Skandal bei der FIFA

Mut zum Boykott

Mittwoch, 27.05.2015 | 18:13 Uhr
Sepp Blatter ist seit 1998 Präsident des Fußballweltverbandes FIFA
© getty
Advertisement
Serie A
Hellas Verona -
Benevento
Premier League
Leicester -
West Bromwich
Primera División
Las Palmas -
Celta Vigo
Serie A
Corinthians -
Gremio
Ligue 1
Saint-Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
Sydney FC -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea – Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Brom
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter
Primeira Liga
Porto -
Pacos de Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Fiorentina
Serie A
Milan -
Genua
Serie A
Ferrara -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit St Petersburg
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolves
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nice
Championship
Leeds -
Sheff Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Arsenal v
Swansea
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
Eindhoven
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
Saint-Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano

Zwei Tage vor dem Kongress der FIFA werden bedeutende Funktionäre festgenommen. Die FIFA verkauft aber weiter ihr ganz eigenes Bild und stellt Präsident Sepp Blatter als Saubermann und Aufklärer dar. Die Vorgänge in Zürich zeigen: So ist Blatter nicht beizukommen. Der Schlüssel liegt bei der UEFA und einer drastischen Maßnahme. Ein Kommentar von SPOX-Redakteur Andreas Lehner.

So hatte sich Sepp Blatter das vorgestellt. Die Welt blickt nach Zürich. Nur der Anlass kann dem FIFA-Präsidenten nicht gefallen. Festnahmen von mehreren Spitzenfunktionären und eine an Schönrednerei nicht zu überbietende Pressekonferenz des Medienchefs haben die Aufmerksamkeit in die Schweiz gelenkt - zwei Tage vor dem eigentlichen Höhepunkt. Am Freitag will sich Blatter unter den Augen der Weltöffentlichkeit erneut mit den Stimmen diverserer Zwergstaaten zum Präsidenten wählen lassen.

Selbst nach den Vorgängen vom Mittwoch scheint dieses Szenario noch immer wahrscheinlich. Zumindest hat die FIFA keinerlei Anstalten gemacht, von ihrem Programm abzurücken. Der Präsident habe zwar nicht in seinem Büro getanzt, aber er sei entspannt und ruhig und sehe zu, was passiert.

Es ist das alte Prinzip des Aussitzens, mit dem Blatter schon so einige Krisen und Skandale in der FIFA überlebt habt. Auch dieses Mal vertraut er dieser Methode - und wenn nicht alles täuscht, wird er damit wieder Erfolg haben.

Die Reaktionen aus den FIFA-kritischen Ländern folgten dem zu erwartenden Muster. Blatter müsse als Präsident die Verantwortung übernehmen, der Kongress könne am Freitag nicht nach dem ursprünglichen Plan ablaufen und an eine Wahl sei eigentlich nicht zu denken. Indirekt wurde Blatter von vielen Funktionären zum Rücktritt aufgefordert.

In einer normalen Welt wäre ein Rücktritt Blatters auch unausweichlich, aber es geht hier um die FIFA, die oft genug bewiesen hat, dass sie sich wenn nötig ganz einfach ihre eigene Welt bastelt. Auch die Verantwortlichen in Europa wissen, dass sie Blatter trotz der immer größer werdenden Skandale so nicht loswerden. Die FIFA argumentiert mit dem bizarren Saubermannimage des Schweizers. Immerhin sei dieser nicht angeklagt und es werde auch nicht gegen ihn ermittelt. Viele kleinere Verbände, die von Blatter immer wieder mit Spenden bedacht werden, folgen dieser hanebüchenen Argumentation. Der afrikanische Kontinentalverband (CAF) - mit 54 Mitgliedsstaaten die größte Konföderation - hat Blatter seine Gefolgschaft schon zugesichert.

Blatter ist weder am Freitag noch bei einer Wahl zu einem späteren Zeitpunkt zu verhindern. Den Schlüssel für ein Ende des Schweizer Paten an der Spitze des Weltverbandes haben nach wie vor die europäischen Mitgliedsstaaten in der Hand. Große Verbände wie der DFB, die englische FA oder die französische FFF müssen sich ernsthaft mit einem Boykott der Weltmeisterschaften beschäftigen.

Eine WM ohne die großen Vertreter aus Europa würde dem Produkt WM als Wirtschaftsfaktor Nummer eins der FIFA schaden. Das wäre auch zum Nachteil der Steigbügelhalter Blatters und könnte zu einem Umdenken führen. Aber noch fehlt den Verbänden bisher der Mut.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung