Miccoli will Maradona den Ohrring zurückgeben

SID
Fabrizio Miccoli spielte bereits zehnmal für Italien
© Getty

Palermo-Stürmer Fabrizio Miccoli will Diego Maradona den ersteigerten Ohrring zurückgeben. Miccoli hätte seinem Idol den Ohrring gerne am Rande des Länderspiels in München gegeben.

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Stürmer Fabrizio Miccoli vom italienischen Erstligisten US Palermo hat sich als Käufer von Diego Maradonas Ohrring geoutet und hat zugleich angekündigt, Argentiniens Nationalcoach den Ohrring zurückzugeben.

"Es ist mein Wunsch, Maradona seinen Ohrring zurückzugeben. Er ist jeher mein Idol. Ihm zu Ehren, habe ich meinen Sohn Diego genannt", sagte Miccoli der italienischen Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport".

Am liebsten wäre Miccoli nach München gereist, um Maradona am Rande des Länderspiels zwischen Deutschland und Argentinien am Mittwoch den Ohrring zu gehen. "Ich wäre gerne nach Deutschland geflogen, doch es ist leider nicht möglich", meinte Miccoli: "Früher oder später werde aber ich ein Treffen mit Maradona organisieren."

Eine Unbekannte ersteigerte den Ohrring für Miccoli

Der mit Brillanten besetzte Ohrring war Mitte Januar in Bozen im Auftrag von Miccoli für 25.000 Euro von einer Frau ersteigert worden, die ihren Namen nicht bekanntgab.

Der Ohrring war im September von den italienischen Steuerbehörden beschlagnahmt worden, als sich Maradona in einer Klinik in Meran aufhielt, um sich einer Diät zu unterziehen. Nach Medienangaben soll Maradona den italienischen Finanzbehörden noch Steuern in Höhe von 37 Millionen Euro schulden.

Bei einem Aufenthalt in Italien vor drei Jahren waren von Maradona bereits zwei Uhren einer Edelmarke und 2005 das Honorar für eine Fernsehshow beschlagnahmt worden. Der ehemalige argentinische Weltklassespieler Maradona hatte den SSC Neapel in seiner Zeit von 1984 bis 1991 als Spieler zu den Meistertiteln 1987 und 1990 geführt.

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