Korruptions-Skandal: Allardyce wohl nur Spitze des Eisbergs

Korruption! Englischer Fußball im Sumpf

Von SPOX
Donnerstag, 29.09.2016 | 00:43 Uhr
Jimmy Floyd Hasselbaink soll in den englischen Korruptionsskandal verwickelt sein
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Der Skandal um den englischen Nationaltrainer Sam Allardyce war offenbar nur die Spitze des Eisbergs. Der Telegraph hat angekündigt, die nächste Bombe platzen zu lassen. Nach der Investigation der nationalen Zeitung sind acht Trainer in Korruptionsfälle verwickelt, auch ehemalige Premier-League-Trainer und Übungsleiter aus der Championship sind betroffen.

Die FA taumelt nach den Entwicklungen um Allardyce noch. Der Trainer der Three Lions war von Undercover-Journalisten dabei gefilmt worden, wie er Tipps zum Umgehen von Transferregeln gab, seinen Vorgänger Roy Hodgson verhöhnte, über Nationalspieler, die FA und Präsident Prinz William lästerte. Im Zuge dessen hatte sich der Verband von Allardyce getrennt. In dieser Phase ist das Letzte, was die FA braucht, dass der Telegraph weitere Korruptions-Verstrickungen im englischen Fußball aufdeckt.

Doch die Zeitung hat offenbar acht Amtsträger dabei gefilmt, wie sie Schmiergeld für illegale Transfers annahmen.

Cellino will Teile von Leeds United verkaufen

Der größte Name ist Klubboss Massimo Cellino von Leeds United. Der Italiener stimmte vor heimlich laufender Kamera einem Angebot zu, 20 Prozent des Klubs zu verkaufen, um Third-Party-Ownership-Regeln, also die Teilnahme von Investoren an Transfers als dritte Partei, zu umgehen.

Auch Jimmy Floyd Hasselbaink, Trainer der Queens Park Rangers, soll in den Skandal verwickelt sein. Der ehemalige Chelsea-Star akzeptierte demnach ein Angebot einer Berateragentur aus dem fernen Osten über 55.000 Pfund, solange er in den Niederlanden bezahlt werde, wo er weniger Steuern zahlen müsse. Der Deal: Hasselbaink sollte Spieler der Agentur zu QPR holen - eigentlich ein Interessenskonflikt.

Der dritte Name, der genannt wird, ist Barnsleys Co-Trainer Tommy Wright, der vom Verein bereits entlassen wurde. Wright nahm offenbar ein 5.000-Pfund-Schmiergeld dafür an, seinen vorgesetzten Trainer davon zu überzeugen, Spieler von einer ähnlichen Agentur zu verpflichten.

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