Handball-EM - Andreas Wolff im Interview: "Die Spanier sollen ruhig an 2016 denken"

Mittwoch, 24.01.2018 | 14:00 Uhr
Andreas Wolff war im Finale 2016 der Garant für den Sieg der deutschen Mannschaft
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Bei der EM in Kroatien steigt der Showdown zwischen Deutschland und Spanien (20.30 Uhr im LIVETICKER). Mit einem Sieg kann die DHB-Auswahl das Ticket für das Halbfinale in Zagreb buchen.

Vor der Partie sprach Torhüter Andreas Wolff im Interview über seine Galavorstellung gegen Spanien im Endspiel von 2016, das nötige Bad-Boys-Auftreten, die Probleme von Uwe Gensheimer und Rune Dahmkes gigantische Parade.

Frage: Herr Wolff, das Finale ums Halbfinale gegen Spanien ist perfekt. Kribbelt es schon?

Andreas Wolff: Ein bisschen Bock habe ich schon auf das Spiel. Es geht ums Halbfinale, da werden wir uns wahrscheinlich anstrengen. Schauen wir mal, wie wir drauf sind, ob wir alle gut geschlafen haben. (lacht) Spaß beiseite: Ich bin natürlich heiß wie sonst was.

Frage: Seit sich Tschechien am Dienstag gegen Mazedonien durchgesetzt hat, ist klar, dass ein Sieg gegen Spanien definitiv reichen wird. Warum hat sich die Mannschaft das Spiel nicht in der Halle angeschaut?

Wolff: Ursprünglich war es geplant, dass wir in die Halle gehen. Das wurde aber wieder überworfen, so dass wir das Spiel im Fernsehen verfolgt haben. Es war einfach besser, im Hotel zu bleiben, um besser zu regenerieren. Jede Stunde Erholung, die man bei so einem Turnier mitnehmen kann, ist wichtig.

Frage: 2016 waren Sie beim Sieg im EM-Finale mit ihren Paraden der Albtraum der Spanier. Die Iberer haben das anscheinend immer noch im Hinterkopf. Welche Rolle spielt das Erlebnis in Polen im Hinblick auf die jetzige Partie?

Wolff: Schön, dass die Spanier noch daran denken. Das sollen sie ruhig machen. Aber ganz ehrlich: Für uns oder auch für mich persönlich ist das überhaupt kein Thema mehr. Es interessiert doch keinen Menschen mehr, was vor zwei Jahren war. Für uns geht es einfach um den Einzug ins Halbfinale, von daher ist auch die Situation eine ganz andere. Das wird ein sehr, sehr schwieriges Spiel gegen Spanien.

Frage: Sie schauen sich das Spiel also nicht eventuell nochmal an, um einen Motivationsschub zu bekommen?

Wolff: Das brauche ich mir nicht mehr anzusehen, ich weiß, was damals passiert ist. Entscheidend ist doch, dass sich die Wurfbilder der Spanier von denen damals deutlich unterscheiden, weil viele andere Spieler dabei sind. Deshalb würde es mir für die Spielvorbereitung überhaupt nicht helfen, das Endspiel noch einmal anzusehen.

Frage: Sie sprechen die vielen neuen Spieler im Kader an. Muss sich das DHB-Team auf eine Mannschaft einstellen, die mit noch mehr Kraft als Dänemark agiert?

Wolff: Hat Daniel Sarmiento mehr Power als Rasmus Lauge Schmidt? Hat Joan Canellas mehr Power als Mikkel Hansen? Das glaube ich nicht. Es wird natürlich ein bisschen anders als gegen Dänemark sein. Aber wie die Dänen haben auch die Spanier eine hohe individuelle Qualität. Die Spieler stehen ausnahmslos bei europäischen Spitzenmannschaften unter Vertrag, sind erfahren und ausgebufft.

Frage: Durch die Nachnominierungen von Finn Lemke und Rune Dahmke sind nun zehn Europameister von 2016 in Kroatien dabei. Wie viel des Bad-Boys-Feelings steckt derzeit in der Truppe?

Wolff: Gegen Dänemark, als wir etwas unglücklich verloren haben, hat man ja schon gesehen, dass wir jetzt schon ein besseres Gefühl haben. Nun steht uns eine weitere Topmannschaft gegenüber. Wir müssen definitiv einiges von diesem Bad-Boys-Auftreten rauslassen, um den Spaniern das Fürchten zu lehren.

Frage: Wie ist so kurz vor dem Showdown die Stimmung innerhalb des Teams?

Wolff: Jeder ist natürlich ein bisschen angespannt und nervös. Schließlich wissen wir alle, worum es geht. Gleichzeitig kann ich bereits feststellen, dass wir eine gewisse Euphorie und Vorfreude auf das Spiel an den Tag legen.

Frage: Uwe Gensheimer hat gegen Dänemark nicht überzeugt und wurde dafür auch von Bundestrainer Christian Prokop kritisiert. Wie bewerten Sie seine Rolle im Team?

Wolff: Uwe ist unser Kapitän und der beste Linksaußen der Welt, auch wenn Rune Dahmke gegen Dänemark ein überragendes Spiel gemacht hat. Es war jetzt eine Partie, die nicht so gut war, das kommt einfach mal vor. Er steht genauso unter Druck wie wir alle und ist auch nur ein Mensch. Wir brauchen seine Fähigkeiten, um gegen Spanien zu bestehen. Und selbst wenn es bei ihm nicht laufen sollte, haben wir ja Rune. Ich mache mir über die Linksaußenposition überhaupt keine Gedanken.

Frage: Apropos Dahmke. Was sagen Sie zu seiner unglaublichen Abwehraktion inklusive eines spektakulären Hechtsprungs gegen die Dänen?

Wolff: Er hat die gleiche Torwartleistung gebracht wie Patrick Groetzki in der Vorrunde. Beide stehen jetzt bei 100 Prozent abgewehrter Bälle, das kann sich sehen lassen. (lacht) Grundsätzlich überrascht es mich wie gesagt überhaupt nicht, wie gut Rune gleich drin war im Turnier. Er war ja immer Teil der Mannschaft, war nur mal kurz weg. Er ist einer von uns und brauchte deshalb keine Eingewöhnungszeit.

Frage: Die Kritik am Bundestrainer zieht sich quasi durch das ganze Turnier. Was halten Sie davon?

Wolff: Wir sind hier, um uns auf dieses Turnier zu konzentrieren. Es ist für uns als Mannschaft absolut irrelevant, was derzeit in irgendwelchen Zeitungen oder im Internet verbreitet wird. Nach dem Turnier bleibt genügend Zeit, um zu schauen, was man in Zukunft vielleicht verbessern kann. So lange wir aber im Turnier sind, ist es ganz einfach: Wir machen unseren Job und ihr macht euren Job.

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