Todesfall bei Boulahrouz

SID
Donnerstag, 19.06.2008 | 13:20 Uhr
boulahrouz
© Getty
Advertisement
Fed Cup Women National Team
So22.04.
Halbfinale! Kerber, Görges und Co. gegen Tschechien
Copa del Rey
Live
FC Sevilla -
FC Barcelona
Primeira Liga
Live
Estoril -
Benfica
Primera División
Girona -
Espanyol
Serie A
Cagliari -
Bologna
Premier League
Arsenal -
West Ham
Ligue 1
Nizza -
Montpellier
Serie A
Udinese -
Crotone
Serie A
Chievo Verona -
Inter Mailand
Serie A
Lazio -
Sampdoria
Serie A
Atalanta -
FC Turin
Premier League
ZSKA Moskau -
FK Krasnodar
Primera División
Malaga -
Real Sociedad
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
St. Etienne -
Troyes
Premier League
Man City -
Swansea
First Division A
Brügge -
Lüttich
Primera División
Las Palmas -
Alaves
Premier League
Stoke -
Burnley (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Real Betis
Serie A
Juventus -
Neapel
Ligue 1
Bordeaux -
PSG
Superliga
Boca Juniors -
Newell's Old Boys
Serie A
CFC Genua -
Hellas Verona
Premier League
Everton -
Newcastle
Primera División
Bilbao -
Levante
Primeira Liga
FC Porto -
Setubal
J1 League
Kashima -
Kobe
Super Liga
Roter Stern -
Cukaricki
DBU Pokalen
Bröndby -
Midtjylland
Copa Libertadores
Cruzeiro -
Univ Chile
First Division A
Genk -
Brügge
Championship
Fulham -
Sunderland
Ligue 1
Montpellier -
St. Etienne
Primera División
Levante -
FC Sevilla
J1 League
Kobe -
Kawasaki
Primera División
Espanyol -
Las Palmas
Premier League
Liverpool -
Stoke
CSL
Guangzhou Evergrande -
Jiangsu
Championship
Aston Villa -
Derby County
Premier League
Huddersfield -
Everton
Primera División
Real Sociedad -
Bilbao
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Ligue 1
Lyon -
Nantes
Serie A
AS Rom -
Chievo Verona
Championship
Middlesbrough -
Millwall
Premier League
Swansea -
Chelsea
Primera División
Real Madrid -
Leganes
Primeira Liga
Benfica -
Tondela
Ligue 1
Bordeaux -
Dijon
Ligue 1
Lille -
Metz
Ligue 1
Monaco -
Amiens
Ligue 1
Strassburg -
Nizza
Ligue 1
Troyes -
Caen
Premier League
Crystal Palace -
Leicester (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Celta Vigo
Serie A
Inter Mailand -
Juventus
Premier League
Southampton -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Burnley -
Brighton (Delayed)
Primera División
Getafe -
Girona
Serie A
Crotone -
Sassuolo
Premiership
Celtic -
Rangers
Eredivisie
Feyenoord -
Sparta
Ligue 1
Rennes -
Toulouse
Serie A
Sampdoria -
Cagliari
Serie A
Atalanta -
CFC Genua
Serie A
Bologna -
AC Mailand
Serie A
Hellas Verona -
SPAL
Serie A
Benevento -
Udinese
Premier League
West Ham -
Man City
Primera División
Alaves -
Atletico Madrid
Ligue 1
Angers -
Marseille
Premier League
Man United -
Arsenal
Superliga
Bröndby -
Nordsjälland
Serie A
Florenz -
Neapel
Primera División
Valencia -
Eibar
Primeira Liga
Maritimo -
FC Porto
Primera División
La Coruna -
FC Barcelona
Serie A
FC Turin -
Lazio
Ligue 1
PSG -
Guingamp
Premier League
FK Krasnodar -
Lok Moskau
Premier League
Tottenham -
Watford
Primera División
Real Betis -
Malaga
Copa Libertadores
Nacional -
Santos
J1 League
Kobe -
Tokyo
Premier League
Brighton -
Man United
Primera División
FC Sevilla -
Real Sociedad

Lausanne - Große Trauer bei Khalid Boulahrouz und seiner Frau, Bestürzung und Mitgefühl im EM-Lager des niederländischen Teams: Nach dem Tod der zu früh zur Welt gekommenen Tochter des 26-Jährigen steht das Oranje-Team unter Schock.

"Spieler und Betreuerstab sind betroffen vom Tod von Anissa, der am Mittwoch zu früh geborenen Tochter von Khalid Boulahrouz und seiner Frau Sabia", teilte der Niederländische Fußball-Verband (KNVB) die traurige Nachricht mit.

Boulahrouz sei am Mittwoch "unter Polizeischutz" vom Training der Niederländer ins Krankenhaus von Lausanne geeilt, nachdem seine Frau Sabia wegen "Schwangerschaftskomplikationen" dort eingeliefert worden war.

Viertelfinal-Einsatz fraglich

In den Morgenstunden war das Mädchen dann verstorben. Boulahrouz wurde zunächst von den Aktivitäten der Mannschaft freigestellt. Die Elftal reduzierte alle Maßnahmen auf ein Minimum. Termine der Spieler mit niederländischen Medienvertretern wurden abgesagt. Nur Bondscoach Marco van Basten und Torwart Edwin van der Sar standen in einer kurzen Pressekonferenz im Olympia-Museum zur Verfügung.

Der Einsatz von Boulahrouz im EM-Viertelfinale am Samstag in Basel gegen Russland ist wegen der Familientragödie nun fraglich. Nach bisher unbestätigten Medienberichten soll er van Basten aber gebeten haben, spielen zu dürfen. Der ehemalige Profi des Hamburger SV hatte bei allen drei Vorrundensiegen gegen Italien (3:0), Frankreich (4:1) und Rumänien (2:0) in der Anfangsformation gestanden.

Wechselbad der Gefühle

Mit der ausgelassenen und positiven Stimmung der Niederländer nach der überragenden Gruppenphase war es nach dem Schicksalschlag schlagartig vorbei. Fast brutal wurde allen vor Augen geführt, dass es weit wichtigere Dinge im Leben gibt als Fußball. Bislang hatten Sabia Boulahrouz und die übrigen Ehefrauen und Freundinnen sowie die Kinder die Erfolge ihrer Männer nach den Spielen in Bern wie ein großes Familienfest gefeiert.

Insbesondere bei Boulahrouz verliefen die vergangenen Wochen fast wie im Märchen. Zwar war er kurz vor EM-Beginn von van Basten als letzter Spieler aus dem vorläufigen Kader gestrichen worden. Doch als sich Stürmer Ryan Babel verletzte, sprang der vom FC Chelsea an den FC Sevilla ausgeliehene Abwehrspieler doch noch auf den EM-Zug auf. In der Schweiz erkämpfte sich Boulahrouz dank seiner Leistungen einen Stammplatz. Als Rechtsverteidiger überzeugte er in allen drei EM-Partien der bisher beeindruckend auftrumpfenden Elftal. 

"Ich hoffe, dass ich mich nun festgespielt habe und auch im Viertelfinale auflaufen darf", hatte Boulahrouz am Dienstag nach dem 2:0 gegen Rumänien zuversichtlich erklärt. "Ich hatte eigentlich gar nicht damit gerechnet, dass ich bei der EM so viel zum Einsatz kommen würde. Aber natürlich habe ich auch von den Verletzungen meiner Mitspieler profitiert."

Rückkehr nach Hamburg?

Von 2004 bis 2006 trug Boulahrouz das HSV-Trikot (52 Spiele/1 Tor). Dort erkämpfte sich der Sohn einer marokkanischen Berber-Familie schnell einen Stammplatz.

Allerdings warf man ihm vor, dass er beim Champions-League-Qualifikationsspiel des HSV gegen Osasuna eine Verletzung vorgetäuscht habe, um kein Europapokalspiel des HSV zu absolvieren und nach dem Wechsel (für rund 13 Millionen Euro) zu Saisonbeginn 2006/2007 für Chelsea international spielberechtigt zu sein. Im Vorjahr wurde er nach Sevilla ausgeliehen, doch auch dort konnte er sich nie so recht durchsetzen.

Zuletzt wurde deshalb in Hamburg über eine Rückkehr spekuliert. Boulahrouz scheint nicht abgeneigt. "Der HSV kann mich jederzeit anrufen. Ich telefoniere oft mit Dietmar Beiersdorfer. Hamburg ist eine wunderschöne Stadt. Ich habe viele gute Erinnerungen, viele Bekannte dort. Und den HSV habe ich immer in meinem Herzen."

Werbung
Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung