WM 2010

"Es ist Zeit abzutreten, Herr Otto"

SID
Sonntag, 13.06.2010 | 14:17 Uhr
Otto Rehhagel ist mit 72 Jahren der älteste WM-Trainer alle Zeiten
© Getty
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Während die griechischen Medien Rehhagel nach dessen verpatzten WM-Debüt schnellstens in Rente schicken wollen, bezog Torwart Green nach dem katastrophalen Patzer zum 1:1-Endstand der Three Lions gegen die USA verbal ordentlich Prügel von den Sonntagszeitungen.

Die Pressestimmen aus Griechenland, England, USA, Nigeria und Argentinien im Überblick:

GRIECHENLAND

Goalnews: "Das war planlos und der Anfang vom Ende. Seit Jahren verneigen wir uns und sind dankbar für das, was Sie mit der Nationalmannschaft erreicht haben. Aber nun ist es endlich Zeit, abzutreten, Herr Otto."

Sportday: "Wir werden in der ganzen Welt bemitleidet und verspottet. Das Team bewegt sich so wenig wie die Akropolis. Nach den Finanzen kommt nun auch noch eine sportliche Krise hinzu."

Silathlos: "Kommt jetzt zurück! Nicht die Niederlage, sondern das Spiel eines Altherren-Teams macht uns traurig und wütend. Rehhagel lebt in seiner eigenen Welt. Aufstellung und Auswechslungen hat nur er verstanden."

Score: "Es werden Erinnerungen an 1994 wach. Ist ein Tor denn zu viel verlangt? Alle müssen aufwachen, wenn wir nicht ein Chaos wie damals in den USA erleben wollen."

ARGENTINIEN

Clarin: "Argentinien zitterte, aber machte den ersten Schritt. Das Team war besser als Nigeria, zeigte aber Schwächen in der Defensive. Messi bewies, dass er der Spieler sein kann, den wir uns erhoffen. Aber nicht alle Gegner werden so naiv sein wie die Nigerianer."

La Nacion: "Der Star ist da, die Mannschaft fehlt noch. Messi überzeugt beim 1:0 gegen Nigeria. Das war ein wichtiger Sieg für die Seleccion, die aber bis zum Schluss wegen fehlender Durchschlagskraft zittern musste."

La Razon: "Argentinien startet mit einem verdienten Sieg, musste am Ende aber zittern. Messi, Tevez und Higuain ließen viele Chancen aus. Im zweiten Durchgang machten uns die Nigerianer das Leben schwer."

La Prensa: "Debüt mit Höhen und Tiefen. Argentinien gewinnt verdient, aber ohne Glanz. Messi ist der große Hauptdarsteller. Das Team weiß, dass es noch viel zu verbessern gibt, um an einen Titelgewinn zu glauben."

Cronista: "Die von Diego Maradona geführten Mannen waren besser als Nigeria. Die vergebenen Torchancen und die schwache Vorstellung der Verteidiger hinterließ aber einen süßsauren Beigeschmack."

NIGERIA

The Guardian: "Enyeama - ein phantastischer Keeper. Der Torhüter bewahrte die Super Eagles davor schon in der ersten Halbzeit jede Menge Gegentore zu bekommen. Argentinien hat mit dem Sieg einige Kritiker verstummen lassen. Aber auch Nigeria hatte seine Chancen."

Nigerian Tribune: "Enyeama ist bei der Niederlage der Eagles der große Gewinner. Der Torhüter entzauberte den furchteinflössenden Messi."

ENGLAND

Mail on Sunday: "Was für ein Albtraum-Start! Was für eine Torwart-Katastrophe! Robert Green muss nach seinem groben Schnitzer gegen die USA das Tor räumen."

Sunday Express: "Green muss weg! Es gab bei den Torhütern in der WM-Geschichte nur wenige Patzer, die derart grob waren."

Sunday Telegraph: "Für diesen Fehler gibt es keine Entschuldigung. Das war einfach nur schlecht."

Sunday Times: "Dieser desaströse Fehlgriff wird Green sein ganzes Leben lang verfolgen."

Sunday Mirror: "Verdorbene Torwart-Handschuhe. Der schlimmste Patzer aller Zeiten kostet England den Sieg zum WM-Auftakt."

News of the World: "Der hochnäsige Green zerstört den WM-Start Englands. Capello muss sich schnellstens Gedanken machen, wer jetzt im Tor stehen soll."

USA

USA Today: "Ein geschenktes Tor hilft den USA zu einem 1:1 gegen England."

New York Times: Auch wenn die Amerikaner ein wenig im Glück waren, das Ergebnis hatten sie sich verdient."

Los Angeles Times: "Die USA erholen sich dank eines englischen Patzers."

Boston Golbe: "Der Punkt ist unbezahlbar, egal, wie er zustande kam."

England - USA: Green und Capello greifen daneben

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