Nach Kritik am Milan-Coach

Trapattoni nimmt Inzaghi in Schutz

Von Hauke van Göns
Mittwoch, 15.04.2015 | 18:59 Uhr
Inzaghi trifft mit dem AC Milan am Sonntag im Stadtderby auf Inter
© getty
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Die aktuelle Kritik an Milan-Coach Filippo Inzaghi ist ungerecht. Jedenfalls wenn es nach Italiens Trainerlegende Giovanni Trapattoni geht. Schließlich könne der einstige Weltklassestürmer "Wasser nicht zu Wein verwandeln".

Nach einigen Jahren verfehlter Wirtschafts- und Personalpolitik ist der große AC Mailand in Italien derzeit nur noch graues Mittelmaß. Für Trapattoni ist die fehlende Finanzkraft auf dem Transfermarkt ein Faktor, den es bei den Problemen des Vereins in Inzaghis Debütsaison auf dem Trainerstuhl zu beachten gelte.

"Es ist schwierig die Probleme der Vergangenheit zu überwinden", sagte er der Tuttosport: "Bei Milan wird immer nach Ergebnissen und der großen Show gefragt. Diese zwei Sachen lassen sich nicht immer einfach verbinden. Er ist der Richtige, denn der Verein hat sich für ihn entschieden. Der Klub muss ihm vertrauen, denn er kann schließlich auch kein Wasser in Wein verwandeln."

Besodere Lage vor dem Mailänder Derby

Auch Stadtrivale Inter kämpft unter Roberto Mancini mit einer schwierigen Saison. Trapattoni erklärte die Probleme des ehemaligen Trainers von Manchester City so: "Manchmal, wenn man sich italienischen Fußball anschaut, denkt man, ein Klick reiche, um für eine Veränderung zu sorgen. Doch Mancini war viele Jahre nicht mehr in der Serie A. In England sind die Spiele nicht so taktisch geprägt. Doch er wird wissen, welche Spieler für die Umsetzung seiner Ideen passend sind."

Vo dem Derby della Madonnian am Sonntag (20.45 Uhr im LIVE-TICKER) ist die Lage also auf beiden Seiten angespannt. "Es wird ein unangenehmes und ängstliches Derby, doch wer das gewinnt, wird seine Saison retten können", fuhr der ehemalige Nationaltrainer Irlands fort: "Es ist schwer, vorauszuschauen. Immer wenn ich oben dabei war, hab ich solch ein Spiel verloren. Und wenn nicht, konnte ich gewinnen. Das Team, das weniger Angst vor der Niederlage hat, wird sich am Ende durchsetzen."

Aktuell steht Milan auf dem achten Tabellenplatz der Serie A. Einen Punkt dahinter folgen auf Rang neun die Nerazzurri.

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