Montag, 16.03.2015

Nach Debakel im Achtelfinal-Hinspiel

Flensburg hisst weiße Fahne

Tiefe Enttäuschung im hohen Norden: Am Ende eines desaströsen Champions-League-Abends hisste man bei Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt umgehend die weiße Fahne.

Flensburg kassierte gegen den THW Kiel eine Heimniederlage mit neun Toren Unterschied
© getty
Flensburg kassierte gegen den THW Kiel eine Heimniederlage mit neun Toren Unterschied

"Auf das Rückspiel brauchen wir uns gar nicht mehr vorbereiten", sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke nach der 21:30 (9:16)-Schlappe gegen den Erzrivalen THW Kiel bei Sky.

Und sogar Trainer Ljubomir Vranjes versuchte gar nicht erst, vor dem zweiten Königsklassen-Duell im Achtelfinale am Sonntag (19.30 Uhr) in der Halle an der Ostsee künstliche Spannung zu erzeugen: "Das ist vorbei für uns, das muss man sagen. Ich will vor allem eine Steigerung und eine Verbesserung sehen."

Flensburg wird von den Zebras zerlegt

Die wird auch nötig sein, um bei der Neuauflage des Landesderbys ein ähnliches Debakel zu vermeiden. In der mit 6000 Zuschauern ausverkauften Flens-Arena war nach 13 Minuten die Entscheidung praktisch schon gefallen.

Der deutsche Rekordmeister führte gegen ersatzgeschwächte Gastgeber bereits mit 8:2 und baute diesen Vorsprung im weiteren Verlauf der Begegnung sukzessive aus.

Canellas euphorisch

Einen "schwarz-weißen Tag" nannte THW-Coach Alfred Gislason den fulminanten Auftritt seiner Zebras an der Förde, auch Rückraumspieler Joan Canellas gab sich euphorisch. "Das war vielleicht unser bestes Spiel in dieser Saison", sagte der spanische Rückraumspieler, Torschützenkönig der letztjährigen Europameisterschaft.

Ein Jahr nach dem größten Triumph der Vereinsgeschichte droht den Flensburgern nun eine Saison ohne Titel. Denn im Halbfinale des DHB-Pokals treffen sie am 9. Mai in Hamburg immerhin auf den Bundesliga-Zweiten Rhein-Neckar Löwen.

Und in der Liga ist man aus dem Titelrennen zwischen den Löwen und Spitzenreiter Kiel längst ausgeschieden.

Neuer sportlicher Schwerpunkt bei der SG ist es nun, in der Bundesliga Rang drei vor dem nur einen Zähler zurückliegenden SC Magdeburg und damit die erneute Qualifikation für die Königsklasse zu behaupten.

Schon am Mittwoch (19.00 Uhr) sind daher zwei Punkte beim Tabellenvorletzten HC Erlangen Pflicht. SG-Trainer Vranjes: "Da müssen wir unseren Job machen, schließlich wollen wir weiter Champions League spielen." Trotz der bitteren Erfahrung vom Sonntag.

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