Schlaftrainer Nick Littlehales hilft Cristiano Ronaldo und Manchester United

CR7 und United: Das Geheimnis ihres Erfolgs

Von Jonas Rütten
Donnerstag, 19.10.2017 | 12:00 Uhr
Nick Littlehales betreute in seiner Karriere zahlreiche Stars, darunter auch Cristiano Ronaldo, Bradley Wiggins und die Triple-Mannschaft von Manchester United
Advertisement
Primera Division
Sa20:45
Atletico - Real: Wer siegt im Derbi madrileño?
J1 League
Kobe -
Hiroshima
Primera División
Getafe -
Alaves
Premier League
Arsenal -
Tottenham
Premiership
Ross County -
Celtic
Premier League
Liverpool -
Southampton
Championship
Reading -
Wolverhampton
Primera División
Leganes -
Barcelona
Ligue 1
PSG -
Nantes
Serie A
AS Rom -
Lazio
Premier League
Man United -
Newcastle
Primera División
Sevilla -
Celta Vigo
Championship
Fulham -
Derby County
Ligue 1
Dijon -
Troyes
Ligue 1
Guingamp -
Angers
Ligue 1
Straßburg -
Rennes
Ligue 1
Toulouse -
Metz
Premier League
Leicester -
Man City (DELAYED)
Eredivisie
Breda -
Ajax
Primera División
Atletico Madrid -
Real Madrid
Serie A
Neapel -
AC Mailand
Premier League
West Bromwich -
Chelsea (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Everton (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Malaga -
La Coruna
Serie A
Crotone -
Genua
Super Liga
Ivanjica -
Partizan
Championship
Leeds -
Middlesbrough
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Lokomotiva Zagreb
Ligue 1
Caen -
Nizza
Serie A
Benevento -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Juventus
Serie A
SPAL -
Florenz
Serie A
FC Turin -
Chievo Verona
Serie A
Udinese -
Cagliari
Primera División
Espanyol -
Valencia
Premier League
Zenit -
Tosno
Ligue 1
Lyon -
Montpellier
Premier League
Watford -
West Ham
First Division A
Brügge -
Waasland-Beveren
Superliga
Bröndby -
Nordsjaelland
Primera División
Las Palmas -
Levante
Serie A
Flamengo -
Corinthians
Primera División
Bilbao -
Villarreal
Serie A
Inter Mailand -
Atalanta
Ligue 1
Bordeaux -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Racing
Ligue 1
Amiens -
Lille
Serie A
Hellas Verona -
Bologna
Premier League
Brighton -
Stoke
Primera División
Eibar -
Real Betis
Copa Sudamericana
Libertad -
Independiente
Championship
Ipswich -
Sheffield Wed
Copa Libertadores
Gremio -
Lanus
Indian Super League
Chennai -
NorthEast United
Copa Sudamericana
Flamengo -
Junior
Indian Super League
Kerala -
Jamshedpur
Ligue 1
St. Etienne -
Straßburg
Premiership
Dundee -
Rangers
Premier League
West Ham -
Leicester
Primera División
Celta Vigo -
Leganes
A-League
FC Sydney -
Brisbane
Primera División
Alaves -
Eibar
Championship
Barnsley -
Leeds
Serie A
Bologna -
Sampdoria
Championship
Norwich -
Preston
Primera División
Real Madrid -
Malaga
Ligue 1
Rennes -
Nantes
Serie A
Chievo Verona -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
Hellas Verona
Premier League
Liverpool -
Chelsea
Primera División
Real Betis -
Girona
Championship
Sheff Utd -
Birmingham
Ligue 1
Caen -
Bordeaux
Ligue 1
Dijon -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Lille
Ligue 1
Troyes -
Angers
Premier League
Tottenham -
West Bromwich (DELAYED)
Primera División
Levante -
Atletico Madrid
Premier League
Swansea -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Man United -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Watford (DELAYED)
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
J1 League
Kashima -
Kashiwa
Primera División
La Coruna -
Bilbao
Eredivisie
Excelsior -
PSV
Premier League
Southampton -
Everton
Super Liga
Cukaricki -
Roter Stern
Ligue 1
Nizza -
Lyon
Serie A
Genua -
AS Rom
Serie A
AC Mailand -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Neapel
Primera División
Real Sociedad -
Las Palmas
Ligue 1
Marseille -
Guingamp
Premier League
Huddersfield -
Man City
Serie A
Lazio -
Florenz
Primera División
Villarreal -
Sevilla
Premier League
Burnley -
Arsenal (DELAYED)
First Division A
Brügge -
Zulte-Waregem
Primera División
Valencia -
Barcelona
Serie A
Juventus -
Sampdoria
Ligue 1
Monaco -
PSG
Primeira Liga
Benfica -
Setubal
Superliga
River Plate -
Newell's Old Boys
Premier League
Spartak -
Zenit
Serie A
Atalanta -
Benevento
Championship
QPR -
Brentford
Primera División
Espanyol -
Getafe
Ligue 1
Amiens -
Dijon
Ligue 1
Straßburg -
Caen
Coppa Italia
Sampdoria -
Pescara
Ligue 1
Bordeaux -
St. Etienne
Premier League
Watford -
Man United
Copa del Rey
Real Madrid -
Fuenlabrada
Premier League
Brighton -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
West Bromwich -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Tottenham (DELAYED)
Copa Sudamericana
Independiente -
Libertad
Coppa Italia
Chievo Verona -
Hellas Verona
Ligue 1
Angers -
Rennes
Ligue 1
Guingamp -
Montpellier
Ligue 1
Lyon -
Lille
Ligue 1
Metz -
Marseille
Ligue 1
Nantes -
Monaco
Ligue 1
Toulouse -
Nizza
Copa del Rey
Barcelona -
Murcia
Premiership
Rangers -
Aberdeen
Cup
Anderlecht -
Lüttich
Ligue 1
PSG -
Troyes
Premier League
Stoke -
Liverpool
Copa del Rey
Atletico Madrid -
Elche
Premier League
Bournemouth -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Arsenal -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Man City -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Swansea (DELAYED)
Copa Libertadores
Lanus -
Gremio
Indian Super League
Goa -
Bengaluru
Coppa Italia
Udinese -
Perugia
Copa del Rey
Villarreal -
Ponferradina
Cup
Zulte-Waregem -
Brügge
Coppa Italia
Genua -
Crotone
Copa Sudamericana
Junior -
Flamengo
Indian Super League
Jamshedpur -
Kalkutta
Serie A
AS Rom -
SPAL
Primeira Liga
Sporting -
Belenenses
Ligue 1
Dijon -
Bordeaux
Serie A
Neapel -
Juventus
Championship
Leeds -
Aston Villa
Primera División
Malaga -
Levante
Primeira Liga
Porto -
Benfica

Vor knapp 20 Jahren war Nick Littlehales Marketingchef einer großen Möbelhaus-Kette. Heute ist er einer der bekanntesten Schlaftrainer der Welt. Einer, dem die ganz Großen des Sports vertrauen. Denn Littlehales revolutionierte mit seiner Lehre vom "richtigen Schlaf" den Leistungssport und sagt mittlerweile sogar Cristiano Ronaldo, wann er ins Bett gehen soll.

England gegen Ende der 1990er Jahre, irgendwo in Oldham: Nick Littlehales ist Marketingchef von Slumberland's, einem namhaften Fachgeschäft für Schlafzimmereinrichtungen. Weil sein Unternehmen zu dieser Zeit Sponsor des damaligen Premier-League-Klubs Oldham Athletic ist, wird er zu einer Filmpremiere eingeladen.

Dort trifft er 1998 auf einen Trainer, der den Ruf genießt, einen autoritären und konsequenten Führungsstil zu pflegen, für den Erfolg von Manchester United aber auch bereit ist, unkonventionelle und neue Wege zu gehen. Nicht nur für Littlehales und Sir Alex Ferguson hat das Treffen an diesem Tag etwas Schicksalhaftes an sich.

Denn 20 Jahre später sind Sir Alex und die "Class of 92" Legenden des europäischen Vereinsfußballs, Cristiano Ronaldo ist der amtierende Weltfußballer und Bradley Wiggins wurde nach seinem Sieg bei der Tour de France 2012 von Queen Elizabeth II zum Ritter geschlagen. All diese Größen des Sports haben in Littlehales ihren gemeinsamen Nenner.

Sie alle gingen bei ihm in die Lehre. Nicht wegen der Perfektionierung einer Direktabnahme in den Winkel oder dem idealen Tritt in die Pedale, um auch noch die letzte Zehntelsekunde Vorsprung herauszuholen. Das interessiert den Schlaftrainer nicht. Littlehales erweiterte das Streben nach Leistungsoptimierung im Sport um einen Faktor, den zum damaligen Zeitpunkt noch niemand so wirklich auf der Rechnung hatte.


Littlehales: "Schlaf kann alles beeinflussen"

"Viele Klubs investieren Millionen in ihre Spieler, beziehen dabei aber nicht ihre Schlafgewohnheiten mit ein", sagt Littlehales. Fußballer seien oftmals junge Männer, die ihr Zuhause verließen, ohne zu wissen, wie sie mit ihren Alltagsroutinen und den physischen und mentalen Anforderungen ihres Sports umgehen könnten: "Schlaf kann alles beeinflussen. Die Leistung, die Energie, den mentalen Fokus und die Konzentration."

Littlehales ist ein Verfechter der Theorie des Polyphasischen Schlafs. Ein Schlafmuster, bei dem der Schlafbedarf durch mindestens drei Phasen am Tag gedeckt werden soll. Littlehales ordnet für seine Klienten - zu denen heute unter anderem die Radprofis vom Team Sky und die Stars von Manchester City zählen - gar fünf Schlaf-Einheiten zu je 90 Minuten an.

Der Grund dafür klingt logisch: Für den 56-Jährigen geht es darum, seinen Sportstars dabei zu helfen, durch Schlaf zum richtigen Zeitpunkt auf dem Zenit ihrer Leistungsfähigkeit zu stehen und sich anschließend am besten erholen zu können. Folgt man der Theorie des Schlaftrainers, ist das durch den weit verbreiteten Mythos des durchgängigen Acht-Stunden-Schlafs schier unmöglich.

Denn dieser führe beispielsweise dazu, dass Menschen, die im Büro arbeiten, zwischen 13 und 15 Uhr die geringste Produktivität aufwiesen. 13 und 15 Uhr, das sind mit Blick auf die Anstoßzeiten nicht gerade die unwichtigsten Termine für einen Profifußballer in der Premier League.

Und genau dort begann für Littlehales eine Traumreise, die ihn unter anderem über Manchester und London bis in die Schlafgemächer von Cristiano Ronaldo führte. Denn seine Arbeit besteht zu großen Teilen aus persönlichen Hausbesuchen, der Analyse vor Ort und der Beratung.

Die Akte Pallister und die "Class of 92"

Rückblickend betrachtet verdankt Littlehales seine Karriere als "Elite Sports Sleep Coach" besonders Sir Alex Ferguson und der Offenheit der damaligen Führungsspieler von Manchester United wie Ryan Giggs, Paul Scholes und David Beckham: "Jeder andere Klub, jeder andere Trainer, jede andere Gruppe von Spielern hätte das vermutlich nicht mitgemacht. Aber die 'Class of 92' wollte alles tun, um ihr Spiel zu verbessern."

Der Dank sollte speziell aber auch an Gary Pallister gelten - oder vielmehr dessen Rücken. Der Innenverteidiger haderte 1998 mit chronischen Rückenproblemen. Eine OP schien unausweichlich, bis Littlehales Sir Alex in einem Brief eine andere Lösung vorschlug.

"Er schlief auf einer steinharten Matratze. Das habe ich geändert und obwohl das nicht alle Beschwerden kuriert hat, half es enorm", analysiert Littlehales die Situation von damals. Die Krankenakte Pallisters war seine Eintrittskarte ins Profigeschäft.

Die Red Devils hielten an Littlehales fest und revolutionierten auch mit seiner Mithilfe die Trainingsmethoden im englischen Profifußball. Während die Mannschaft zweimal am Tag trainierte, kümmerte sich Littlehales um die Erholungsphasen der Spieler zwischen den Einheiten in einem extra eingerichteten Raum. Der Erfolg gab ihm und United Recht: Manchester holte 1998/1999 das Triple und "Fergie's Fledglings", Fergies Grünschnäbel, trugen sich in die Geschichtsbücher ein.

Seite 1: Littlehales über die Bedeutung von Schlaf und die "Class of 92"

Seite 2: Das Lachen der Gunners und Littlehales Ziele

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung