"Viel musste Tuchel nicht mehr ändern"

Von Jochen Tittmar
Mittwoch, 21.12.2011 | 13:33 Uhr
Seit November 2011 Trainer des Karlsruher SC: Jörn Andersen
© spox
Advertisement
Fed Cup Women National Team
So22.04.
Halbfinale! Kerber, Görges und Co. gegen Tschechien
Primera División
Girona -
Espanyol
Serie A
Cagliari -
Bologna
Premier League
Arsenal -
West Ham
Ligue 1
Nizza -
Montpellier
Serie A
Udinese -
Crotone
Serie A
Chievo Verona -
Inter Mailand
Serie A
Lazio -
Sampdoria
Serie A
Atalanta -
FC Turin
Premier League
ZSKA Moskau -
FK Krasnodar
Primera División
Malaga -
Real Sociedad
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
St. Etienne -
Troyes
Premier League
Man City -
Swansea
First Division A
Brügge -
Lüttich
Primera División
Las Palmas -
Alaves
Premier League
Stoke -
Burnley (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Real Betis
Serie A
Juventus -
Neapel
Ligue 1
Bordeaux -
PSG
Superliga
Boca Juniors -
Newell's Old Boys
Serie A
CFC Genua -
Hellas Verona
Premier League
Everton -
Newcastle
Primera División
Bilbao -
Levante
Primeira Liga
FC Porto -
Setubal
J1 League
Kashima -
Kobe
Super Liga
Roter Stern -
Cukaricki
DBU Pokalen
Bröndby -
Midtjylland
Copa Libertadores
Cruzeiro -
Univ Chile
First Division A
Genk -
Brügge
Championship
Fulham -
Sunderland
Ligue 1
Montpellier -
St. Etienne
Primera División
Levante -
FC Sevilla
J1 League
Kobe -
Kawasaki
Primera División
Espanyol -
Las Palmas
Premier League
Liverpool -
Stoke
CSL
Guangzhou Evergrande -
Jiangsu
Championship
Aston Villa -
Derby County
Premier League
Huddersfield -
Everton
Primera División
Real Sociedad -
Bilbao
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Ligue 1
Lyon -
Nantes
Serie A
AS Rom -
Chievo Verona
Championship
Middlesbrough -
Millwall
Premier League
Swansea -
Chelsea
Primera División
Real Madrid -
Leganes
Primeira Liga
Benfica -
Tondela
Ligue 1
Bordeaux -
Dijon
Ligue 1
Lille -
Metz
Ligue 1
Monaco -
Amiens
Ligue 1
Strassburg -
Nizza
Ligue 1
Troyes -
Caen
Premier League
Crystal Palace -
Leicester (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Celta Vigo
Serie A
Inter Mailand -
Juventus
Premier League
Southampton -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Burnley -
Brighton (Delayed)
Primera División
Getafe -
Girona
Serie A
Crotone -
Sassuolo
Premiership
Celtic -
Rangers
Eredivisie
Feyenoord -
Sparta
Ligue 1
Rennes -
Toulouse
Serie A
Sampdoria -
Cagliari
Serie A
Atalanta -
CFC Genua
Serie A
Bologna -
AC Mailand
Serie A
Hellas Verona -
SPAL
Serie A
Benevento -
Udinese
Premier League
West Ham -
Man City
Primera División
Alaves -
Atletico Madrid
Ligue 1
Angers -
Marseille
Premier League
Man United -
Arsenal
Superliga
Bröndby -
Nordsjälland
Serie A
Florenz -
Neapel
Primera División
Valencia -
Eibar
Primeira Liga
Maritimo -
FC Porto
Primera División
La Coruna -
FC Barcelona
Serie A
FC Turin -
Lazio
Ligue 1
PSG -
Guingamp
Premier League
FK Krasnodar -
Lok Moskau
Premier League
Tottenham -
Watford
Primera División
Real Betis -
Malaga
Copa Libertadores
Nacional -
Santos
J1 League
Kobe -
Tokyo
Premier League
Brighton -
Man United
Primera División
FC Sevilla -
Real Sociedad
Primera División
Girona -
Eibar
Premier League
Stoke -
Crystal Palace
CSL
Guangzhou R&F -
Shanghai Shenhua
Serie A
AC Mailand -
Hellas Verona
Premier League
Everton -
Southampton
Premier League
Leicester -
West Ham (DELAYED)
Serie A
Juventus -
Bologna
Premier League
Bournemouth -
Swansea (Delayed)
Premier League
Watford -
Newcastle (Delayed)

Mit dem Karlsruher SC versucht Jörn Andersen den Klassenerhalt in der 2. Liga perfekt zu machen. 2009 stieg er mit Mainz 05 auf - und wurde zum Saisonstart entlassen. Thomas Tuchel übernahm seine Mannschaft und feierte Erfolge. Das war auch Jörn Andersens Verdienst. Und: Beinahe wäre der Norweger Co-Trainer von Joachim Löw beim DFB-Team geworden.

SPOX: Herr Andersen, was viele gar nicht mehr wissen: Sie wären im September 2006 beinahe Co-Trainer von Joachim Löw bei der deutschen Nationalmannschaft geworden. Wie ist denn damals der Kontakt zum DFB überhaupt zustande gekommen?

Jörn Andersen: Das war eine ganz normale Anfrage. Joachim Löw kannte mich als Trainer und Person. Ich wurde gefragt, ob ich Interesse hätte und habe dies bejaht. Daraufhin gab es Gespräche. Es gab aber wie immer mehrere Kandidaten. Am Ende hat man sich dann für Hansi Flick entschieden.

SPOX: Stimmt es, dass Sie den Posten nicht bekommen haben, weil Sie nicht aus Deutschland stammen?

Andersen: Das war nur eine Vermutung, weil beim DFB nie ein Ausländer eine solche Funktion inne hatte. Es war als kleiner Spaß gemeint, nicht als ernst gemeinter Vorwurf. Es ist so gekommen, wie es gekommen ist und damit ist die Sache für mich auch gut.

SPOX: Über den Umweg Kickers Offenbach sind Sie in Mainz gelandet und dort als Nachfolger von Jürgen Klopp in die Bundesliga aufgestiegen. Am Ende trennte man sich von Ihnen, weil sich Ihre Vorstellungen angeblich zu stark von der Vereinsphilosophie unterschieden. Was haben Sie aus dieser Episode mitgenommen?

Andersen: Ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht, wie das damals alles gelaufen ist. Es war schon eine kuriose und denkwürdige Situation, mit Mainz 05 in die 1. Liga aufzusteigen und dann kurz vor Saisonbeginn entlassen zu werden.

SPOX: Thomas Tuchel, der zuvor die U 19 gecoacht hatte, wurde Ihr Nachfolger. Welches Verhältnis hatten Sie zu Ihm während Ihrer Zeit als Cheftrainer?

Andersen: Ein ganz normales. Ich habe damals eingeführt, dass wir uns regelmäßig jede Woche mit den Trainern der Juniorenteams zusammensetzen, damit die Wege kürzer werden. Thomas war bei uns auch als Scout integriert. Er war wie meine Co-Trainer oder auch ich selbst für uns unterwegs und hat Spiele beobachtet und analysiert.

SPOX: War Ihnen klar, dass sich Tuchel so schnell im Profigeschäft akklimatisieren würde? Schließlich war er zuvor ja ausschließlich im Jugendbereich tätig.

Andersen: Er wurde ins kalte Wasser geworfen, hat einen guten Job gemacht und hatte Erfolg. Sein Vorteil war, dass er ja eine Woche vor Saisonstart eine fertige Mannschaft übernehmen konnte. Diese Mannschaft war intakt, die neuen Spieler waren integriert. Ich war der Meinung, dass dieses Team eine gute Rolle spielen werde. Sehr viel konnte und musste Thomas da auch nicht mehr dran ändern.

SPOX: Sie hatten daraufhin zwei recht kurze Intermezzi in Griechenland. Was ist bei Skoda Xanthi schief gelaufen?

Andersen: Der Vorstand hat die Dinge, die vor meiner Unterschrift festgelegt wurde, innerhalb kürzester Zeit nicht mehr eingehalten. Ich habe in Xanthi ja nicht einmal ein Training geleitet, weil die versprochenen Vereinbarungen nicht eingehalten wurden.

SPOX: Man hört immer wieder, dass im griechischen Fußball teils abenteuerliche Dinge vor sich gehen.

Andersen: Es geht nicht darum, den dortigen Fußball schlecht zu machen, aber es gab unzählige verrückte Episoden. Damit würde ich locker ein Buch voll bekommen.

SPOX: Seit gut sechs Wochen sind Sie nun beim Karlsruher SC. Bei Ihrem Amtsantritt sagten Sie, Sie haben die 2. Liga und speziell den KSC intensiv verfolgt. Wie war Ihr damaliger Eindruck von Ihrem neuen Arbeitsgeber?

Andersen: Positiv. Ich war schon vor einem Jahr, als Uwe Rapolder dann Trainer wurde, zu Gesprächen in Karlsruhe. Seitdem habe ich den KSC etwas intensiver als andere Klubs verfolgt. Die Arbeitsbedingungen und das Umfeld hier sind bundesligatauglich.

SPOX: Der Mannschaft scheint jedoch sogar die Zweitligatauglichkeit abzugehen.

Andersen: Man hat bei den Transferaktivitäten im Sommer vielleicht die Anforderungen, die die 2. Liga an einen stellt, etwas unterschätzt, gerade im Hinblick auf die Kaderzusammenstellung. Diese Dinge werden nun angesprochen.

SPOX: In welchem Rahmen sind denn Transfers in der Winterpause überhaupt möglich?

Andersen: Oliver Kreuzer und ich sind Tag und Nacht auf der Suche nach potentiellen Spielern, die wir für den KSC gewinnen könnten. Einfach ist es nicht, da auch die Finanzen zu beachten sind. Wir sind nicht unbedingt auf Rosen gebettet. Wir haben aber bereits einige vielversprechende Gespräche geführt und hoffen nun darauf, die Zusagen zu bekommen.

SPOX: Was müssten die Neuzugänge verkörpern?

Andersen: Wir sind ja im Grunde genommen von der Mannschaft überzeugt, aber uns fehlen ein paar Eckpfeiler, ein paar Leader im Team. Spieler, die aufgrund ihrer Erfahrung nicht so schnell nervös werden, wenn man einmal in Rückstand gerät. Das ist in unserer Situation überlebenswichtig.

SPOX: Seit Sie Trainer sind, gab es fünf Pleiten. Stimmen Sie mit der gängigen Berichterstattung überein, dass der Trainerwechsel mittlerweile verpufft ist?

Andersen: Die Presselandschaft und das Geschäft generell sind extrem schnelllebig geworden. Jeder Trainer braucht Zeit, um seine Vorstellungen zu vermitteln. Egal, bei welchem Verein er angestellt ist. Das kann nirgends von jetzt auf nachher funktionieren. Aber ich bin keiner, der auf halber Strecke aufgibt.

Jörn Andersen im Steckbrief

Werbung
Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung