WM-Playoffs, Griechenland - DHB

Bitte kein Drama in Drama

SID
Sonntag, 20.06.2010 | 10:35 Uhr
Im Hinspiel war Uwe Gensheimer mit acht Treffern bester Werfer
© Getty
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Die deutschen Handballer erwartet eine schwere Aufgabe im zweiten Qualifikations-Spiel für die WM 2011 gegen Griechenland (18 Uhr im LIVESCORE). "Wir müssen noch zulegen", so Trainer Heiner Brand.

Dominik Klein erwartet "die Hölle", Spielmacher Michael Kraus einen "heißen Tanz" und Bundestrainer Heiner Brand eine "hitzige Atmosphäre": Trotz eines Fünf-Tore-Polsters steht den deutschen Handballern im Play-off-Rückspiel der WM-Qualifikation im Hexenkessel von Drama gegen Griechenland ein schwerer Gang bevor.

"Wir müssen noch zulegen, um unser Ziel zu erreichen", sagte Brand nach dem 25:20-Hinspielerfolg vor dem zweiten Duell heute Abend. Die heißblütigen griechischen Fans werden alles versuchen, um ihre Mannschaft zur WM 2011 in Schweden zu peitschen.

"Das sind genau diese Charakterspiele, in denen es um alles geht und die sich ein Handballer wünscht", sagte Dominik Klein vom Champions-League-Sieger und deutschen Meister THW Kiel.

Zuletzt 1997 in WM-Quali gescheitert

Zuletzt hatte die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) 1997 die WM-Qualifikation verpasst. Auch wenn dieses Mal im Hinspiel in Dortmund besonders im Angriff nicht alles nach Wunsch lief, trägt der Weltmeister von 2007 die Favoritenbürde. Acht Spiele, acht Siege - so lautet die eindeutige Bilanz gegen die Hellenen.

Überheblichkeit wäre trotzdem fehl am Platz. "Man darf sich nie sicher sein. Aber wir haben noch Möglichkeiten, uns zu steigern. Daher bin ich optimistisch", sagte Rückraum-Ass Holger Glandorf.

Hens nicht dabei

Kapitän Pascal Hens wird allerdings fehlen. Bis kurz vor Beginn der Technischen Sitzung am Samstag um 20 Uhr Ortszeit  hatte sich die DHB-Equipe die Option offen gehalten, den Rückraumspieler aus Hamburg noch nach Thessaloniki einfliegen zu lassen.

Der 2,03-Meter-Hüne hatte diesem Plan für den Fall zugestimmt, dass seine Frau Angela das erste Kind der beiden zur Welt gebracht hätte. Doch dies war bis zum letztmöglichen Meldetermin nicht der Fall.

"Leider konnten wir nicht warten. Es macht auch keinen Sinn, Pascal Hens am frühen Sonntagmorgen in Gang zu setzen und nach den ganzen Reisestrapazen in ein so wichtiges Spiel zu schicken", sagte Brand. "Eine richtige Entscheidung", meinte auch DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier, "nicht zuletzt mit Blick auf alle anderen Spieler, die sich in der letzten Woche auf diese Partie vorbereitet haben."

Die DHB-Auswahl reiste am Freitag von der Sportschule Kaiserau bei Dortmund nach München. Am Samstag ging es dann nach Thessaloniki. Da der Spielort kurzfristig von Pylaia nach Drama verlegt wurde, wartete auf die DHB-Auswahl noch eine Busreise von rund 170 km.

Der Ärger über die kurzfristige Verlegung ist zwar immer noch nicht ganz verraucht, aber Brand will es nicht als Ausrede gelten lassen: "Wir müssen uns ganz auf die sportliche Geschichte konzentrieren." Auch für Linksaußen Klein ist die Situation klar: "Wir haben gut trainiert, stellen die bessere Mannschaft und werden für einen Startplatz bei der WM alles geben."

Hinspiel-Sieg: Deutsche Handballer auf WM-Kurs

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