Serie A, 10. Spieltag: Juventus Turin - SSC Neapel 2:1

Higuain! Juve ringt Napoli nieder

Samstag, 29.10.2016 | 22:36 Uhr
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Am 10. Spieltag der Serie A hat Juventus Turin mit 2:1 (0:0) gegen den SSC Neapel gewonnen. Gonzalo Higuain erzielte für die Alte Dame gegen seinen Ex-Verein den Siegtreffer.

Die 41.000 Zuschauer im Juventus Stadium sahen eine ereignislose erste Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel brachte Leonardo Bonucci die Alte Dame mit der ersten richtigen Chance der Partie in Führung (50.). Doch nur wenige Minuten später gelang Napoli in Person von Jose Callejon der Ausgleich (54.).

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Bei seinem ersten Auftritt gegen seinen Ex-Klub erzielte Gonzalo Higuain, der zuvor drei Partien auf einen Torerfolg warten musste, die erneute Führung für die Turiner (71.).

Mit dem Sieg hat Juve 27 Punkte auf dem Konto und bleibt auch nach dem 11. Spieltag sicher auf Rang eins.

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Nach dem 4:1-Erfolg gegen Sampdoria verändert Allegri sein Team auf vier Positionen: Barzagli, Lichtsteiner, Alex Sandro, Hernanes spielen für Dani Alves, Evra, Marchisio und Cuadrado.

Sein Gegenüber Sarri wechselt drei Mal: Hisaj, Hamsik und Diawara ersetzen Maggio, Jorginho und Zielinski.

50., 1:0, Bonucci : Napoli bekommt eine Ecke nicht aus der Gefahrenzone heraus. An der Strafraumgrenze stehend hat Ghoulam alle Zeit der Welt, um die Situation mit einem Volleyschuss zu bereinigen, doch er prodzuziert einen Querschläger. Bonucci fällt der Ball in zentraler Position vor die Füße und der Verteidiger hämmert den Ball aus rund zehn Metern unter die Latte.

54., 1:1, Callejon: 30 Meter zentral vor dem Tor wird Insigne nicht attackiert und der Angreifer chippt den Ball perfekt auf Callejon. Dieser steht am rechten Fünfereck völlig frei und trifft volley flach an Buffon vorbei ins Tor.

71., 2:1, Higuain: Der Argentinier treibt den Ball zentral durch das Mittelfeld und flankt in den Strafraum. Im Zweikampf zwischen Khedira und Ghoulam prallt der Ball zurück perfektvor die Füße von Higuain. Der Stürmer knallt den Ball aus 16 Metern mit Gewalt ins rechte untere Eck. Keine Chance für Reina.

87.: Einen Napoli-Freistoß aus dem rechten Halbfeld verlängert Mandzukic, dessen Kopfball knapp über die Latte geht. Nach der Ecke gibt es Chaos im Juve-Fünfer und aus kurzer Distanz scheitert Chiriches an Bonucci. Der Ball segelt aus dem Stafraum und Diawara jagt das Leder aus der zweiten Reihe aus zentraler Position knapp am linken Pfosten vorbei.

Fazit: Nach einer langweiligen ersten Halbzeit häuften sich im zweiten Durchgang die Torchancen. Juve verdiente sich die drei Punkte durch einen engagierten Auftritt nach dem Seitenwechsel.

Der Star des Spiels: Leonardo Bonucci. Spielte nicht nur die meisten Pässe seines Teams, sondern hatte auch viele Ballaktionen (84, nur Alex Sandro mehr). Machte defensiv ein solides Spiel, fing die meisten Bälle aller Juve-Spieler ab und zeigte obendrein seine Qualitäten als Goalgetter.

Der Flop des Spiels: Faouzi Ghoulam. Bitterer Auftritt des 25-Jährigen. Bei beiden Gegentoren sah der Verteidiger nicht gut aus und war deshalb mitentscheind für die Niederlage.

Der Schiedsrichter: Gianluca Rocchi. War in der Anfangsphase darum bemüht, die Gemüter zu beruhigen und tat sich damit selbst einen Gefallen. Hatte danach mit der über weite Strecken leicht zu führenden Partie keine Probleme.

Das fiel auf:

  • Beide Teams standen defensiv stabil, fanden aber jeweils keine Mittel, um die gegnerische Abwehr zu überwinden. Im letzten Drittel fehlte es auf beiden Seiten sowohl am nötigen Tempo als auch an der Präzision in den Zuspielen. Folgerichtig spielte sich das Geschehen im Mittelfeld ab und Torchancen waren absolute Mangelware. So sahen die Fans zwar viel Kampf, aber kaum spielerische Klasse.
  • Allegri schickte seine Elf in einem variablen 3-5-2 auf den Platz. Beim Spielaufbau formierte sich die Alte Dame in einer Viererkette, wobei sich Alex Sandro hinten links und Barzagli hinten rechts einordneten. Während auf dem rechten Flügel noch Lichtsteiner mithalf, war der Brasilianer links auf sich alleine gestellt, wodurch große Löcher entstanden. Nach Chiellinis Auswechslung stellte Juve endgültig auf Viererkette um.
  • Bei gegnerischem Ballbesitz empfing Juve die Gäste in einem 5-3-2 tief in der eigenen Hälfte. Napoli war in einem 4-3-3 offensiv ausgerichtet und darum bemüht, seine schnellen Stürmer ins Laufduell zu schicken. Juve stand aber dicht gestaffelt, sodass sich kaum Räume für Konter ergaben.
  • Im zweiten Durchgang gelang es Juve, das Geschehen vermehrt in Neapels Hälfte zu verlagern. Unter dem größer werdenden Druck offenbarte die Gäste-Defensive dabei immer wieder Schwächen und Juve kam öfters in die gefährliche Zone. Napoli war zwar sichtlich darum bemüht, selbst für Gefahr zu sorgen, aber die Alte Dame ließ die Gäste nicht zur Entfaltung kommen.

Juventus Turin - SSC Neapel: Daten zum Spiel

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