Sonntag, 20.03.2016

Premier League, 31. Spieltag

Rashford schießt United zum Derbysieg

Arsenal hat seine theoretischen Chancen auf den Meistertitel am 31. Spieltag der Premier League gegen den FC Everton gewahrt. Leicester City zog gegen Crystal Palace nach und kommt dem Titel immer näher. Fabregas rettete zudem Chelsea einen Punkt. Auch die Tottenham Hotspur ließen nichts anbrennen, während Manchester United das Stadt-Duell gegen City für sich entscheiden konnte. Der FC Liverpool verspielte hingegen eine klare Führung.

Marcus Rashford erzielte im Krisenderby das goldene Tor
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Marcus Rashford erzielte im Krisenderby das goldene Tor

Manchester City - Manchester United 0:1 (0:1)

Tor: 0:1 Rashford (16.)

Angesichts der sportlichen Lage der Klubs wurde das 171. Manchester-Derby im Etihad Satium zum Krisengipfel. Beiden Teams merkte man von Beginn an den unbedingten Willen, aber auch die fehlende Leichtigkeit im Spiel nach vorne an. Schließlich waren es die Red Devils, die mit der ersten ernstzunehmenden Chance in Führung gingen: Rashford ging an der Strafraumkante am äußerst pomadig zu Boden gehenden Martin Demichelis vorbei und netzte eiskalt ins flache rechte Eck ein.

Zu allem Überfluss aus Sicht der Skyblues humpelte kurz nach dem Gegentor Raheem Sterling verletzt vom Platz, der zuvor von Juan Mata in bester Derby-Manier abgeräumt worden war. Mit dem Halbzeitpfiff trat erneut der völlig überforderte Demichelis ins Rampenlicht: Der Argentinier räumte Rashford im Strafraum ungestüm ab und hätte sich über einen Elfmeterpfiff zumindest nicht beschweren dürfen.

Die größte Slapstick-Einlage leistete sich der Ex-Münchner allerdings erst nach Wiederanpfiff, als er Joe Hart mit einem leichtsinnigen Rückpass zu einer spektakulären Rettungsaktion gegen Anthony Martial zwang. Dabei verletzte sich der Keeper und musste ebenfalls raus, wenige Minuten später hatte Manuel Pellegrini ein Einsehen und erlöste Demichelis.

Für die Hausherren blieb es bis zum Schluss ein gebrauchter Tag. Die größte Chance zum Ausgleich vergab Sergio Agüero, dessen Kopfball nach scharfer Hereingabe von Yaya Toure am kurzen Pfosten landete. ManUnited rückt dank des Derbysiegs bis auf einen Punkt an den Stadtrivalen heran und wittert im Kampf um Platz vier wieder Morgenluft.

Tottenham Hotspur - AFC Bournemouth 3:0 (2:0)

Tore: 1:0 Kane (1.), 2:0 Kane (16.), 3:0 Eriksen (52.)

Nachdem Harry Kane gegen Borussia Dortmund noch geschont wurde, war der Topscorer der Spurs gegen Bournemouth wieder von der Partie. Und wie. Zwei Treffer und ein abgewehrter Schuss, den Christian Eriksen nur noch abstauben musste. Die Nummer Zehn der Nordlondoner war überall zu finden.

So auch bereits nach 44 Sekunden, als Kane eine Flanke von Kyle Walker direkt verwerten konnte. Nur Kenedy vom FC Chelsea war in dieser Saison nach 39 Sekunden noch schneller erfolgreich. Dele Alli bediente eine Viertelstunde später den englischen Nationalstürmer und der blieb vor Boruc cool und schob zum 21. Saisontor ein. Damit überholte er Jamie Vardy, der 19 Treffer auf dem Konto hat

Die endgültige Entscheidung besorgte Christian Eriksen in der 52. Minute, der nach einem Kane-Hammer aus 25 Metern nur noch abstauben musste. Bournemouth blieb über 90 Minuten harmlos und konnte keinen einzigen Torschuss für sich verbuchen. Tottenham bleibt somit Leicester City nach dieser souveränen Vorstellung weiter mit fünf Punkten Rückstand auf den Fersem.

FC Southampton - FC Liverpool 3:2 (0:2)

Tore: 0:1 Coutinho (17.), 0:2 Sturridge (22.), 1:2 Mane (64.), 2:2 Pelle (83.), 3:2 Mane (86.)

Bes. Vorkommnisse: Mignolet hält Foulelfmeter von Mane (50.)

Unfassbarer Schlussabschnitt im St. Mary's Stadium! Innerhalb von drei Minuten gelang es Southampton, einen 1:2-Rückstand zu drehen. Mane (83.) und Pelle (86.) bestraften die fahrlässige Chancenverwertung der Reds und sicherten den Saints so einen 3:2-Heimsieg.

Doch eins nach dem anderen: In Hälfte eins zirkelte Coutinho den Ball aus 25 Metern mit einem Aufsetzter ins lange Eck zur Führung, ehe Sturridge einen Konter mustergültig verwertete.

Zuvor hatten die Reds Glück, dass Schiedsrichter Roger East nach acht Minuten nicht auf den Punkt zeigte. Dejan Lovren lief Southamptons Shane Long im Laufduell von hinten in die Füße und brachte diesen kurz vor dem Tor zu Fall - klarer Strafstoß.

Die beste Möglichkeit für eine Vorentscheidung hatte Joe Allen, der drei Meter alleine vor dem Kasten in Keeper Forster seinen Meister fand.

In Hälfte zwei bekamen die Saints dann doch noch ihren Elfmeter zugesprochen, nach dem Martin Skretel Pelle durch übermäßiges zerren am Trikot zu Boden brachte. Der eingewechselte Mane scheiterte jedoch an Liverpools Schlussmann Mignolet, der die Ecke erahnte (50.). Das Momentum war nun deutlich auf Seiten der Gastgeber. So machte Mane seinen Fehler in der 64. Minute wieder gut - 1:2-Anschlusstreffer. Liverpool hatte sogar in Form von Christian Benteke (73.) die Chance den Deckel drauf zu machen.

FC Everton - FC Arsenal 0:2 (0:2)

Tore: 0:1 Welbeck (7.), 0:2 Iwobi (42.)

Die Partie ging von Anfang an stürmisch los. In der zweiten Minute gab es gleich den ersten Aufreger. Everton spielte eine Ecke flach an den ersten Pfosten, wo Seamus Coleman aus fünf Metern mit dem Fuß dran kam. Der Ball sprang allerdings gegen das Außennetz. Lange mussten die Zuschauer nicht auf ein Tor warten.

In der 7. Minute war es Danny Welbeck, der für die Gunners netzte. Alexis Sanchez sah den durchstartenden Welbeck und spielte perfekt in die Gasse. Frei vor Joel Robles zeigte Welbeck keine Nerven. Er umkurvte den Everton-Keeper und schob zum 1:0 ein. Everton zeigte sich nur wenig geschockt vom Gegentor und ging weiterhin aggressiv in die Zweikämpfe.

Arsenal spielte nach der Führung ohne Dringlichkeit und nahm das Tempo etwas aus der Partie. Everton hingegen kam kaum aus der Defensive heraus und konnte nach gut zwanzig Minuten offensiv nur selten Akzente setzen. Die Offensive der Gastgeber beschränkte sich fast ausschließlich auf lange Bälle in Richtung Romelu Lukaku.

In der 42. Minute kam dann die Zeit von Alex Iwobi. Hector Bellerin sah, dass Everton weit aufgerückt war und schickte Iwobi mit einem langen Ball. Iwobi lief 30 Meter mit dem Ball und netzte 15 Meter vor Robles frei zum 2:0 ein. Es war der erste Premier-League-Treffer für den 19-jährigen Nigerianer.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit spielte beide Mannschaften sehr intensiv und schenkten sich nichts in den Zweikämpfen. Everton schien das Spiel jedoch nicht verloren gegeben zu haben. Allerdings tat der Gastgeber sich nach wie vor in der Offensive sehr schwer und kam nur äußert selten in gefährliche Positionen. Die Gäste wurden in der Folge zunehmend passiver und überließen Everton vermehrt den Ball.

In der 66. Minute kam es zu einer bösen Szene! Lukaku grätschte in Ospina rein, der sofort liegen blieb und medizinische Behandlung benötigte. Der Keeper spielte jedoch tapfer weiter, anders als Mesut Özil. Der Deutsche musste nach einem Tritt in der 75. Minute ausgewechselt werden.

In der 83. Minute köpfte Olivier Giroud vom FC Arsenal eine Ecke von Sanchez aus fünf Metern ins Tor. Zuvor wurde jedoch schon auf Stürmerfoul entschieden. Arsenal spielte danach die Uhr runter und hielt den Ball möglichst weit vom eigenen Tor entfernt. Die Gunners nahmen sicher die drei Punkte mit nach Hause.

Crystal Palace - Leicester City 0:1 (0:1)

Tor: 0:1 Mahrez (34.)

Natürlich, so möchte man nach dem bisherigen Saisonverlauf sagen, war es eine Co-Produktion von Jamie Vardy und Riyad Mahrez, die für das 1:0 des Tabellenführers sorgte: Vardy behauptete sich im Strafraum gegen zwei Hammers, flankte anschließend in die Mitte, wo Mahrez frei zum Abschluss kam und mit einem Schuss in die rechte Ecke die Führung erzielte. Insgesamt sahen die Fans eine ausgeglichene Partie, in der auch die Hausherren immer wieder zu guten Chancen kamen.

Die Top-Torjäger der Premier League 2015/16
Rang 1: Harry Kane von den Tottenham Hotspur (25 Tore)
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Rang 1: Harry Kane von den Tottenham Hotspur (25 Tore)
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Rang 2: u.a. Sergio Agüero von Manchester City (24 Tore)
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Rang 2: u.a. Sergio Agüero von Manchester City (24 Tore)
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Rang 2: u.a. Jamie Vardy von Leicester City (24 Tore)
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Rang 2: u.a. Jamie Vardy von Leicester City (24 Tore)
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Rang 4: Romelu Lukaku vom FC Everton (18 Tore)
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Rang 4: Romelu Lukaku vom FC Everton (18 Tore)
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Rang 5: Riyad Mahrez von Leicester City (17 Tore)
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Rang 5: Riyad Mahrez von Leicester City (17 Tore)
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Rang 6: Olivier Giroud vom FC Arsenal (16 Tore)
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Rang 6: Olivier Giroud vom FC Arsenal (16 Tore)
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Rang 7: u.a. Odion Ighalo vom FC Watford (15 Tore)
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Rang 7: u.a. Odion Ighalo vom FC Watford (15 Tore)
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Rang 7: u.a. Jermaine Defoe vom AFC Sunderland (15 Tore)
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Rang 7: u.a. Jermaine Defoe vom AFC Sunderland (15 Tore)
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Rang 9: u.a. Alexis Sanchez von Arsenal (13 Tore)
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Rang 9: u.a. Alexis Sanchez von Arsenal (13 Tore)
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Nach einer ereignisarmen Anfangsviertelstunde hatte Leicester die erste gute Chance der Partie, als Mahrez der Palace-Defensive enteilt war. Der Offensivmann überwand Torhüter Wayne Hennessey, doch der Ball wurde noch von der Linie gekratzt. Rund um den Führungstreffer des LCFC entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der Palace nach 37 Minuten den Ausgleich in Person von Bolasie knapp verpasste. Den abgefälschten Schuss von Yannick Bolasie parierte Kasper Schmeichel stark.

Im zweiten Durchgang verzichteten die Foxes darauf, ihren Vorsprung nur zu verwalten und hatten das Spiel zunächst gut im Griff. Nach einer knappen Stunde vergab Shinji Okazaki die große Chance zum 2:0. Sein Kopfball nach einem langen Einwurf landete links neben dem Tor. In den letzten 20 Minuten drehten die Gastgeber nochmal auf. Bolasie und Wilfried Zaha stellten die Leicester-Defensive ein ums andere Mal vor Probleme und leiteten eine druckvolle Schlussoffensive ein, der die Defensive des Spitzenreiters aber Stand hielt.

FC Chelsea - West Ham United 2:2 (1:1)

Tore: 0:1 Lanzini (17.), 1:1 Fabregas (45.+3), 1:2 Carroll (61.), 2:2 Fabregas (89./FE

Die Hammers kontrollierten zunächst das Geschehen und attackierten Chelsea aggressiv im Mittelfeld. Mit der ersten guten Chance gelang den Mannen aus dem Osten Londons auch der verdiente Führung: Lanzini drehte das Leder traumhaft aus halblinker Position in den Winkel.

Chelsea fiel weiterhin nichts ein, doch West Ham verursachte einige unnötige Fouls vor dem Strafraum. Während Willian seinen Versuch knapp neben den Kasten setzte, machte es Cesc Fabregas in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit besser. Der Spanier zirkelte den Ball aus 22 Metern über die Mauer ins Tor.

In der zweiten Hälfte begannen die Blues deutlich schwungvoller, doch West Ham konterte gefährlich. Zunächst traf Cresswell nach einem schnellen Gegenangriff nur das Aluminium (56.). Nur fünf Minuten machte Payet mit einem wunderschönen Pass das Spiel schnell und der gerade eingewechselte Andy Carroll blieb vor Thibeau Courtios cool und schob durch die Beine zur erneuten Führung ein. Chelsea reagierte nun mit wütenden Angriffen, konnte aber lange Zeit nichts Zählbares verbuchen.

So musste kurz vor dem Ende wieder eine Standardsituation herhalten. Joker Loftus-Cheek ging nach einer leichten Berührung von Antonio zu Boden. Es gab Elfmeter, auch wenn der Kontakt wohl knapp außerhalb erfolgte. Fabregas kümmerte das wenig und der Spanier verwandelte souverän zum 2:2-Endstand.

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In Manchester hat United die Nase vorn. Leicester macht den nächsten Schritt, während Pool einen Sieg verspielt. Die Spurs zerlegen Bournemouth, Arsenal erledigt seine Pflicht.

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