Montag, 13.01.2014

Serie A, 19. Spieltag

Nur ein Punkt für Inter

Inter kommt zum Abschluss des 19. Spieltags gegen Abstiegskandidat Chievo Verona nicht über ein Remis hinaus. Ein Youngster schießt Milan ab. Dank Fernando Llorente nimmt Juventus drei Punkte aus Sardinien mit. Die Roma rehabilitiert sich gegen Genua und auch Napoli hat in Verona keine Probleme. Lazio Rom tritt auch unter dem neuen Trainer Edy Reja auf der Stelle. Der italienische Pokalsieger kam beim abstiegsbedrohten FC Bologna nur zu einem 0:0.

Yuto Nagatomo (vorne) traf für Inter zum 1:1
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Yuto Nagatomo (vorne) traf für Inter zum 1:1

Inter Mailand - Chievo Verona 1:1 (1:1)

Tore: 0:1 Paloschi (8.), 1:1 Nagatomo (12.)

0:1-Niederlage in der Liga bei Lazio Rom, mit einer weiteren 0:1-Pleite bei Udinese Calcio aus dem Pokal ausgeschieden und nun lediglich ein 1:1 bei Abstiegskandidat Chievo Verona: Für Inter läuft es alles andere als rund.

Dabei begann die Mannschaft von Trainer Walter Mazzarri mit viel Elan, wurde aber eiskalt erwischt. Alberto Paloschi wurde im Strafraum nicht angegriffen, legte sich den Ball zurecht und versenkte zur Führung für die Gäste. Zwar glich Yuto Nagatomo kurz darauf nach Vorarbeit von Ricardo Alvarez aus, anschließend zeigten die Hausherren allerdings eine recht dürftige Vorstellung. Sie hatten zwar mehr Ballbesitz, wussten aber zu oft nichts damit anzufangen und kamen kaum zu guten Chancen.

So ging das defensiv geschickt agierende Chievo, das zuletzt sieben Mal in Folge gegen Inter im Giuseppe-Meazza-Stadion verloren hatte, mit einem Punkt nach Hause. Inter belegt den fünften Platz, Verona ist 16. und hat einen Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

Sassuolo Calcio - AC Milan 4:3 (3:2)

Tore: 0:1 Robinho (9.) 0:2 Balotelli (13.), 1:2, 2:2, 3:2, 4:2 Berardi (15./28./41./47), 4:3 Montolivo (86.)

Historischer Viererpack für einen 19-Jährigen! Seit November hatte Domenico Berardi nicht mehr das Tor getroffen, seitdem ging es kontinuierlich bergab mit Aufsteiger Sassuolo. Gegen Milan zog der Youngster aber eine unfassbare Show ab und schoss die Rossoneri im Alleingang aus dem Stadion. Den Hattrick hatte er innerhalb von 26 Minuten in der Tasche, der vierte Streich folgte kurz nach der Pause. Berardi ist damit der jüngste Vierfachtorschütze seit der Saison 1994/95.

Dabei sah zunächst alles so aus, als könnte die Allegri-Elf den zweiten Sieg in Folge feiern. Robinho und Mario Balotelli sorgten mit ihren Toren nach Abwehrfehlern der Hausherren für die schnelle 2:0-Führung und lange Gesichter im Citta del Tricolore. 120 Sekunden später trat Berardi dann erstmals in Erscheinung, vernaschte Daniele Bonera und schob ein zum Anschlusstreffer. Mit einem tollen Schuss ins Eck besorgte er gar den nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich.

Doch die große Show des Juniorennationalspielers sollte erst beginnen. Minuten vor dem Pausenpfiff nutzte er die erneute Schläfrigkeit der Milan-Abwehr und hielt den Fuß in eine Hereingabe - 3:2. Die Zuschauer waren aus dem Häuschen und kriegten sich auch nach dem Wiederanpfiff nicht ein, als Berardi aus zentraler Position zum 4:2 einschob. Riccardo Montolivo gelang noch der Anschlusstreffer, ehe Giampaolo Pazzini kurz vor Abpfiff das 4:4 vergab - er traf nur die Latte.

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Cagliari Calcio - Juventus Turin 1:4 (1:1)

Tore: 1:0 Pinilla (21.), 1:1 Llorente (31.), 1:2 Marchisio (73.), 1:3 Llorente (76.), 1:4 Lichtsteiner (80.)

Rote Karte: Pinilla (87./Cagliari/Schiedsrichterbeleidigung)

Vor 4.500 Zuschauern im Stadio Sant Elia gab sich Cagliari lange als Spielverderber. Ohne ihren vor kurzem nach Rom abgegebenen Taktgeber Radja Nainggolan zogen sich die Spieler von Trainer Diego Lopez weit zurück und warteten gegen den Tabellenführer auf Konter. Juventus hatte zwar mehr vom Spiel, doch die Gastgeber waren effektiv.

