Mittwoch, 25.01.2012

Handball-EM: "Endspiel gegen Polen"

Heuberger: "Wir schaffen das"

Nach der bitteren Pleite gegen Dänemark geht es am Mittwoch (16 Uhr im LIVE-Ticker) für Deutschland im letzten Hauptrundenspiel gegen Polen um alles. Nur ein Sieg garantiert den Einzug ins Halbfinale.

Das DHB-Team geht optimistisch in das Endspiel gegen Polen
© Getty
Das DHB-Team geht optimistisch in das Endspiel gegen Polen

Mit hängenden Köpfen verließ die deutsche Mannschaft nach der unnötigen 26:28-Niederlage gegen Dänemark die Arena in Belgrad. "Das tut richtig weh. Wir hatten richtig gute Chancen", sagte Bundestrainer Martin Heuberger.

In der Tat: Dänemark spielte keinesfalls am Limit, das Remis, das zum vorzeitigen Einzug ins Halbfinale gereicht hätte, war absolut drin. So muss am Mittwoch im letzten Spiel der Hauptrunde ein Sieg gegen Polen her, um definitiv in die Runde der letzten Vier einzuziehen.Sollte dies gelingen, wäre eines der Tickets für ein Olympia-Qualifikationsturnier wohl sicher. Setzt es eine Niederlage, droht der olympische Traum zu zerplatzen.

DHB, Dänemark

"Wir brauchen den Druck"

"Jetzt haben wir uns wieder in eine Drucksituation gebracht. Anscheinend brauchen wir das", sagte Kreisläufer Christoph Theuerkauf, der gegen die Dänen seine bisher wohl beste Partie bei diesem Turnier ablieferte.

Erneut in desaströser Verfassung präsentierte sich dagegen Pascal Hens, der sich speziell im ersten Durchgang fürchterliche Ballverluste leistete. "Scheiße", fand der Hamburger, der eventuell nach der EM seine Karriere in der Nationalmannschaft beendet wird, seine Leistung. "Ich habe Pommes großes Vertrauen entgegengebracht. Aber seine Leistung war durchwachsen", sagte Heuberger und ließ dabei durchblicken, dass Hens gegen Polen wieder auf der Bank sitzen wird.

Aus gesundheitlichen Gründen wird er nicht fehlen. Der Kapitän verspürt zwar ein ständiges Zwicken an der Achillessehne, er wird aber wie auch Holger Glandorf (Prellung im Magenbereich) auf die Zähne beißen.

Polen ist unberechenbar

Physisch dürfte es also keine größeren Probleme geben. Aber wie sieht das mit den Köpfen aus? "Wir werden die Partie gegen Polen frisch gestärkt und mit dem entsprechenden Selbstbewusstsein angehen", ist Heuberger optimistisch.

Spannend dürfte es vor allem wegen dem Gegner werden. Die Polen haben bisher gezeigt, dass sie unberechenbar sind. In der Vorrunde gelangen bei der Pleite gegen Serbien lächerliche 18 Tore, dann wurde aber Dänemark geschlagen.

In der Hauptrunde lagen die Polen gegen Schweden zur Pause mit elf Toren zurück und holten noch einen Punkt. Zuletzt setzte es eine Niederlage gegen Mazedonien. Konstanz ist also etwas ganz anderes. "Die haben richtige Granaten in ihren Reihen", warnt Michael Haaß trotzdem vor dem Team von Trainer Bogdan Wenta.

Gelingt die Überraschung?

Heuberger ist ohnehin nicht in erster Linie an den Polen interessiert. Der 57-Jährige möchte, dass sich sein Team auf die eigenen Stärken besinnt: "Dann werden wir gegen Polen gewinnen. Wir schaffen das und erreichen das Halbfinale."

Eigentlich unfassbar, dass Handball-Deutschland tatsächlich berechtigte Hoffnungen auf den Einzug in die Runde der letzten Vier haben darf. Nach dem schlimmen Start gegen Tschechien hätte das niemand für möglich gehalten.

Daran erinnerte auch DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier: "Das Halbfinale käme einer großen Überraschung gleich."

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