Fussball

Handgranate am Fanhaus von den Haag sorgt für Aufregung

SID
ADO Den Haag wurde 1905 gegründet.

Am Fanhaus des niederländischen Erstligisten ADO Den Haag wurde eine Handgranate gefunden. Ein Angestellter des Unterstützungsheimes entdeckte den an die Eingangstür gehängten Sprengstoff am Dienstagmorgen gegen 10.30 Uhr.

Die niederländische Sprengstoffabwehr hat die Handgranate mittlerweile entfernt. Die Umgebung musste zwischenzeitlich für einige Stunden gesperrt werden. Da auch das Trainingsgelände von ADO in der Nähe des Fanheims liegt, musste das gerade stattfindende Training des Tabellenzwölften der niederländischen Eredivisie zwischenzeitlich unterbrochen werden.

Den-Haag-Geschäftsführer Matthijs Manders zeigte sich gegenüber dem regionalen Radiosender Omroep West geschockt: "Jeden Tag passieren Dutzende von Fußgängern und Radfahrern unser Fanhaus, einschließlich der schulpflichtigen Jugendlichen. Es hätte Verletzte oder sogar Tote geben können."

Neben der Handgranate zierte ein Graffiti mit drei "X" die Eingangstür des Hauses. Die drei Kreuze könnten aus dem Amsterdamer Wappen stammen und damit ein Hinweis für eine mögliche Täterschaft verfeindeter Anhänger von Ajax Amsterdam sein.

Seit den 80er-Jahren kommt es zwischen den beiden Fanlagern immer wieder zu Unruhen. Deshalb sind bei Duellen beider Teams seit 2006 Gästefans ausgeschlossen. Die Attacke auf das Fanhaus könnte mit dem am Mittwoch anstehenden Champions-League-Viertelfinale zwischen Ajax und Juventus Turin zusammenhängen. Der harte Kern der ADO-Anhänger pflegt seit Jahren eine Fanfreundschaft mit den Italienern.

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