Im Anschluss an die erste Chance traf Mauricio Pinilla nach einer Ecke per Kopf. Juventus hatte anschließend sichtlich Probleme, kam aber in Person von Fernando Llorente noch vor der Pause zum glücklichen Ausgleich. Die zweite Halbzeit gestaltete sich aufgrund der defensiven Spielweise Cagliaris zäh, ehe Antonio Conte ein goldenes Händchen bewies - und es klingelte innerhalb von sieben Minuten drei Mal.

Der Juve-Coach brachte Claudio Marchisio, der nur sechs Minuten nach seiner Einwechslung per Distanzschuss traf. Cagliari musste nun offensiver agieren und geriert prompt noch höher in Rückstand, als Llorente zum zweiten Mal einnetzte und Stephan Lichtsteiner seine starke Leistung mit dem 4:1 krönte. Damit zieht Juve mit acht Punkten Vorsprung auf den ersten Verfolger AS Rom weiter einsam seine Kreise an der Tabellenspitze.

AS Roma - CFC Genua 4:0 (3:0)

Tore: 1:0 Florenzi (26.), 2:0 Totti (30.), 3:0 Maicon (43.), 4:0 Benatia (52.)

Gelb-Rot: Matuzalem (Genua/73.)

Der AS Rom hat sich am 19. Spieltag der Serie A rehabilitiert. Im Stadio Olimpico siegte die Heimmannschaft hochverdient mit 4:0 und hält damit den Kontakt zu Spitzenreiter Juventus.

Die Top-Torjäger der Serie A 2013/14
Rang 1: Ciro Immobile vom FC Turin (22 Tore)
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Rang 1: Ciro Immobile vom FC Turin (22 Tore)
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Rang 2: Luca Toni von Hellas Verona (20 Tore)
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Rang 2: Luca Toni von Hellas Verona (20 Tore)
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Rang 3: Carlos Tevez von Juventus (19 Tore)
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Rang 3: Carlos Tevez von Juventus (19 Tore)
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Rang 4: Antonio di Natale von Udinese Calcio (17 Tore)
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Rang 4: Antonio di Natale von Udinese Calcio (17 Tore)
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Rang 4: Gonzalo Higuain vom SSC Neapel (17 Tore)
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Rang 4: Gonzalo Higuain vom SSC Neapel (17 Tore)
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Rang 4: Rodrigo Palacio von Inter Mailand (17 Tore)
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Rang 4: Rodrigo Palacio von Inter Mailand (17 Tore)
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Rang 6 Domenico Berardi von Sassuolo Calcio (16 Tore)
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Rang 6 Domenico Berardi von Sassuolo Calcio (16 Tore)
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Rang 7: Llorente von Juventus Turin (16 Tore)
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Rang 7: Llorente von Juventus Turin (16 Tore)
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Rang 7: Giuseppe Rossi vom AC Florenz (16 Tore)
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Rang 7: Giuseppe Rossi vom AC Florenz (16 Tore)
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Rang 10: Alberto Gilardino von Genua (15 Tore)
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Rang 10: Alberto Gilardino von Genua (15 Tore)
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Rang 10: Paulinho vom AS Livorno (15 Tore)
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Rang 10: Paulinho vom AS Livorno (15 Tore)
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Rang 10: Jose Callejon vom SSC Neapel (15 Tore)
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Rang 10: Jose Callejon vom SSC Neapel (15 Tore)
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Rang 13: Mario Balotelli vom AC Milan (14 Tore)
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Rang 13: Mario Balotelli vom AC Milan (14 Tore)
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Rang 14: Alessio Cerci vom FC Turin (13 Tore)
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Rang 14: Alessio Cerci vom FC Turin (13 Tore)
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Rang 14: Mattia Destro von AS Rom (13 Tore)
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Rang 14: Mattia Destro von AS Rom (13 Tore)
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Rang 14: Alberto Paloschi von Chievo Verona (13 Tore)
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Rang 14: Alberto Paloschi von Chievo Verona (13 Tore)
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Rang 14: German Denis von Atalanta Bergamo (13 Tore)
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Rang 14: German Denis von Atalanta Bergamo (13 Tore)
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Nach dem ernüchternden 0:3 gegen Juventus in der Vorwoche rehabilitierte sich die Roma gegen Genau. Ohne den gesperrten Daniele de Rossi brachte ein Doppelschlag von Alessandro Florenzi und Francesco Totti die Giallorossi nach einer halben Stunde in Front. Kurz vor der Pause erhöhte Maicon gar auf 3:0 und sorgte so schon früh für die Vorentscheidung.

