Fussball

Fraser, King und Wilson von Bournemouth: Das beste Sturmtrio der Premier League

Callum Wilson, Joshua King und Ryan Fraser (v.l.n.r.)
© getty

Callum Wilson (26 Jahre / England / fünf Tore / fünf Assists)

Callum Wilson hat einen kleinen Sohn, der zeitweise wohl nicht so genau wusste, was sein Vater eigentlich beruflich macht. Innerhalb von zwei Jahren riss sich Wilson zweimal das Kreuzband, einmal im rechten und einmal im linken Knie. Er machte Reha, kämpfte sich zurück, machte erneut Reha und kämpfte sich erneut zurück. An Fußball spielen war selten zu denken und sein Sohn hatte andere Idole.

"Als ich verletzt war, trug er alle möglichen Trikots - nur nicht meines", sagte Wilson mal dem Guardian. "Zlatan Ibrahimovic, Nathan Ake und eines Tages sagte er: 'Papa, ich will ein Trikot von Josh King.'" Der Joshua King, der das tat, was eigentlich Wilson tun wollte. Für Bournemouth stürmen und Tore schießen. Es war nicht die erste harte Phase, die Wilson durchmachte.

Als er selbst ein kleines Kind war, verließ sein Vater die Familie. Mit seiner Mutter und fünf Geschwistern wuchs er in einer Drei-Zimmer-Wohnung in Coventry auf. Die schönste Ablenkung war der Fußball, er spielte in einer Hobby-Mannschaft und genoss es. Zweimal probierte er sich in der Nachwuchsabteilung von Coventry City, beide Male verließ er den Verein nach kurzer Zeit wieder, um mit seinen Kumpels zu kicken. Beim dritten Mal aber biss er sich durch.

Mit 18 debütierte er in der dritten Liga für Coventry, dann spielte er leihweise in der fünften Liga. Bei Vereinen, die sich Kettering Town und Tamworth FC nennen. "Die Kabinendächer sind dort fast eingebrochen und es schauten nie viele Leute zu", erinnerte sich Wilson später. "Es hat sich angefühlt wie damals bei meiner Hobby-Mannschaft."

Nach seiner Rückkehr zu Coventry ließ Wilson alle Romantik hinter sich und startete im Profifußball durch. 21 Treffer in der dritten Liga, Wechsel zum damaligen Zweitligisten Bournemouth, 20 Treffer, Aufstieg in die Premier League. Innerhalb von drei Jahren hatte sich Wilson von der fünften in die erste Liga gespielt. Drei weitere Jahre, zwei Kreuzbandrisse und einen überragenden Saisonstart mit fünf Treffern und fünf Assists später sagt sein Trainer Eddie Howe: "Sein Name ist sicherlich im Kopf von Gareth, da habe ich gar keinen Zweifel." Er meint Gareth Southgate, den englischen Nationaltrainer.

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