Mittwoch, 24.02.2016

FCK-Vorstandsvorsitzender hört nach acht Jahren auf

Kuntz: "Für viele bin ich der Hiob"

Stefan Kuntz, der scheidende Vorstandsvorsitzende des 1. FC Kaiserslautern, sieht seine Arbeit auf dem Betzenberg nur schwer mit den großen Erwartungen in Einklang zu bringen. "Ich tue mich nun mal schwer damit, die Unwahrheit zu sagen, die Leute anzulügen oder unrealistische Hoffnungen zu wecken", sagte er im Interview mit 11Freunde.

Stefan Kuntz verletzt schweren Herzens den FCK
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Stefan Kuntz verletzt schweren Herzens den FCK

"Und einer muss die Wahrheit, also die Veränderungen, verkaufen: ich. Damit gelte ich für viele hier als Hiob", fügte der Europameister von 1996hinzu.

Kuntz verlässt die Pfälzer am Saisonende nach acht Jahren an der Klubspitze. Über die letzten Jahre bei den Roten Teufeln sagte der Ex-Nationalspieler: "In finanzieller und strategischer Hinsicht haben wir alle unsere Ziele erreicht. Sportlich sicher nicht ganz. Wir haben mehrfach den Aufstieg verpasst. Eine gewisse Unzufriedenheit kann ich insofern nachvollziehen."

Dabei sei der Klub aufgrund der wirtschaftlichen Lage auch gezwungen, sich von hoffnungsvollen Talenten aus der eigenen Jugend zu trennen. "Ich habe von Anfang an gesagt, wir müssen immer wieder Spieler verkaufen, um den Laden am Laufen zu halten. Das zeichnet den FCK aus", sagte der einstige Bundesliga-Torjäger. Der FCK habe vergleichsweise hohe Stadionkosten, die nicht reduzierbar seien.

Kuntz: "Es gibt immer wieder unvorhersehbare Umstände, die erfordern, dass mehr Geld ausgegeben werden muss als erwartet. Dieses Defizit müssen wir durch Spielerverkäufe ausgleichen. Man kann doch einer Bäckerei nicht vorwerfen, dass sie ihre guten Zahlen erreicht, weil sie Brötchen verkauft."

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