Die Probleme des Serien-Meisters

Lyon und das verflixte achte Jahr

Von Tobias Hock
Donnerstag, 30.04.2009 | 16:54 Uhr
Olypmique Lyon 2009: verzweifelte Blicke und hilflose Gesten
© Getty
Advertisement
International
So17:00
Topspiel am Sonntag: Tottenham - Liverpool
Serie A
Corinthians -
Gremio
Ligue 1
St. Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
Sydney FC -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
São Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna

In Frankreich bahnt sich eine Fußball-Revolution an: Erstmals seit sieben Jahren dürfte der Meister der Ligue 1 nicht Olympique Lyon heißen. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Dass außer Karim Benzema kein Spieler das Tor trifft, reicht als Erklärung bei weitem nicht aus.

Was ist aus dem Fußball geworden? Ehemals unveränderliche Tatsachen verlieren ihre Gültigkeit und eiserne Regeln geraten ins Schwanken. "Am Ende gewinnen immer die Deutschen" bewahrheitete sich letztmals bei der EM 1996. "Das nächste Spiel ist immer das schwerste" gilt nur vor einer Partie gegen Barca und zu allem Überfluss kommt der französische Meister 2009 wohl nicht aus Lyon.

Sieben lange Jahre zeigte sich beim Blick nach Frankreich das gewohnte Bild: Ganz oben steht Olympique Lyonnais, irgendwo dahinter die Traditionsvereine aus Marseille, Bordeaux und Paris. Die Ligue 1 war eine immer gleiche, fast beruhigende Erscheinung im hektischen Fußball-Alltag.

Nach dem enttäuschenden 0:0 gegen den direkten Konkurrenten PSG am vergangenen Wochenende liegt der Serienmeister fünf Spieltage vor Schluss nur auf Rang drei und hat bereits sieben Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Marseille.

Die Verfolger im Nacken

Girondins Bordeaux auf Platz zwei ist ebenfalls schon sieben Zähler enteilt. Der Wunsch des ehemaligen Marseille-Trainers Jose Anigo könnte sich demnach erfüllen: "Alle haben Lust, dass Lyon mal so richtig auf die Schnauze fällt."

Denn nicht nur die Titelverteidigung ist mittlerweile in weite Ferne gerückt, auch die Champions-League-Qualifikation und sogar der UEFA-Cup könnten verpasst werden, denn Paris und Toulouse sitzen OL im Nacken.

Ein Albtraum-Szenario für Lyon. Ist dies der Anfang vom Ende einer beispiellosen Dominanz? Wo liegen die Gründe für die Krise und wie geht es weiter?

Benzema als Alleinunterhalter

Aus rein sportlicher Sicht lässt sich die derzeitige Situation mit einer simplen Formel beschreiben: Lyon hat Ladehemmung. Während die Abwehr-Reihe um Cris und Boumsong im Verbund mit Mittelfeldabräumer Toulalan durchaus im Soll liegt, ist die ehemalige Torfabrik der Liga ein Schatten früherer Tage.

Von den ersten sechs der Tabelle hat lediglich der FC Toulouse weniger Treffer erzielt als der Titelverteidiger. Der einzige Offensiv-Spieler der höchsten nationalen und europäischen Ansprüchen genügt ist mit 14 Toren Karim Benzema.

Juninho und das Alter

Unterstützung für das talentierte Eigengewächs bieten auch die absoluten Identifikationsfiguren des Klubs derzeit nicht. Juninho und Sidney Govou, die bei allen sieben Meisterschaften von OL dabei waren, können den Topstürmer nicht wie gewohnt entlasten.   

Der Brasilianer Juninho schießt zwar immer noch die vielleicht besten Freistöße der Welt und machte immerhin fünf Tore, erreicht mit seinen bald 35 Jahren aber nicht mehr das alte Leistungs-Niveau.

Gouvou und die Verletzungen

Gouvou wird dagegen immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen und fällt schon seit Mitte Januar mit einem Achillessehnen-Riss aus.

Der französische Nationalspieler stand diese Saison erst elf Mal auf dem Platz und erzielte noch kein Tor. Außer dem Brasilianer Ederson (5 Treffer) und 14-Millionen-Einkauf Makoun (4Treffer) entwickelt kein einziger Spieler Gefahr. Olympique Lyon ist in der Offensive abhängig von seinem 21-jährigen Alleinunterhalter.

Personal-Politik mit Fragezeichen

Zweifelhaft erscheinen in diesem Zusammenhang die Transferaktivitäten des Klubs. Vor der Runde wurde mit Hatem Ben Arfa ein Stammspieler aus dem eigenen Nachwuchs an Olympique de Marseille verkauft. Das Ergebnis dieses Wechsels: Der Konkurrent ist Tabellenführer und der 22-jährige Nationalspieler machte bereits sechs Tore für seinen neuen Verein.

Darüber hinaus wurde in der Winterpause der Brasilianer Fred in seine Heimat geschickt - ein Spieler, der seit Jahren etwa zehn Treffer pro Saison beisteuert. Die Sturm-Probleme beim amtierenden Meister sind hausgemacht.     

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung