Saarbrückens Manuel Zeitz im Interview

"Oliver Kahn ist mein Vorbild"

Von Interview: Kevin Bublitz/Mark Heinemann
Freitag, 03.12.2010 | 13:12 Uhr
Der 20-jährige Manuel Zeitz ist ein Eigengewächs des 1. FC Saarbrücken
© Getty
Advertisement
Boxen
So03:00
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Premier League
So17:00
Kracher am Sonntag: Liverpool-Arsenal
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Cheltenham -
West Ham
League Cup
Blackburn -
Burnley
Copa do Brasil
Flamengo -
Botafogo
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Grêmio
Copa Sudamericana
Nacional -
Estudiantes
UEFA Europa League
Fenerbahce -
Vardar Skopje
Primera División
Real Sociedad -
Villarreal
Ligue 1
PSG -
St. Etienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
Primera División
Betis -
Celta Vigo
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Primera División
Levante -
La Coruna
Primera División
Girona -
Malaga
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Eredivisie
Venlo -
Ajax
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Primera División
Espanyol -
Leganes
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia
WC Qualification South America
Chile -
Paraguay
WC Qualification South America
Uruguay -
Argentinien
WC Qualification South America
Brasilien -
Ecuador
WC Qualification South America
Peru -
Bolivien
WC Qualification Europe
Dänemark -
Polen
WC Qualification Europe
Slowakei -
Slowenien
WC Qualification Europe
Tschechien -
Deutschland
WC Qualification Europe
Georgien -
Irland
WC Qualification Europe
Serbien -
Moldawien
WC Qualification Europe
Isreal -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Färöer Inseln -
Andorra
WC Qualification Europe
Weißrussland -
Schweden
WC Qualification Europe
Estland -
Zypern
WC Qualification Europe
Griechenland -
Belgien

Manuel Zeitz spielt seit der C-Jugend beim 1. FC Saarbrücken. Das Ausnahmetalent wird aller Voraussicht nach in der nächsten Saison für den 1. FC Nürnberg auflaufen. Im Interview nimmt Zeitz Stellung zu den Wechselgerüchten, spricht über den Kampf um den Klassenerhalt mit dem FCS und sein großes Vorbild Oliver Kahn.

SPOX: Herr Zeitz, es ist furchtbar laut im Hintergrund. Wo erreichen wir Sie gerade?

Manuel Zeitz: Auf dem Weihnachtsmarkt.

SPOX: Sie trinken doch nicht etwa Glühwein?

Zeitz: (lacht) Doch. Vor dem Trainingsspiel haben wir ausgemacht, dass die Verlierer den Gewinnern einen Glühwein ausgeben müssen. Das ist natürlich eine Ausnahme.

SPOX: Wäre im Sommer alles wie geplant gelaufen, würden wir Sie jetzt aber auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt erreichen, oder?

Zeitz: Das stimmt. Das Interesse von 1. FC Nürnberg war bereits in der letzten Saison vorhanden. Aber die Vereine haben sich nicht geeinigt und deshalb erreichen Sie mich noch in Saarbrücken.

SPOX: Sie sagen 'noch'. Der Wechsel zum Club ist somit nicht aus der Welt?

Zeitz: Das Interesse und der Kontakt bestehen durchaus noch und es ist sehr wahrscheinlich, dass ich in der nächsten Saison für den Club auflaufen werde. Aber lassen Sie mich erstmal dieses Jahr in Saarbrücken meine Leistung bringen. Im Sommer läuft mein Vertrag aus, dann gucken wir weiter. Fakt ist, dass ich in der nächsten Saison in der Bundesliga spielen will.

SPOX: Mit Mike Frantz und Philipp Wollscheid sind in der Vergangenheit bereits zwei Saarbrücker nach Nürnberg gewechselt. Besteht noch Kontakt?

Zeitz: Kontakt habe ich zu beiden. Mit Philipp habe ich noch zusammengespielt, insofern ist der Kontakt intensiver. Etwas Schlechtes über Nürnberg haben beide bislang nicht erzählt. Ich höre nur Gutes.

SPOX: Sie werden von allen Seiten in den höchsten Tönen gelobt. Sie seien ein Supertalent, heißt es. Wie gehen Sie damit um?

Zeitz: Ich bewerte das nicht über, trotzdem macht es mich stolz. Es ist nie schlecht, einen guten Ruf zu haben. Dass ich ihn habe, freut mich sehr. Aber einen besonderen Druck lege ich mir nicht auf. Ich gehe einfach auf den Platz und versuche, mein Spiel durchzuziehen.

SPOX: In der Aufstiegssaison haben Sie das mit elf Toren und acht Vorlagen untermauert. Eine beachtliche Quote für einen Mittelfeldspieler. Wo liegen Ihre Schwächen?

Zeitz: Ich muss körperlich definitiv noch zu legen, um in den Zweikämpfen besser bestehen zu können. Da weht ab der 3. Liga schon ein anderer Wind als in der Regional- oder Oberliga. Und mein Schuss aus der Distanz könnte noch präziser und kräftiger werden. Insgesamt hat man mit zwanzig Jahren sowieso nicht ausgelernt.

SPOX: In dieser Serie sind es bislang nur zwei Tore. Dafür haben Sie schon acht Gelbe Karten kassiert. Mussten Sie Ihr Spiel umstellen, oder ist das normal im Abstiegskampf?

Zeitz: Einerseits stellen die Gegner sich mittlerweile besser auf mich ein, andererseits hätte ich schon deutlich mehr Tore machen können. Aber Sie haben schon Recht: Ich muss in der 3. Liga mehr für die Defensive tun, wobei ich ja ein zentral-defensiver Mittelfeldspieler bin. In der Regionalliga konnte ich mich dennoch öfter vorne einbringen. Aber acht Gelbe Karten sind schon ein bisschen zu viel des Guten.

Blog: Der 19. Spieltag der 3. Liga in der Vorschau

SPOX: Sie hauen als Führungsspieler gerne mal dazwischen, oder?

Zeitz: (lacht) Wenn es nicht so gut läuft, dann schon.

SPOX: Das zeigt Ihren Ehrgeiz und den unbedingten Siegeswillen.

Zeitz: Das steht sowieso immer ganz oben auf meiner Liste. Ich will immer gewinnen, das ist aber nicht nur beim Fußball so.

SPOX: Sondern?

Zeitz: Einfach immer. Ob nun ein Teamkollege kommt und mit mir Fußballtennis spielen will, oder ob wir Karten spielen, ich gebe immer alles und will gewinnen. Ich verliere sehr ungern.

SPOX: Sicher ist Oliver Kahn auch deswegen Ihr großes Vorbild, oder?

Zeitz: Von der Position her passt es ja schon mal nicht, denn Torhüter werde ich bestimmt nicht mehr in meiner Karriere. (lacht) Aber seine Einstellung, dieser unbedingte Wille zu gewinnen, sei die Lage noch so aussichtslos, damit kann ich mich sehr gut identifizieren.

SPOX: Mit Blick auf die letzten drei Partien in diesem Jahr wäre ein Sieg gegen Burghausen ganz nach Ihrem Geschmack.

Zeitz: Es wäre natürlich von Vorteil, wenn wir gegen die gewinnen. Gegen Braunschweig und Offenbach wird es schwer. Man braucht schon einen richtig guten Tag, um die zu schlagen. Aber in der 3. Liga kann man gegen niemanden einen Sieg fest einplanen. Im Hinspiel hätten wir Braunschweig von den Chancen her definitiv schlagen können. Die Liga ist sehr ausgeglichen und wir müssen jeden Gegner sehr ernst nehmen, egal ob er oben oder unten steht.

SPOX: Der Klassenerhalt wird ein hartes Stück Arbeit, oder?

Zeitz: Natürlich, aber es war von Beginn an unser ausschließliches Ziel. Die Qualität im Kader haben wir allemal.

SPOX: Kann der Verein den schnellen Entwicklungssprung auffangen, der aufgrund des Durchmarsches aus der Ober- in die 3. Liga von Nöten ist?

Zeitz: Es wird diskutiert, ob ein neues Stadion gebaut werden soll, aber da tut sich derzeit recht wenig. Ansonsten finden wir hier optimale und professionelle Bedingungen vor. Es ist noch nicht so lange her, dass der Verein in der 2. Bundesliga war. Insofern ist alles vorhanden.

SPOX: Sie sind seit der C-Jugend beim FCS und ein Saarbrücker Urgestein. Was bleibt hängen, wenn Sie den Verein im Sommer wechseln sollten?

Zeitz: Der Verein hat mir immer zur Seite gestanden, meinen Weg ins Profigeschäft geebnet und mir somit die Möglichkeit gegeben, meinen Traum zu verwirklichen. Ich verdanke dem Verein so ziemlich alles. Das ist mir bewusst und ich werde es niemals vergessen.

Tom Schütz im Interview: "Scholl ist kein Kumpeltyp"

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung