Offener Brief an den DOSB

Protest gegen Entlassung von Trainer Goldmann

SID
Dienstag, 13.01.2009 | 12:17 Uhr
Auch Diskus-Weltmeisterin Franka Dietzsch gehört zu den Unterzeichnern des Protestbriefes
© Getty
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Gegen die Kündigung von Kugelstoß-Bundestrainer Werner Goldmann haben führende deutsche Leichtathleten protestiert. Der Coach soll ins Dopingsystem der DDR verstrickt gewesen sein.

20 führende deutsche Leichtathleten haben in einem offenen Brief gegen die zum Jahresende erfolgte Kündigung von Kugelstoß-Bundestrainer Werner Goldmann wegen dessen Vergangenheit im Dopingsystem der DDR protestiert.

"Man nimmt hier nicht nur einem sehr guten Trainer einen Job weg, sondern zerstört ein Leben, welches einer Passion gewidmet ist, und erschwert einigen Athleten den Weg zu ihrer Passion", schreiben die Sportler, zu denen auch Diskus-Weltmeisterin Franka Dietzsch und die Speer-Olympiadritte Christina Obergföll gehören.

Goldmans Vertrag lief am 31. Dezember aus

Der Brief wurde an das Bundesinnenministerium (BMI), den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) sowie die Medien geschickt.

Der DLV hatte den Vertrag von Goldmann zum 31. Dezember auslaufen lassen, nachdem die unabhängige Anti-Doping-Kommission des DOSB unter Vorsitz des Bundesverfassungsrichters a.D. Udo Steiner geurteilt hatte, Goldmann sei ins Dopingsystem der DDR verstrickt gewesen.

"Entzug von Lebenselixieren"

In der ZDF-Sendung "Frontal21" im Juli 2008 hatte der frühere DDR-Kugelstoßer Gerd Jacobs gesagt, er sei Anfang der 80er Jahre von Goldmann unter anderem mit dem Anabolikum Oral-Turinabol versorgt worden. Jacobs ist ein staatlich anerkanntes DDR-Dopingopfer.

Die Kündigung Goldmanns gleiche einem "Entzug von Lebenselixieren", hieß es nun in dem Brief: "Als würde man einem Musiker lebenslang Instrumentenverbot geben, einem Künstler die Farbtöpfe versiegeln oder dem Sänger die Stimmbänder lähmen."

Die Gründe für die Entscheidung lägen 25 Jahre zurück: "Mörder sind nach solchen Zeiten amnestiert, entlassen oder rehabilitiert, aber im Fall Goldmann gibt es keine Frist."

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