Donnerstag, 08.04.2010

Europa League, Viertelfinale, Rückspiel

Wolfsburg scheitert an Fulham

Der VfL Wolfsburg hat das Halbfinale der Europa League verpasst. Der deutsche Meister verlor zuhause gegen den FC Fulham mit 0:1 (0:1). Das Hinspiel in London hatten die Wölfe 1:2 verloren.

Bobby Zamora (r.) erzielte nach 22 Sekunden den Siegtreffer für Fulham in Wolfsburg
© Getty
Bobby Zamora (r.) erzielte nach 22 Sekunden den Siegtreffer für Fulham in Wolfsburg
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Vor 25.000 Zuschauern in der nicht ganz ausverkauften VW-Arena erzielte Bobby Zamora schon nach 22 Sekunden das Tor des Tages. "So wie wir aufgetreten sind, haben wir es auch nicht verdient, eine Runde weiterzukommen", sagte Zvjezdan Misimovic hinterher.

So diskutierten die mySPOX-User während des Spiels

Im Halbfinale trifft Fulham auf den Hamburger SV, der sich bei Standard Lüttich mit 3:1 durchsetzte. Das Hinspiel findet am 22. April in Hamburg statt.

Video von ran: Wolfsburg - Fulham: Die Highlights

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Madlung, Torschütze im Hinspiel, muss wegen einer Muskelverletzung passen. Für ihn verteidigt Simunek. Bei Fulham ersetzt Baird den verletzten Dempsey.

1., 0:1, Zamora: Horror-Start für den VfL. Zamora besorgt hier die Führung nach 22 Sekunden. Gera passt den Ball halbrechts am Strafraum auf Zamora, der lässt mit der Ballannahme Simunek aussteigen und schiebt den Ball mit links aus 12 Metern ins linke Eck. Sein 6. Europa-League-Treffer!

7.: Etuhu mit einer Flanke aus dem rechten Halbfeld. Gera kommt aus zentraler Position zum Kopfball, Pekarik kann ihn nicht entscheidend stören. Benaglio macht sich lang und dreht den Ball um den Pfosten.

11.: Riether sprintet gedankenschnell in einen Querpass von Murphy, drängt in den Sechzehner und legt ab auf Gentner. Der zielt direkt auf die untere rechte Ecke. Schwarzer wirft sich den Ball fast selbst ins Tor, hat aber Glück, dass der Ball am rechten Pfosten vorbei holpert.

35.: Köstner reagiert auf das schwache Spiel seiner Mannschaft und bringt Dejagah für Pekarik.

Halbzeit-Fazit: Ganz schwache erste Hälfte der Wölfe. Fulham führt verdient.

56.: Schäfer versucht's von halblinks aus 18 Metern. Der Ball wird noch leicht abgefälscht. Knapp am rechten Pfosten vorbei.

60.: Riesenchance für Zamora! Murphy hebt den Ball über die Abwehr und bringt so Zamora völlig frei vor Benaglio. Die Kugel springt ihm aber zu weit vom Fuß, Benaglio stürzt aus seinem Kasten und wehrt den Schuss ab.

75.: Misimovic bringt eine Ecke von rechts. Dzeko nimmt den Ball am Elfmeterpunkt volley. Schwarzer taucht ab und fischt den Ball aus der linken unteren Ecke.

76.: Davies vergibt die Entscheidung. Zamora bedient Davies von links. Der ist frei durch, scheitert aus zehn Metern aber am starken Benaglio.

82.: Nach einer Konchesky-Hereingabe von links kommt Murphy völlig frei aus sieben Metern zum Schuss. Barzagli rettet auf der Linie.

85.: Dzeko trifft nach einer verunglückten Kopfball-Abwehr von halblinks aus acht Metern nur den Pfosten, den Abpraller bringt Grafite irgendwie aufs Tor. Hangeland steht goldrichtig und kratzt den Ball von der Linie.

Fazit: Wolfsburg ohne Mumm und Biss. Fulham steht zu Recht im Halbfinale.

Der Star des Spiels: Brede Hangeland. 27 Pflichtspiele in Folge hatte Wolfsburg mindestens ein Tor erzielt. Fulham hatte Wolfsburgs Offensive um Dzeko und Grafite aber weitestgehend im Griff, was vor allem am Norweger lag. Hangeland war weder in der Luft noch am Boden zu überwinden. Rettete zudem gegen Grafites Schuss auf der Linie und verhinderte so ein Zitterspiel in der Schlussphase.

