Mittwoch, 16.01.2008

SPOX-Ranking: Rückraum

Brecher, Denker und Gott

München - Vom 17. bis 27. Januar geht es in Stavanger, Drammen, Bergen, Trondheim und Lillehammer - sprich: in Norwegen - um den EM-Titel im Superjahr 2008. Um den Überblick zu wahren beim Stelldichein der Superstars zu wahren, stellt SPOX.com die fünf besten Spieler auf jeder Position vor. Ganz subjektiv, versteht sich. Teil 1: Die Rückraumspieler:

Nikola Karabatic
© Getty

Hier geht es zu Teil 2: Torhüter und Kreisläufer

Hier geht's zu Teil 3: Außenspieler

Entschuldigung an dieser Stelle an Marcin Lijewski. Bei der WM im All-Star-Game, hier aber nicht unter den Top-5. So schnell kann es gehen. Wir sind sicher, der Pole wird es verschmerzen können.

   

 RÜCKRAUM RECHTS 
 5. Petar Metlicic (CRO)Metlicic ist unersetzbar für Kroatien. Hinten der Abwehrchef, vorne mit einem herausragenden Wurfrepertoire. Steht fast immer 60 Minuten auf der Platte, verliert nie Bälle.
 4. Holger Glandorf (GER)Glandorf feierte seine große Coming-Out-Party im WM-Halbfinale, als er gegen Frankreich "out of his mind" spielte. Wurde zum begehrtesten Spieler der Welt , aber was macht Glandorf? Er bleibt in  Nordhorn. Die personifizierte Bodenständigkeit. Trotz seiner schlaksigen Figur setzt er sich irgendwie immer durch.
 3. Olafur Stefansson (ISL)Der isländische Kanonier. Wird in seiner Heimat vergöttert. Stark in der Deckung und sicher einer der besten Linkshänder aller Zeiten. Verliert nie den Kopf. Interessiert sich für Philosophie.
 2. Mateo Garralda (SPA)Garralda ist ein Brecher-Typ, manchmal fehlt die Konstanz. Er hat jeden Klub in Spanien durch (Barcelona, Portland San Antonio, Leon).  Alter Haudegen, der für Spaniens Härte steht. 
 1. Kim Andersson (SWE)Kim Andersson ist der Traum eines jeden Trainers. Gleichermaßen wurf- und sprunggewaltig, absolut systemtreu und zuverlässig. Er alleine macht Schweden gefährlich.

 

Sie sind die Köpfe, die Denker und Lenker, sie haben die Fäden in die Hand, die Dirigenten, die Karajans des Handballs. Bei der EM sind alle Meister des Spielmacher-Fachs nochmal vertreten. Alle interpretieren ihre Rolle auf ihre Weise einzigartig. Wer aber hier an Position eins gehört, ist die leichteste Entscheidung des Rankings. 

 

 RÜCKRAUM MITTE 
 5. Jonas Larholm (SWE)Zu Magnus Wislander und Stefan Lövgren ist es ein langer Weg, aber Larholm ähnelt ihnen sehr. So viel muss man zugeben. Schwedens Spielmacher ist ein Allrounder, der aus jeder Position zum Torerfolg kommen kann. Dazu sehr schnell und immer mit Köpfchen agierend. 
 4. Markus Baur/Michael Kraus (GER)Das Hirn und sein Nachfolger. Baur ist der Kopf des deutschen Spiels. Könnte alle Spielzüge nachts im Schlafwandeln durchspielen. Kraus muss sich noch zum Leader entwickeln, ist aber dafür individuell schon ein ganz Großer. Spielt eine sehr starke Saison in Lemgo. Nach der EM ist Baur sein Coach.
 3. Oleg Kuleschow (RUS)Oleg Kuleschow gehört eigentlich in die Liga eines Ivano Balic. Der Russe kann das Spiel so schnell machen, dass man mit den Augen kaum mehr folgen kann. Wie schnell kann man eigentlich abziehen? Wäre da 1999 nicht ein schlimmer Auto-Unfall gewesen, Kuleschows Karriere wäre noch glänzender verlaufen. Aber auch so bleibt der 33-Jährige genial. Magdeburg führte er 2000 im Humpeln zur Meisterschaft. 
 2. Glenn Solberg (NOR)Solberg ist vielleicht der genialste Spielmacher, der je in der Bundesliga gespielt hat. Auch wenn er in seine Heimat nach Drammen zurückgekehrt ist, zählt er weiter zu den besten Dirigenten Europas. Der 35-Jährige ist der Hauptgrund, warum Norwegen bei der Heim-EM alles zuzutrauen ist. 
 1. Ivano Balic (CRO)Das Handball-Genie. Der Handball-Gott. Unglaubliche Dynamik. Kann ein Spiel dominieren ohne ein Tor zu werfen. Sechs Mal in Folge bei großen Turnieren zum besten Spieler gewählt.   

 

Die schwierigste Kategorie des gesamten Rankings. Kein Wunder, geht es doch um die Königsposition - und König will jeder mal sein, weshalb sich hier die meisten Bewerber um einen Platz in den Top Fünf streiten. Schon irre, dass Fachkräfte wie Karol Bielecki, Blazenko Lackovic oder Daniel Narcisse in der Liste gar nicht auftauchen.

 

 RÜCKRAUM LINKS 
 5. Iker Romero (SPA)Sammelt Titel und Medaillen wie andere Leute Briefmarken. 2005 war er Weltmeister, CL-Sieger und Meister mit Barca. Gnadenloser Scorer und Protagonist des robusten spanischen Handballs. Derzeit Toptorjäger in der Liga Asobal.
 4. Siarhei Rutenka (SLO)Immer ein heißer Tipp auf die Torjägerkrone. Warf zwölf Tore beim Duell mit Deutschland bei der WM 2007. Hat vielleicht den härtesten Wurf der Welt.
 3. Pascal Hens (GER)Pommes kann so einiges, z..B. nach eigener Auskunft beim Auto beide Türen gleichzeitig zuschlagen. Nebenbei ist er noch einer der besten Rückraumspieler der Welt, aber so gut wie Erhard Wunderlich noch lange nicht (Hens über Hens).
 2. Kristian Kjelling (NOR)Ist ganz weit vorn in der Hitliste der Sexiest Men in Norwegen, sieht aber nicht nur gut aus, sondern ist auch mit einem verhehrenden Wurf ausgestattet. Die Hoffnungen des EM-Gastgebers ruhen auf seinen Schultern.
 1. Nikola Karabatic (FRA)Wäre er nicht Handballer geworden, wäre Neo jetzt wohl König von Frankreich. Spielt er weiter so Handball wie er das bisher tat, wird er sicher noch gekrönt. Er allein kann Frankreich zum Titel führen, für ihn scheint es keine Grenzen zu geben.

 

Florian Regelmann / Oliver Wittenburg

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