Donnerstag, 05.06.2008

EM-Telegramm

"Mit dem Messer zwischen den Zähnen"

München - In zwei Tagen geht's endlich los. Die Schweiz und Tschechien eröffnen am Samstag (ab 17.45 Uhr im SPOX-TICKER) die 13. Fußball-Europameisterschaft. 

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© Getty

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Giftiger Gattuso: Italien wird sich bei der EM nicht auf den Lorbeeren der WM 2006 ausruhen. "Wir haben die gleiche Einstellung wie vor der WM in Deutschland", sagte Gennaro Gattuso am Donnerstag. "Wir werden alles versuchen, aber wir brauchen sicher auch ein wenig Glück."

Der Mittelfeldspieler des AC Milan warnte gleichzeitig vor Überheblichkeit: "Wir sind alles andere als eingebildet und werden nicht wie eine Primaballerina auftreten. Wir werden gegen jedes Team mit dem Messer zwischen den Zähnen spielen."

Donadoni verlängert: Und gleich noch mal der Weltmeister. Trainer Roberto Donadoni verlängerte seinen Vertrag um zwei Jahre bis 2010. Die Vertragsverlängerung wurde dem früheren Star des AC Milan nach Angaben der "La Gazzetta dello Sport" mit einer Gehaltserhöhung versüßt. Ab sofort erhalte Donadoni ein Jahresgehalt von 1,2 Millionen Euro.

Allerdings enthält der Vertrag eine Ausstiegsklausel. Sollte Donadoni den Weltmeister nicht mindestens bis ins EM-Halbfinale führen, kann der Verband den Trainer innerhalb von zehn Tagen nach Ende der EM entlassen. Eine Abfindung wäre dann nicht fällig.

Vieira trainiert wieder: Leichtes Aufatmen bei der Equipe tricolore: Der französische Nationalmannschafts-Kapitän Patrick Vieira hat das Training wieder aufgenommen. Nach einer Einheit auf dem Fahrrad am Mittag trainierte Vieira wieder mit seiner Mannschaft.

Dem Mittelfeldakteur des italienischen Meisters Inter Mailand macht ein kleiner Riss im Oberschenkel zu schaffen. Es sei nichts Schlimmes und er optimistisch, hatte sich Vieira bereits hoffnungsvoll gegeben. Trainer Raymond Domenech hatte einen Einsatz Vieiras im ersten Gruppenspiel gegen Rumänien indes schon ausgeschlossen. Es sei "ein Wettlauf gegen die Zeit", meinte die französische Sportzeitung "L'Equipe".

Niederlande bangt um Sneijder: Der 23-Jährige von Real Madrid musste am Donnerstag das Training in Lausanne abbrechen. Der niederländische Regisseur war nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur "APA" vom Feld gehumpelt und wurde zu einer genaueren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.

Beenhakker entschuldigt sich: Leo Beenhakker hat sich im Namen der polnischen Nationalmannschaft bei den Deutschen für die martialische Berichterstattung in der Boulevardzeitung "Super Express" entschuldigt. "Das war eine schreckliche Sache", sagte der Trainer in Bad Tatzmannsdorf. "Verrückte, schmutzige und kranke Leute" seien für die Berichterstattung verantwortlich gewesen.

Das Blatt hatte am 4. Juni auf der Titelseite eine geschmacklose Fotomontage abgedruckt, auf der Beenhakker die abgetrennten Köpfe von DFB-Kapitän Michael Ballack und Bundestrainer Joachim Löw in den Händen hält. Die Überschrift lautete: "Leo, bring uns ihre Köpfe".

Hitzfelds Schweige-Gelübde: Der zukünftige Schweizer Nationaltrainer will alle Partien der Gastgeber im Stadion verfolgen. "Ich werde aber keine Kommentare abgeben", stellte er klar. Die erste Bewährungsprobe wird Hitzfeld mit der Schweiz am 20. August beim Testspiel gegen Zypern haben.

Hitzfeld weiß, was von ihm erwartet wird: "Das Ziel ist die WM 2010. Die Erwartungshaltung ist jetzt riesig in der Schweiz, die kann ich fast gar nicht erfüllen." Das sei ein Risiko, "aber ich habe immer riskante Entscheidungen in meinem Leben getroffen."

SPOX

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