FIFA-Reformer Pieth sieht nur die beiden Handlungsoptionen

Garcia zwischen Rücktritt und Verrat

SID
Montag, 17.11.2014 | 19:43 Uhr
Mark Pieth sieht für FIFA-Ermittler Michael Garcia nur zwei Optionen
© getty
Advertisement
Ligue 1
Live
Montpellier -
Nizza
Premier League
Live
Southampton -
Newcastle
Premier League
Live
Zenit -
Tula
First Division A
Live
Oostende -
Brügge
Primera División
Live
Malaga -
Leganes
Primera División
Real Betis -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
AC Mailand
Ligue 1
Straßburg -
Marseille
Superliga
River Plate -
Tucuman
Serie A
Hellas Verona -
Benevento
Premier League
Leicester -
West Bromwich
Primera División
Las Palmas -
Celta Vigo
Serie A
Corinthians -
Gremio
Ligue 1
Saint-Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
Sydney FC -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea – Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Brom
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter
Primeira Liga
Porto -
Pacos de Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Fiorentina
Serie A
Milan -
Genua
Serie A
Ferrara -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit St Petersburg
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolves
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nice
Championship
Leeds -
Sheff Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Arsenal v
Swansea
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham

Die FIFA ist in der Krise durch die Korruptionsvorwürfe bei den WM-Vergaben 2018 und 2022 auch am Montag auf Tauchstation geblieben. Die meisten Handlungsoptionen zur Lösung der Probleme werden derzeit ohnehin den europäischen Verbänden und besonders Chefermittler Michael J. Garcia zugeschrieben.

Europa und Sonderermittler Michael J. Garcia rücken in der schweren Krise des Fußball-Weltverbandes FIFA verstärkt in die Rolle von Hoffnungsträgern. Nach dem Szenario einer Abspaltung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) durch Deutschlands Liga-Präsident Reinhard Rauball erhöhte Englands Ex-Verbandschef David Bernstein mit dem Vorschlag eines kollektiven WM-Boykotts der Europäer den Druck auf die weiter abgetauchten FIFA-Bosse um den angezählten Präsidenten Joseph S. Blatter. Garcia wird unterdessen immer stärker zur eigenmächtigen Veröffentlichung seiner von der FIFA unverändert geheim gehaltenen Erkenntnisse über Manipulationen bei den WM-Vergaben 2018 und 2022 gedrängt.

Unabhängig von den Turbulenzen rund um den Zürcher FIFA-Palast kommt womöglich auch bald Licht in die seit dem Wochenende kursierenden Spekulationen über weitere Garcia-Ermittlungen gegen das deutsche Idol Franz Beckenbauer. FIFA-Spruchkammerchef Hans-Joachim Eckert rechnet jedenfalls zeitnah mit Anklageschriften von Garcia gegen Einzelpersonen wegen Verstößen gegen den FIFA-Ethikcode. "Ich bin sicher, dass in absehbarer Zeit etwas kommt. Dann entscheide ich, ob ich das Verfahren annehme und eröffne", sagte der Münchner Richter zu Sport Bild plus.

"Guter Moment für Rücktritt"

Garcia, der nach Angaben des Fachmagazins kicker für seine bisherige FIFA-Tätigkeit seit 2012 gut acht Millionen Dollar erhalten haben soll, hat jedoch nach Ansicht des früheren FIFA-Reformers Mark Pieth (Schweiz) derzeit wichtigere Überlegungen im Sinne der eigenen Glaubwürdigkeit anzustellen. Der Basler Governance-Experte, der die Ethikkommission in ihrer derzeitigen Form bei der FIFA etablierte, sieht für den ehemaligen US-Bundesanwalt momentan offenbar nur Rücktritt oder Verrat als realistische Optionen. In der US-Zeitung USAToday wird Pieth allerdings mit seiner Hoffnung zitiert, dass Garcia den über 400 Seiten umfassenden Bericht über seine Ermittlungsergebnisse auf Umwegen in die Öffentlichkeit lancieren wird.

"Es wäre jetzt sicher auch ein guter Moment für einen Rücktritt. Aber hoffentlich wird er seinen Bericht durchsickern lassen", wird Pieth von "USAToday" wiedergegeben: "Wir müssen seine Erkenntnisse einfach haben, und meine Erfahrung ist, dass in den USA alles irgendwie durchsickert, wenn das helfen kann." An Garcias Protest bei der FIFA gegen die Wertung seiner Ermittlung durch Spruchkammer-Chef Hans-Joachim Eckert (München) knüpft Pieth keine allzu hohen Erwartungen: "Ich habe keine große Hoffnungen. Mir wäre lieber, die weltweite Meinung wäre der Richter, denn wir wollen Garcias Bericht sehen."

Fast wie "das frühere Sowjetreich"

Nicht mehr an der FIFA-Spitze sehen will Bernstein den umstrittenen Blatter. "England hat in und mit der UEFA die Kraft, Einfluss auf die FIFA zu nehmen, aber um das tun zu können, müsste man mit dem Boykott der kommenden WM drohen, bis angebrachte Reformen inklusive Blatters Verzicht auf eine weitere Amtszeit von der FIFA umgesetzt sind", sagte der ehemalige FA-Chef in einem "BBC"-Interview. Die FIFA erinnere ihn "ein bisschen an das frühere Sowjetreich, in dem jeder Kritiker unterdrückt wurde. Das klingt drastisch, aber es wird seit Jahren nicht besser, es wird schlimmer und schlimmer".

Bernstein setzt angesichts der unterschiedlichen Positionen in der UEFA seine Hoffnungen besonders auf die großen Nationen in Europa. "Die UEFA hat über 50 Mitgliedsverbände und vor allem starke Länder wie Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich und die Niederlande. Ohne diese Länder kann man kein ernsthaftes WM-Turnier absolvieren. Diese Länder haben deswegen auch die Macht, bei der FIFA Einfluss zu nehmen, wenn sie auch den Willen dazu haben", betonte der 71-Jährige.

Dyke mit Brief an Mitglieder

Aber nicht nur Berstein erhöhte den Druck aus England. Der amtierende FA-Boss Greg Dyke forderte in einem Brief an die Mitglieder der FIFA-Exekutive erneut die vollständige Veröffentlichung des Garcia-Reports. "Wir können so nicht weitermachen. Vollständige Transparenz ist erforderlich, wenn die Handlungen all derjenigen, die sich um die WM 2018 beworben haben, fair beurteilt werden sollen", schrieb Dyke.

Es bestehe "dringender Handlungsbedarf wenn das Vertrauen in die FIFA in England wieder aufgebaut werden soll", ergänzte Dyke: "Dieser Prozess sollte mit der vollständigen Veröffentlichung des Berichts von Herrn Garcia starten."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung