten Minute das deutsche Team, aber die Strafecke von Olympiasieger Jan-Marco Montag klärte Torwart Lee Myung-Ho. Der koreanische Keeper entwickelte sich ohnehin zum Alptraum für die deutschen Eckenschützen.

Insgesamt sechs dieser Großchancen konnte der Olympiasieger nicht verwerten. Hier machte sich dann doch das Fehlen des Weltklassestürmers Christopher Zeller bemerkbar, der aus Ausbildungsgründen nicht an der WM teilnimmt.

"Die Eckenausbeute war leider mäßig", so Weise. Kapitän Max Müller meinte: "Uns fehlte noch ein bischen der Rhythmus bei den Ecken."

Keeper Max Weinhold patzt

Die Südkoreaner machten das viel besser. Gleich ihre erste Strafecke konnten sie nutzen. Torwart Max Weinhold hatte gegen den harten Schlenzball von Hyun keine Abwehrchance. Deutschland versuchte danach zwar mit ruhigen Aufbau ins Spiel zu kommen, schaffte es aber nicht, den Gegner unter Druck zu setzen.

Mit einem spektakulären Rückhandschuss aus spitzem Winkel und dank der "Mithilfe" von Weinhold erhöhte Lee sogar zum 2:0 für die Koreaner.

Damit musste Deutschland zum zweiten Mal in seiner WM-Geschichte mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Pause gehen.

Fuchs mit spektakulärem Anschlusstreffer

Nach dem Wechsel aber zeigte das deutsche Team glänzende Moral. Immer wieder berannten sie den gegnerischen Schusskreis und kamen durch ein spektakuläres Tor des Hamburger Junioren-Weltmeisters Fuchs zum Anschluss.

Der 18-Jährige tauchte nach einem Pass von Moritz Fürste und überwand den südkoreanischen Torwart. Fuchs erzielte damit bereits sein achtes Tor im achten Länderspiel.

Erst nach dem Ausgleich von Weß kamen auch die Asiaten wieder etwas besser ins Spiel. Die Schlussphase brachte einen offenen Schlagabtausch, aber keine Entscheidung mehr.

Nächster Gegner des deutschen Teams am Mittwoch 12.05 Uhr ist Kanada.

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