wird geladen

Deutschland feiert Auftaktsieg gegen Ukraine

Weiche Schale, harter Kern

Montag, 13.06.2016 | 10:45 Uhr
Jerome Boateng sorgte mit seiner Rettungstat für die Szene des Spiels
Advertisement
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Super Liga
Cacak -
Partizan
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Copa Libertadores
Lanus -
River Plate
Championship
Preston -
Aston Villa
Copa Libertadores
Grêmio -
Barcelona
Copa Sudamericana
Flamengo -
Fluminense
A-League
Melbourne City -
Sydney
Ligue 1
Rennes -
Bordeaux Begles
Primera División
Real Betis -
Getafe
Primera División
Valencia -
Leganes
Championship
Bristol -
Cardiff
Premiership
St Johnstone -
Celtic
Championship
Aston Villa -
Sheffield Wednesday
Primera División
Deportivo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Angers -
PSG
Serie A
Bologna -
Crotone
Primera División
Alaves -
Espanyol
Championship
Brentford -
Leeds
Ligue 1
Metz -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Amiens
Ligue 1
Nantes -Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Straßburg
Primera División
Barcelona -
Sevilla
Serie A
Genoa -
Sampdoria
Primeira Liga
Porto -
Belenenses
Primera División
Levante -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
FC Turin
Championship
Middlesbrough -
Sunderland
Ligue 1
Nizza -
Dijon
Serie A
Cagliari -
Hellas Verona
Serie A
Chievo Verona -
Neapel
Serie A
Florenz -
AS Rom
Serie A
Juventus -
Benevento
Serie A
Lazio -
Udinese
Primera División
Celta Vigo -
Bilbao
Eredivisie
PSV -
Twente
Ligue 1
Marseille -
Caen
Serie A
Atalanta -
SPAL
Primera División
Real Sociedad -
Eibar
Primera División
Villarreal -
Malaga
Primera División
Real Madrid -
Las Palmas
Serie A
Sassuolo -
AC Mailand

Der erste Schritt ist gemacht, Deutschland startet mit einem 2:0-Sieg über die Ukraine in die EM in Frankreich. Der Auftritt war nicht völlig souverän, vor allem die Defensivbewegung macht weiter Sorgen. Die gute Nachricht: die Achse steht - und sie funktioniert.

"Es war ein klassisches Auftaktspiel", befand Sami Khedira wenige Minuten nachdem Bastian Schweinsteiger zum langen Jubellauf angesetzt hatte. Was Khedira damit meinte, war offensichtlich.

Es war keine Gala, sondern ein Arbeitssieg. Zu Beginn eines Turniers weiß keine Mannschaft so recht, wo sie steht. Jedes Team muss sich erst einmal ins Turnier hineinarbeiten. So auch Deutschland am Sonntagabend gegen eine vor allem in der ersten Hälfte gefährliche Ukraine. Nicht jedes Auftaktspiel verläuft so glatt wie das 4:0 vor zwei Jahren gegen Portugal.

Und so war Vieles Stückwerk in Lille. Die Anfangsphase war schwungvoll, dann folgte eine wilde Phase vor der Halbzeit und ein kontrollierter Auftritt nach dem Seitenwechsel. "Es war kein Superspiel, aber ordentlich", befand Manuel Neuer in gewohnt ruhigem Tonfall.

In der Mixed Zone stand er recht entspannt mit seiner grauen Trainingshose. Dass Deutschland bei einigen ukrainischen Großchancen mit einem blauen Auge davongekommen war, wusste er. Aber sein Gefühl sagte ihm auch: Der schwere Anfang ist gemacht. Und der Kern der Mannschaft steht.

Personalprobleme beeinflussen DFB-Spiel

Zu diesem Kern gehört Neuer selbst. Mit starken Paraden hielt er die Null und verlieh Joachim Löws Team damit wieder Sicherheit und Stabilität. Auch, wenn ein Kapitän von der Torhüterposition aus nicht so einen großen Einfluss hat wie beispielsweise ein Sechser, Neuer war auf alle ihm möglichen Weisen wichtig für die zum Teil noch wacklige Mannschaft.

Viele hatten erwartet, dass Deutschland mit der Ukraine seine Schwierigkeiten haben würde - zum einen, weil die Osteuropäer durch ihre defensive Kompaktheit generell nicht viel zulassen. Zum anderen, weil Löw in den letzten Tagen wieder einmal notgedrungen umstellen musste.

Die Personalprobleme beeinflussten das deutsche Spiel sichtlich. "Natürlich war die Situation schwierig, da zwei Spieler ausgefallen sind", gab der Bundestrainer zu. Und so war seine Mannschaft besonders gegen Ende der ersten Hälfte in der Rückwärtsbewegung orientierungslos. Erst mit einigen taktischen Anpassungen in der Pause wurde das Team stabiler. "Die Abstimmung der Abwehr hat im Lauf des Spiels immer besser geklappt", war Löw einverstanden mit der Entwicklung, die das defensive Spiel in den 90 Minuten nahm.

Die Achse funktioniert

Einen großen Anteil daran hatte Jerome Boateng. Er war überall zugegen, wo es brenzlig wurde. Stellvertretend dafür steht natürlich die Szene kurz vor der Pause, als der Münchner den Ball noch spektakulär auf der Linie rettete.

Obendrein wurde deutlich, wie wichtig er auch als Führungsspieler bereits geworden ist. Gerade Mustafi und Hector profitierten von Boatengs Anweisungen. "Wenn man in so einer Mannschaft aushilft und neben Jerome spielen darf, der dich auch führt und ein Vorbild ist, ist es für mich einfacher und erleichternd", sagte der Torschütze zum 1:0 hinterher.

Die dritte prägende Figur war Toni Kroos. Er baute das deutsche Spiel immer wieder aus halblinker Position auf, verlagerte gut und führte so gewissermaßen Regie. In Kombination mit Neuer und Boateng bildete er am Sonntag Deutschlands Rückgrat - die zentrale Achse, die funktioniert. Das ist die wohl wichtigste Erkenntnis des Auftaktspiels.

Zu viel Chaos in Halbzeit eins

Die Achse verlängert in der Offensive normalerweise Thomas Müller. Der suchte aber noch nach seiner neuen alten Rolle in Deutschlands Turniermannschaft. Offensiv wie defensiv. Zumal hat Müller zu Europameisterschaften noch keine ähnliche Beziehung aufgebaut wie zu Weltmeisterschaften, wo er fast trifft, wie er will.

Mit seiner dezenten Leistung stand er aber nicht alleine da. "Was wir nicht gut machen, ist die Rückwärtsbewegung nach Ballverlusten. Wir müssen uns schneller organisieren. Das fängt vorne an und zieht sich bis nach hinten durch", bemängelte Khedira. Die Mannschaft war vor der Pause zweigeteilt in Offensive und Defensive, die Kompaktheit fehlte.

"In der ersten Halbzeit hatten wir einige Probleme im Spiel nach vorne und sind dadurch in einige Konter gelaufen. In der zweiten Halbzeit haben wir es sehr, sehr gut gemacht. Da haben wir das Spiel klar dominiert", bilanzierte Löw.

"Ein Marathon, kein Sprint"

Und so stehen drei Punkte und der erste Schritt Richtung Achtelfinale als Fakten des 1. Spieltags fest. Dass die Leistung reichlich Platz zur Verbesserung bietet, ist nicht ungewöhnlich, und stellt Aufgaben für die kommenden Tage und Wochen. "Wir sind ein Stück weit schlauer", sagte Kroos. "Für das Selbstbewusstsein ist ein Sieg immer gut."

Dass die deutsche Mannschaft dem überschaubaren Auftritt am Ende wirklich mehr Positives als Negatives abgewinnen konnte, dafür sorgte in der Nachspielzeit endgültig Bastian Schweinsteiger. Der Treffer des Kapitäns wird im gesamten Team noch einmal für einen deutlichen Stimmungsboost sorgen.

"Er ist wichtig von seiner Persönlichkeit, seiner Erfahrung, er kann einer Mannschaft viel geben. Ein Bastian Schweinsteiger ist Gold wert. Sein Tor gibt ihm persönlich und uns allen ein bisschen Auftrieb", freute sich auch Löw.

Es sind die kleinen Dinge, die dem DFB-Team gegen die Ukraine wichtig waren und die in der Summe in den kommenden Tagen und Wochen immer wichtiger sein werden. "Ein Turnier ist ein Marathon, kein Sprint", stellte Khedira klar.

Deutschland - Ukraine: Die Statistik zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung