Freitag, 11.06.2010

WM 2010

Schweizer Ex-Coach setzt Frei unter Druck

Ex-Nati-Coach Jakob Kuhn hat den verletzten Stürmer Alexander Frei vor dem WM-Auftakt gegen Spanien unter Druck gesetzt. Zudem kritisierte Köbi seinen Nachfolger Ottmar Hitzfeld.

Jakob Kuhn war von 2001 bis 2008 Nationaltrainer der Schweiz
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Jakob Kuhn war von 2001 bis 2008 Nationaltrainer der Schweiz

Der frühere Schweizer Nationalcoach Jakob Kuhn setzt den angeschlagenen Nati-Kapitän Alexander Frei vor dem WM-Auftaktspiel der Mannschaft von Ottmar Hitzfeld am Mittwoch gegen Spanien (15.45 Uhr im LIVE-TICKER und auf SKY) unter Druck.

Frei, der an einer Knöchelverletzung laboriert, solle Hitzfeld klar und deutlich sagen, ob er an der Endrunde teilnehmen könne oder nicht, forderte Kuhn in einer Kolumne für das Boulevardblatt "Blick".

"Ich erwarte von Alex nun, wie von jedem Spieler, absolute Ehrlichkeit gegenüber der Mannschaft. Gerade als Captain. Er kann am besten in sich hineinfühlen, er kennt seinen Körper am besten. Er muss wissen, ob er der Mannschaft helfen kann oder nicht. Wenn es nicht geht, muss man schnell eine Entscheidung treffen", schrieb Köbi, der nach der EM 2008 als Nati-Trainer abgetreten war.

Auch unterschwellige Kritik an Hitzfeld

Auch seinen Nachfolger Hitzfeld kritisierte Kuhn indirekt. "Ich frage mich nun, ob man nicht mit 24 statt 23 Spielern nach Südafrika hätte fliegen sollen. Man hätte ja später noch entscheiden können, wer dann wieder nach Hause fliegt", schrieb er.

Hitzfeld hatte sich in der Hoffnung auf eine rechtzeitige Genesung des Ex-Dortmunders Frei dagegen entschieden, einen Ersatz mitzunehmen.

Für Frei könnte der Leverkusener Eren Derdiyok spielen. Der Angreifer jedenfalls betonte am Freitag im Quartier der Schweizer: "Kein Spieler möchte nachrücken, weil sich ein anderer verletzt und ich hoffe auch, dass Frei fit wird für das Spanien-Spiel. Ansonsten bin ich aber bereit."

Scherzhaft fügte er an: "So gut wie Alex kann ich es wohl nicht, aber es würde hinhauen." In der Nati-Offensive ist Derdiyok hinter Frei und Blaise Nkufo nur dritte Wahl.

Bundespräsidentin zu Besuch

Unterdessen bekamen die Schweizer am Freitag hohen Besuch. Die Bundespräsidentin Doris Leuthard kam persönlich vorbei, um Hitzfeld und seinem Team Glück zu wünschen. "Wichtiger als die Resultate sind die Leistung und der Zusammenhalt im Team", sagte sie.

Und Leuthard hofft auf eine Wiederholung des WM-Coups der U17, die im vergangenen Jahr Weltmeister wurde. "Der gute Team-Geist hat den Erfolg der U17 erst ermöglicht. Aber wir müssen realistisch sein, die Qualifikation für die WM ist alleine schon ein Erfolg", sagte sie.

Schweiz landet mit humpelndem Frei

WM-Stadien: Sky-Walk und afrikanische Erde
Oktober 2009: Das 200-Millionen-Euro-Wahrzeichen der WM ist fast fertig. Soccer City in Johannesburg. Die Farben der Hülle symbolisieren die afrikanische Erde
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94.700 Fans können im Johannesburger Soccer City Stadion das Eröffnungsspiel und das Finale der WM live mitverfolgen. Soccer City: die Heimat des südafrikanischen Fußballs
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Der Ellis Park ist eines der beiden Johannesburger WM-Stadien. Bereits 1982 erbaut, wurde es für die WM 2010 auf 62.000 Plätze erweitert
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Der Ellis Park nach dem Umbau: Das so genannte Coca-Cola Park ist eine moderne Fußballarena mitten in Johannesburg
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Juli 2008: Der Neubau des Moses Mabhida Stadions in Durban wird mit einer Kapazität von 70.000 Sitzplätzen das zweitgrößte Stadion der WM. Ein Halbfinale wird hier ausgetragen
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Die Bögen des Moses Mabhida Stadions in Durban symbolisieren südafrikansiche Einheit. Der 106 Meter hohe Sky Walk ist begehbar
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Das Free State Stadion in Bloemfontein wurde bereits 1952 erbaut und wird für die WM modernisiert und aufgestockt. 45.000 Fans finden hier Platz
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März 2009: Das Green Point Stadion im Kapstadt besticht durch seine herrliche Lage direkt am Atlantik. Seine Wellenform erhält eine spezielle Dachkonstruktion aus Glas
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Kapstadts Perle: Im Green Point Stadion findet eines der beiden Halbfinals statt. 68.000 Zuschauer haben Platz. Nach der WM wird das Stadion eine reine Rugby-Arena
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Januar 2008: Das Nelson Mandela Bay Stadion in Port Elizabeth mit seiner außergewöhnlichen Dachkonstruktion. 43.000 Zuschauer haben hier später Platz
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Ein architektonisches Meisterwerk für 70 Millionen Euro: Das Nelson Mandela Bay Stadion ist bereits fertig. Hier findet das Spiel um Platz drei statt
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Juni 2008: Das Mbombela Stadion in Nelspruit wird extra für die WM gebaut. Hier entsteht auch das neue Medienzentrum
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Oktober 2009: Das Mbombela Stadion in Nelspruit fasst 46.000 Zuschauer. Die Pfeiler sind der Form von Giraffenköpfen nachempfunden
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Juli 2008: Das Peter Mokaba Stadion in Polokwane wurde für 112 Millionen Euro extra für die WM 2010 gebaut. Polokwane ist die nördlichste Spielstätte
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Das Peter Mokaba Stadion in Polokwane fasst 45.000 Zuschauer. Es wurde nach einem berühmten Gegner des Apartheit-Regimes benannt
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Mit 42.000 Sitzplätzen ist der Royal Bafokeng Sports Palace in Rustenburg das kleinste Stadion der WM in Südafrika
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Der Royal Bafokeng Sports Palace in Rustenburg nord-westlich der Hauptstadt Johannesburg wurde 1999 für 33 Millionen Euro umgebaut
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Im alt-ehrwürdigen Loftus Versfeld Stadion in Südafrikas Hauptstadt Pretoria haben 50.000 Zuschauer Platz. "Loftus" ist eines des ältesten Stadien in Südafrika
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