Nach den Krawallen in Moskau

Medwedew: Reaktion auf Krawalle

SID
Montag, 13.12.2010 | 17:44 Uhr
Die Ausschreitungen fanden im Rahmen eines Gedenkmarsches statt
© sid
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Russlands Präsident Dmitri Medwedew hat nach den Krawallen am Samstag in Moskau Konsequenzen angedroht: "Wer unser Ansehen besudelt, muss mit einer Strafe rechnen."

Zwei Tage nach den Krawallen am Rande einer nicht genehmigten Fußball-Kundgebung in Moskau hat Russlands Präsident Dmitri Medwedew versprochen, dass die zuständigen Behörden entsprechend reagieren werden. "Wir werden uns der Angelegenheit annehmen. Wer unser Ansehen besudelt, muss mit einer Strafe rechnen. Da können sie sicher sein", sagte Medwedew über das Online-Netzwerk Twitter.

In einem Fernseh-Interview führte der Präsident weiter aus: "Besonders gefährlich sind Maßnahmen, die Feindschaft und Hass aus rassistischen, ethnischen oder religiösen Gründen schüren. Dies bedroht die Stabilität des Staates." Medwedew will deshalb die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.

Am Samstag waren es in der Nähe des Kreml bei einem Gedenkmarsch, der an einen getöteten Fan erinnern sollte, zu Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern von Spartak Moskau und Ordnungskräften des Innenministeriums gekommen war. Der 28 Jahre alte Spartak-Fan Jegor Swiridow war vor Wochenfrist erschossen worden. Die Verdächtigen in dem Mordfall sollen aus dem Kaukasus stammen.

Auch Unbeteiligte wurden attackiert

Auch einige Personen kaukasischer Herkunft, die sich in der Nähe der Kundgebung aufhielten, sollen nach Zeugenaussagen verletzt worden sein. Die Demonstranten skandierten nationalistische Parolen wie "Moskau ist eine russische Stadt".

Laut Augenzeugenberichten wurden Unbeteiligte von einigen der Kundgebungsteilnehmer attackiert. Die staatlichen Sicherheitskräfte, die einschritten, wurden gleichfalls angegriffen. Es gab Schlägereien, außerdem bewaffneten sich die Hooligans mit Stangen.

Moskau war zuletzt wiederholt Ort von rassistisch motivierter Gewalt. Immer mehr Personen aus dem Kaukasus oder anderen verarmten ehemaligen Sowjetrepubliken aus dem Osten strömen in Richtung Hauptstadt.

Am 2. Dezember hatte Russland bei der Vergabe der Weltmeisterschaft 2018 vom Weltverband FIFA den Zuschlag erhalten.

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