Sonntag, 18.01.2015

Kein vierter Triumph nach kapitalem Einbruch

Kaymer verschenkt Abu-Dhabi-Sieg

Martin Kaymer hat nach einem kapitalen Einbruch auf der Schlussrunde seinen sicher geglaubten vierten Triumph bei der Abu Dhabi Championship noch verspielt. Der 30-Jährige lag am Sonntag nach seinem dritten Birdie am vierten Loch mit gewaltigen zehn Schlägen vorn und hatte damit schon mehr als eineinhalb Hände am Siegerscheck über 379.798 Euro. Doch plötzlich riss der Faden, Kaymer verlor Schlag um Schlag und musste sich am Ende mit dem dritten Platz zufrieden geben.

Martin Kaymer hat den Sieg in Abu Dhabi nach einer katastrophalen Schlussrunde verschenkt
© getty
Martin Kaymer hat den Sieg in Abu Dhabi nach einer katastrophalen Schlussrunde verschenkt

"Ich kann das wirklich nicht in Worte fassen", sagte Kaymer nach seiner Runde, "das war alles sehr, sehr überraschend." Dennoch zog er eine durchaus positive Bilanz: "Ich habe wirklich gutes Golf gespielt. Heute war es natürlich etwas anders als an den Tagen zuvor. Ich sehe aber auch viel Positives."

Nach einer abschließenden 75er-Runde hatte der ehemalige Weltranglistenerste Kaymer 271 Schläge auf dem Konto und lag zwei hinter Premierensieger Gary Stal aus Frankreich (269). Der 22-Jährige mit dem unorthodoxen Schwung quittierte am Sonntag eine bogeyfreie 65 und kassierte dafür die dickste Prämie in seinem vierten Profijahr. Zweiter wurde nach einer tollen Aufholjagd der Weltranglistenerste Rory McIlroy (Nordirland), der eine 66 spielte und mit insgesamt 270 Schlägen noch an Kaymer vorbeizog.

Der zweite deutsche Profi, der den Cut in Abu-Dhabi schaffte, kletterte nach einer Steigerung am Wochenende auf dem Leaderboard noch ein gutes Stück nach oben. Mit 278 Schlägen landete der Düsseldorfer Maximilian Kieffer auf dem 26. Platz und meinte. "Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Turnier zufrieden. Ich habe viel vom dem umsetzen können, was ich im Winter trainiert habe", sagte Kieffer, der rund 21.000 Euro erhielt, bei "Sky".

Ausgeschieden waren zuvor die anderen beiden deutschen Spieler. Mit jeweils 146 Schlägen verfehlten der erst 17 Jahre alte Dominic Foos (Karlsruhe) und Moritz Lampert (St. Leon-Rot) den Cut um jeweils vier Schläge.

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