Viel zu schwach waren die Angriffsbemühungen der Gäste. Die Roma dominierte das Spiel fast über die gesamten 90 Minuten. Kurz nach dem Seitenwechsel traf Mehdi Benatia gar zum 4:0 und machte den Deckel auf die Partie. Genua ergab sich danach, die Roma verwaltete nur noch und brachte das Ergebnis über die Zeit.

Der AS Rom bleibt damit weiterhin Zweiter mit acht Punkten Rückstand auf Juventus Turin.

Hellas Verona - SSC Neapel 0:3 (0:1)

Tore: 0:1 Mertens (27.), 0:2 Insigne (72.), 0:3 Dzemaili (76.)

Wie auch schon in den fünf Spielen zuvor gab sich der SSC Neapel gegen die Überraschungsmannschaft der Hinrunde keine Blöße und bleibt auch im sechsten aufeinanderfolgenden Ligaspiel unbesiegt.

Dabei erwischte Verona in beiden Halbzeiten den besseren Start und konnte Stürmerstar Luca Toni mehrfach gefährlich in Szene setzen. Die Drangphasen des Teams von Trainer Andrea Mandorlini verpufften allerdings ohne zählbaren Erfolg, sodass Neapel mit seinen kaltschnäuzig abgeschlossenen Kontern nie an den Rand einer Niederlage geriet.

Außenstürmer Dries Mertens brachte den Tabellendritten mit einem sehenswerten Schlenzer noch vor der Pause in Führung, in den letzten 20 Minuten der Partie besorgten der eingewechselte Lorenzo Insigne mit seinem ersten Saisontreffer und Blerim Dzemaili den 3:0-Endstand.

Während die Mannschaft von Rafa Benitez weiterhin Kurs auf den zweiten Rang hält, verpasste Verona die Chance, den Abstand zu den Verfolgern auf die internationalen Plätze zumindest nicht kleiner werden zu lassen.

FC Bologna - Lazio Rom 0:0

Tore: Fehlanzeige

Große Torjäger zeichnet es aus, manchmal 90 Minuten lang unsichtbar zu sein und dann eine einzige sich bietende Chance zu nutzen. Ersteres ist Miroslav Klose in Bologna recht gut gelungen - nur das Nutzen dieser Gelegenheit misslang dem Lazio-Stürmer, als er die Hereingabe von Antonio Candreva aus wenigen Metern über die Latte bugsierte (70.).

So passte diese Szene in einem Spiel mit vielen Unkonzentriertheiten ins Bild. Beim Debüt von Trainer Davide Ballardini zeigte das abstiegsgefährdete Bologna um Alessandro Diamanti zwar eine engagierte Leistung, konnte aber weder durch den Hackenversuch von Michele Pazienza (29.) noch durch die Direktabnahme von Panagiotis Kone (83.) ein Tor erzielen.

Lazio bot im zweiten Spiel unter Trainer-Rückkehrer Edy Reja zwar ein paar Ansätze, erzeugte aber bis auf den Klose-Fehlversuch kaum Torgefahr. Bezeichnend daher, dass ein Querschläger von Bologna-Verteidiger Cesare Natali (59.) die zweitgefährlichste Gelegenheit des kriselnden Pokalsiegers war.

FC Turin - AC Florenz 0:0

Ein 0:0, das in der Tat keinen Treffer verdiente. Obwohl sich beide Mannschaften vor dem Spiel in starker Form präsentierten, glänzte die Partie höchstens durch übertriebene Härte. Erst kurz vor der Halbzeit erwachten beide Mannschaften ein wenig aus ihrer Lethargie. So tauchte Turins Alessio Cerci nach Zuspiel des starken Barreto in der 42. Minute alleine vor Florenz-Keeper Neto auf, der den Schuss aus 15 Meter jedoch mit einer Glanztat parierte. Nur zwei Minuten später antwortete die Fiorentina, als Borja Valero nach Cuadrados Flanke das Außennetz traf.

Wer sich nach der Halbzeit auf einen offenen Schlagabtausch freute, wurde jedoch schnell enttäuscht. Erst kurz vor Schluss drehten die Hausherren nochmals ein wenig auf. Maggiorini verpasste zehn Minuten vor Schluss den Siegtreffer, als er den Ball nach einer Cerci-Flanke nur um Zentimeter am Pfosten vorbeigrätschte. Da beide Mannschaften auch in der Schlussphase wenig riskierten, blieb es schließlich beim enttäuschenden 0:0.

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