Katar schafft Kafala-System ab

SID
Mittwoch, 14.05.2014 | 18:42 Uhr
Joseph S. Blatter übt zuletzt heftige Kritik am Gastgeber der WM 2022
© getty
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Katar hat auf die massive internationale Kritik reagiert und die Abschaffung des umstrittenen Kafala-Systems für Gastarbeiter angekündigt. Das gab der Ausrichter der Endrunde 2022 am Mittwoch bekannt.

Das bestehende Kafala oder "Sponsorship-System", bei dem Arbeiter von Firmen in sklavenähnlichen Bedingungen gehalten werden, werde "durch ein System ersetzt, das auf Arbeitsverträgen basiert", hieß es in der entsprechenden Mitteilung.

In einer Stellungnahme bezweifelte der internationale Gewerkschaftsbund ITUC allerdings den Wert der angekündigten Reformen. "Moderne Sklaverei wird in Katar weiter existieren", sagte Generalsekretärin Sharan Burrow. Die Ankündigung komme nicht vonseiten der Regierung und biete deshalb, so Burrow, auch keine Garantien für Arbeiter in Katar.

Mit der Reform endet auch die Bedingung für die Arbeiter, sich bei ihren Arbeitgebern eine Erlaubnis zum Verlassen des Landes besorgen zu müssen. Bisher waren die Reisepässe der Arbeiter konfisziert worden. Dies wird unter den neuen Richtlinien unter Strafe gestellt.

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter begrüßte die Absichten Katars. "Die Ankündigung ist ein bedeutender Schritt in die richtige Richtung zu einem nachhaltigen Wandel bei den Lebensbedingungen der Arbeiter in Katar", ließ der Schweizer mitteilen. Er freue sich auf die Umsetzung der Reformen in den kommenden Monaten.

Menschenrechtsorganisationen protestieren

Das Kafala-System gibt es in den meisten Golfstaaten, die Tausende Gastarbeiter beschäftigen, besonders aus dem asiatischen Raum. Im Zuge der WM-Vorbereitungen hatten Verbände und Menschenrechtsorganisationen gegen die Missstände für die Arbeiter in Katar protestiert.

Erst am Sonntag hatte der Weltverband FIFA eine Reise nach Katar wegen eines Reports über die Missstände in dem Emirat abgesagt. In den vergangenen Monaten waren Hunderte Gastarbeiter aus Nepal und Indien auf WM-Baustellen ums Leben gekommen.

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