Leichtathletik

DOSB: "Amnestie kann es nicht geben"

SID
Dienstag, 27.01.2009 | 14:12 Uhr
Ex-Bundestrainer Werner Goldmann war ins Doping-System der DDR verstrickt
© Imago
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In einer Reaktion auf den Offenen Brief nach der Goldmann-Entlassung hat der DOSB klar gestellt, dass es hinsichtlich früherer Doping-Delikte von DDR-Trainern keine Amnestie gibt.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat am Dienstag klar gestellt, dass es hinsichtlich früherer Doping-Delikte von DDR-Trainern keine Amnestie geben werde.

In einer Reaktion auf den Offenen Brief von 20 Athleten nach der Entlassung von Kugelstoß-Bundestrainer Werner Goldmann (Berlin) stellten Präsident Thomas Bach und Generaldirektor Michael Vesper fest, die Kündigung von Goldmann sei Folge der Tatsache gewesen, dass dieser sich geweigert habe, über Brücken zu gehen, die man ihm gebaut habe.

"Mehrere Brücken gebaut"

In der DOSB-Reaktion wird festgestellt, wenn Werner Goldmann den Mut gehabt hätte, seine Beteiligung am früheren Dopingsystem der DDR einzugestehen und zugleich zu bedauern, wäre die vom DOSB eingesetzte unabhängige Untersuchungskommission unter Vorsitz des ehemaligen Bundesverfassungsrichters Udo Steiner möglicherweise zu einem anderen Ergebnis gekommen.

Die Kommission habe Goldmann "mehrere Brücken gebaut, über die Herr Goldmann aber leider nicht gehen wollte".

Der DOSB bekräftigt: "Einen Schlussstrich oder eine allgemeine Amnestie kann es nicht geben, weil wir diesen Teil der Geschichte des deutschen Sports nicht einfach ausblenden können. Wir wollen und wir müssen uns ihr stellen."

"Jeder verdient eine zweite Chance"

Der Sportbund räumt jedoch auch ein, dass es Ebenso richtig sei, niemanden ein Leben lang für sein damaliges Fehlverhalten in Sachen Doping büßen zu lassen: "Jeder verdient eine zweite Chance, allerdings unter der dreifachen Bedingung, dass er: - seine Taten eingesteht, statt sie schönzureden, - diese Taten aufrichtig bedauert, vor allem auch deswegen, weil sie bei den betroffenen Athletinnen und Athleten zu teilweise schweren Gesundheitsschädigungen geführt haben, und - in den fast zwei Jahrzehnten, die seit der Wende vergangen sind, glaubwürdig einen anderen Weg eingeschlagen hat."

Offener Brief an den DOSB: Protest gegen Entlassung von Trainer Goldmann

 

 

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