EL-Viertelfinale: Die Rückspiele
Standard Lüttich - Hamburger SV 1:3: Der HSV behält nach dem 2:1-Erfolg im Hinspiel auch in Lüttich einen kühlen Kopf und zieht verdient ins Halbfinale ein
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Ruud van Nistelrooy überließ das Toreschießen seinen Sturmkollegen Mladen Petric und Paolo Guerrero
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Bei Standardsituationen waren die Hausherren immer wieder brandgefährlich
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Gut, dass auf Mladen Petric (l.) Verlass war. Der Kroate schnürte einen Doppelpack, sehenswert war vor allem sein Traumtor per Fallrückzieher
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Wolfsburg - Fulham 0:1: Ashkan Dejagah stehen Wut und Verzweiflung ins Gesicht geschrieben. Der VfL verlor nach dem Hinspiel (1:2) auch das zweite Duell gegen Fulham
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Vielleicht lag's auch am "Maskottchen" der Cottagers. Hollywood-Schauspieler Hugh Grant (M), seit Kindertagen Fan des FC Fulham, war in Wolfsburg zu Besuch
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Fulham-Angreifer Bobby Zamora (l.) stellte seine Kaltschnäuzigkeit unter Beweis. 22 Sekunden nach Anpfiff netzte er zur 1:0-Führung ein
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Ein Schock, von dem sich der VfL das ganze Spiel lang nicht erholte. Für Edin Dzeko & Co sprangen erschreckend wenige Tormöglichkeiten heraus
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Auch Kapitän Josue lieferte eine seiner schwächeren Leistungen ab. Die Wölfe enttäuschten - den größten Erfolg der Vereinsgeschichte vor Augen - auf ganzer Linie
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Die Gurke des Spiels: Jan Simunek. Durfte für den verletzten Madlung in der Innenverteidigung ran, konnte ihn aber nicht ersetzen. War vor dem 0:1 viel zu weit von Zamora weg und ließ sich dann einfach austanzen. Wirkte über die gesamte Spielzeit nicht sicher und war im Spielaufbau nicht existent. Wurde in der 76. Minute gegen Rever ausgewechselt.

Die Pfeife des Spiels: Viktor Kassai. Hatte das Spiel jederzeit im Griff und leistete sich keinen Fehler. Verteilte seine Karten fast nur für unsportliches Verhalten (Ball wegschießen, Zeitspiel). Aber alle Verwarnungen waren vertretbar. Entschied bei den Toren von Grafite (erste Halbzeit) und Zamora (zweite Halbzeit) zu Recht auf Abseits.

Die Lehren des Spiels: Köstner forderte von seiner Mannschaft eine andere Anfangsphase als gegen Hoffenheim. Sein Team tat ihm den Gefallen nicht. Die Wölfe waren mit den Gedanken noch in der Kabine, da lagen sie schon hinten. Von diesem Schock erholte sich der VfL die gesamte erste Halbzeit nicht.

Der VfL leistete sich enorm viele Ballverluste und wusste sich oft nur mit langen Bällen zu helfen, die für Fulhams Defensive aber leichte Beute waren. Im Mittelfeld bekamen Josue und Kollegen kaum Zugriff auf ihre Gegenspieler, weil sie keine Kompaktheit in ihr Spiel brachten und die wichtigen Zweikämpfe verloren. Von einem Spielrhythmus konnten die Wolfsburger so nur träumen. Dafür mussten sie ihren Gegenspielern hinterher laufen.

Köstner gab seiner Mannschaft mit den Auswechslungen deutliche Zeichen für die Offensive, aber auch in der zweiten Hälfte brachte Wolfsburg keinen Zug ins Spiel und konnte kaum Druck aufbauen. Dass das Spiel lange offen blieb, lag einzig und allein an der schwachen Chancenverwertung der Cottagers.

Waren die Wolfsburg auf der Insel noch das deutlich bessere Team, erwischten sie im Rückspiel einen gebrauchten Tag. Das war auch gegen eine mittelmäßige englische Mannschaft deutlich zu wenig. Jetzt muss in der Bundesliga mindestens Platz sechs her, um nächstes Jahr wieder international zu spielen.

VfL Wolfsburg - FC Fulham: Daten und Fakten

Andreas Lehner / Pascal Jochem
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