International: Blitzlichter aus Europa

Berbatow: Der Killer im Schaukelstuhl

SID
Montag, 29.11.2010 | 14:25 Uhr
Der lässigste Torjäger Englands: Manchester Uniteds Dimitar Berbatow traf gleich fünf Mal
© Getty
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Manchesters Bulgare trifft im Seidenpyjama. Francesco Caputo trifft für den AS Bari und streckt beim Jubel Nicola Belmonte nieder. Real Madrids Bus wird von Barcelonas Fans mit Steinen beworfen und in Bologna gab es eine Schneeballschlacht statt Fußball.

Dies und mehr wie immer montags in den Blitzlichtern aus Europa - zusammengetragen von unseren Korrespondenten vor Ort.

Serie A

Von Oliver Birkner

Caputo - Der Stier auf Ecstasy: Baris Francesco Caputo erzielte beim 1:1 gegen Cesena seinen ersten Serie-A-Treffer. Das wäre allein jetzt nicht gerade eine Bomben-Meldung. Er feierte das Tor jedoch wie ein Stier auf Ecstasy. Leider kam ihm dabei Teamkollege Nicola Belmonte in die Quere, der Caputo umarmen wollte, dabei eine Faust-Ellbogen-Kombination an Schläfe und Auge einstecken musste und K.o. zu Boden sackte. Trainer Giampiero Ventura lobte seinen Stürmer anschließend: "Das hat er richtig gut gemacht. In den letzten Wochen beklagten wir im Schnitt drei Verletzte pro Partie - zu jenem Zeitpunkt hatten wir erst zwei." Tor erzielt und Statistik gerettet - ein glatter Einser für Caputo!

"Erstes Mal" für Giuseppe Meazza: Das altgediente Stadio San Siro hat fraglos schon viel gesehen, durfte am Sonntag aber noch einmal in den Genuss eines "ersten Mals" kommen: Denn seit der Einweihung am 19. September 1926 wurde im Meazza wurde noch nie eine Partie um 12.30 Uhr angepfiffen (Inter schlug Parma 5:2). Die neue Anstoßzeit stößt bei den Tifosi auf wenig Gegenliebe und unter der Woche sind weitere Fanproteste angekündigt. Denn nach Coppa Italia und Europa League von Dienstag bis Donnerstag wird die Serie A zum ersten Mal in ihrer über 100-jährigen Geschichte einen Spieltag über vier Tage strecken (Freitag 20.45 Uhr, Samstag 18, 20.45 Uhr, Sonntag 15, 20.45 Uhr, Montag 20.45 Uhr), ehe es dann bereits wieder nahtlos in die Champions League übergeht. Manch Zuschauer muss wohl im Stadionheft überprüfen, welchem Wettbewerb er gerade beiwohnt.

Schneeballschlacht statt Fußball: Während die Kapitäne von Bologna und Chievo zusammen mit dem Referee am Sonntagnachmittag über Anpfiff oder nicht diskutierten, hatten die restlichen Akteure und Zuschauer ihren Heidenspaß. Im weißen Gestöber lieferten sie sich rasante Schneeballschlachten. Fußball gespielt wurde später allerdings nicht, es war die erste Absage der laufenden Saison. Der Wintereinbruch war zwar bereits am Samstag vorhergesagt worden, im Stadion befanden sich jedoch ärmliche 15 Räumungskräfte. Sinnbildlich für Bolognas chaotischen Zustand - der Verein hat seit Juli keine Gehälter überwiesen und steht aktuell wieder zum Verkauf, und zwar durch den Unternehmer Sergio Porcedda. Der hatte Bologna im Sommer anhand ungedeckter Bankbürgschaften übernommen, zahlte bislang noch nicht einen Cent in die Kassen und darf den Klub zur Belohnung nun sogar wieder veräußern. Ein großes Kompliment an die Liga, die den Deal abgesegnet hatte. Rund 200 Kilometer nördlich wurde die Rutsch-Partie zwischen Brescia und Genua auf schneebedecktem Rasen am Rande der Legalität übrigens ausgetragen, wobei der Referee gegen Paragraph 1 des Regelwerks verstieß: den gesunden Menschenverstand. Zumindest kassierten die Arbeitnehmer dafür ihren Lohn, hat ja schließlich auch was.

 

Premier League

Von Rapahael Honigstein

Berbatow im Seidenpyjama: "Dimitar Berbatow kann Spieler des Jahres werden!", diese gewagte These vertrat Inters Lucio Anfang der Saison. Oder auch nicht. Denn das Interview mit dem Brasilianer, in dem er interessanterweise ganze Passagen von Berbatows Wikipedia-Eintrag zitierte, entpuppte sich genau wie weitere "exclusives" mit Top-Stars (Xavi, Özil, Messi, Casilas etc) im "Daily Star on Sunday" als reine Erfindung von Ben Fairthorne. Der einfallsreiche Jorunalist hat sich mittlerweile nach Kolumbien abgesetzt. Schade, dass Berbatow sich nach seinen sechs Toren im Sommer gut zwei Monate für die nächsten Tore - fünf gegen Blackburn - Zeit ließ, sonst hätte das mit dem Goldenen Ball möglicherweise wirklich was werden können. Andererseits wurde aber noch nie ein Spieler gewählt, der Tore erzielt "als ob er im Seidenpyjama im Schaukelstuhl sitzt und Tauben abknallt", wie die "Sunday Times" voller Bewunderung schrieb.

Maulkorb für Londoner Journalisten: Warum Chelseas-Assistenztrainer Ray Wilkins gegen den Willen von Carlo Ancelotti gefeuert wurde, ist immer noch nicht raus. Offiziell sagt der Verein, dass der 54-Jährige als Verbindungsmann zwischen Ancelotti "seine Rolle erfüllt" habe und somit nicht mehr weiter beschäftigt werden muss. Inoffiziell war von einem heftigen Streit zwischen dem Glatzkopf und der Führungsetage vor dem Champions-League-Auswärtsspiel in Moskau zu hören. Noch inoffizieller wurden unter der Woche Londoner Journalisten gewarnt, dass sie sich auf saftige Klagen einstellen können, falls sie über ein böses Gerücht berichten würden. Es ging dabei, so viel sei verraten, um ein für englische Profis und Ex-Profis nicht ganz untypisches Fehlverhalten.

Gepard trifft gegen Toffees: "Paul Scharner bewegt", heißt es auf der Internetseite des Österreichers, das stimmt jetzt wieder. Der 30-jährige Mittelfeldspieler erzielte beim 4:1-Auswärtssieg über den FC Everton sein erstes Saisontor für West Bromwich Albion. Kurioserweise war es schon der fünfte Treffer (von 15 in der Premier League), der dem selbsterklärten "Geparden" gegen die Toffees gelang. "Ein schöner Rekord", sagte Scharner, "vielleicht werden sie im Goodison Park bald eine Tribüne nach mir benennen". Das ist allerdings eher unwahrscheinlich.

 

Primera Division

Von Paula Villamarin Temperan

Wehe, wenn er los gelassen: Bei Atletico-Coach Quique Flores konnte man am Samstagabend deutlich das Weiße in den Augen sehen, als der Trainer Espanyol-Stürmer Luis Garcia in den Schlussminuten der Partie an den Kragen wollte und nur durch massivem Einsatz mehrerer Spieler von seiner Lynch-Mission abgehalten werden konnte. Aber was war passiert? Garcia hatte angeblich einem Teamkollegen, der in einen Zweikampf an der Seitenlinie verwickelt war, geraten, doch lieber innerhalb der Linie liegen zu bleiben und von dort um ärztlichen Beistand zu bitten (Espanyol führte 3:2), damit das Spiel weiter verzögert werde. Flores verlor darauf hin ein bisschen die Contenance und wurde auf die Tribüne geschickt. Weil der Coach nach Abpfiff erneut kamikazemäßig aufs Spielfeld rannte und nur von den starken Armen von Espanyol-Keeper Carlos Kameni zurückgehalten werden konnte, droht Flores nun eine empfindliche Strafe der Liga. Sein Entschuldigungsgrund klingt jedoch sehr ehrbar: "Ich mag es nicht, wenn man Atletico lächerlich macht."

Scherben bringen Glück: Die Spiele am Wochenende waren natürlich nur Aufwärmprogramm für den clasico am Montagabend. Einige Barca-Fans nahmen das mit der sportlichen Rivalität jedoch zu ernst und bewarfen den Real-Bus auf dem Weg zum Hotel mit Steinen. Eine Scheibe ging zu Bruch, ein Sicherheitsbeamter wurde am Rücken und am Kopf getroffen, Raul Albiol und Alvaro Arbeloa kamen hinter dem kaputten Glas mit dem Schrecken davon. Kurz zuvor hatte Arbeloa noch vom "beeindruckenden Empfang" am Flughafen getwittert, wo rund 2000 Barca-Anhänger Nettigkeiten mit dem Real-Tross ausgetauscht hatten. Ob am Montagabend auch wieder ein Schweinekopf fliegt? Jose Mourinho ist nach seinem Jubellauf nach dem letztjährigen CL-Halbfinale jedenfalls nicht der beliebteste Mensch in Barcelona.

Grzimek lässt grüßen: Irgendwie aber auch kein Wunder, dass ein paar Idioten anhand der krassen medialen Aufblähung eines Fußballspiels zeitweise ihre gute Kinderstube vergessen. In ganz Spanien gibt es wohl keinen Ex-Profi mehr, der in der vergangenen Woche nicht zum Ausgang des clasicos befragt wurde. Und ist das menschliche Material rar, wird eben - ganz nach Vorbild von pulpo Paul - im Tierreich nachgefragt. So hakte der spanische Comedian Juan Solo (= ein lustiger Stefan Raab) in seiner Video-Kolumne auf "marca.com" einfach mal fiktiv bei Emu Paolo, Eichhörnchen Ricky, Gorilla Jose Luis, Braunbär Ataulfo, Pinguin Miguelito, Papagei Alfonso, Leguan Adelaida und Orang-Utan Edelmiro nach. Ergebnis: unentschieden. Wir gehen mal die Steinlaus fragen.

Erster Clasico für Özil im "falschen" Trikot

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