Mittwoch, 30.01.2008

Trapattoni soll Irland coachen

Lockruf der grünen Insel

München - Es hätte so schön sein können. Giovanni Trapattoni lernt auf seine alten Tage noch eine neue Fremdsprache und hält eine weitere legendäre Wutrede mit seinem kargen Wortschatz im neuen Idiom.

Trapattoni, Giovanni, Irland
© Getty

Wie "Sky Sports" und mehrere italienische Medien berichteten, stünde der 68-Jährige in Verhandlungen mit dem irischen Fußballverband über den Posten des Nationaltrainers.

Trapattoni, dessen Vertrag zum Saisonende bei Red Bull Salzburg ausläuft, scheint aber keine Lust auf Englisch zu haben und dementierte die Meldungen umgehend.

"Ich bewundere den Einfallsreichtum mancher Fußball-Manager", sagte der Maestro. "Vor zwei Wochen war ich schon in Afrika, vergangene Woche in England und jetzt werde ich mit Irland in Verbindung gebracht. Ich bin gespannt, wo ich nächste Woche sein werde", sagte er der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Venables ein Kandidat

Irlands Interimscoach Don Givens zeigte sich gegenüber der "Irish Times" wenig erfreut über die Spekulationen. "Ich habe gehört, dass er einer der neuen Favoriten ist, aber wie viele werden wir noch haben?", meinte Givens, der gemeinsam mit Don Howe und Ray Houghton das Auswahlkomitee für den Teamchef-Posten bildet. "Wir haben noch nicht mit Trapattoni gesprochen."

Bisher galt der ehemalige englische Teamchef Terry Venables als aussichtsreichster Kandidat auf den seit der Entlassung von Steve Staunton vakanten Posten. Beim ungeliebten Nachbarn in England versucht man seine Probleme in der Nationalmannschaft schließlich mit Trapattonis Landsmann Fabio Capello zu lösen.

Da es aber noch zehn Tage bis zur Premiere von Capello sind, steht die Premier League im Fokus und dort vor allem die Wechsel kurz vor Schließung des Transferfensters.

Tottenham holt Alan Hutton: Nach mehreren Anläufen haben die Tottenham Hotspur endlich Alan Hutton von den Glasgow Rangers unter Vertrag nehmen können. Der 23-jährige Rechtsverteidiger unterschreibt einen Vierjahresvertrag und kostet die Spurs neun Millionen Pfund (ca. 12 Millionen Euro).

Hutton hatte zuvor immer wieder die Angebote der Spurs abgelehnt. Die neue Offerte konnte er aber nicht ausschlagen. "Es war eine sehr schwere Entscheidung für Alan. Er hatte viele schlaflose Nächte", sagte sein Teamkollege Chris Burke. "Geld ist nicht alles, du musst glücklich sein. Er musste an seine Familie und an seine Freunde denken. Ich hoffe er macht das, was er will", so Burke weiter.

Rangers-Coach Walter Smith bestätigte, dass die Spurs sich schon lange mit den Rangers geeinigt hätten, aber Hutton sich nicht sofort für einen Wechsel entscheiden konnte. "Er wollte sich absolut sicher sein, dass es die richtige Entscheidung und der richtige Moment ist, deshalb hat er sich so lange Zeit gelassen", meinte Smith.

Boateng wohl zu Villa: Wie "Sky Sports" berichtet steht Kevin-Prince Boateng kurz vor einem Wechsel zu Aston Villa. Der deutsche U-21-Nationalspieler war erst vor der Saison für 7,4 MiIlionen Euro zu den Tottenham Hotspur gewechselt, konnte sich dort aber keinen Startplatz erkämpfen und stand nur dreimal in der Startformation. Boateng muss nur noch den medizinischen Check bestehen.

Manchester City auf Stürmersuche: Manchester City ist weiter auf der Suche nach einem Stürmer. Nachdem Sven-Göran Eriksson Lukas Podolski nicht von den Bayern loseisen konnte, bieten die Citizens laut "Daily Mail" nun fünf Millionen Pfund (ca. sieben Millionen Euro) für Benjani Mwaruwari vom FC Portsmouth.

Falls der Wechsel nicht klappen sollte, soll auch Miguel Angel Angulo vom FC Valencia ein Thema sein.

Chelsea holt sich Abfuhr: Auch der FC Chelsea soll sich nach der Verpflichtung von Nicolas Anelka um einen weiteren Stürmer bemühen. Wie der "Corriere dello Sport" berichtet, haben die Blues 15 Millionen Pfund (ca. 20 Millionen Euro) für Amauri von US Palermo geboten haben.

Palermos Präsident Maurizio Zamparini hat das Angebot allerdings abgelehnt und mindestens 18 Millionen Pfund (ca. 24 Millionen Euro) gefordert. Am 27-Jährigen sollen auch Real Madrid, Barcelona, Liverpool und Juventus Turin Interesse haben.

SPOX

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