wird geladen

DFB-Pokal - Halbfinale

Wolfsburg folgt Dortmund ins Finale

Mittwoch, 29.04.2015 | 22:17 Uhr
Es bleibt dabei: Arminia Bielefeld stand noch nie im Endspiel des DFB-Pokals
© getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
CSL
Sa13:35
Tianjin Teda -
Guangzhou R&F
Segunda División
Sa21:00
Getafe -
Teneriffa (Finale Rückspiel)
Serie A
So00:00
Santos -
Sport Recife
J1 League
So12:00
Tosu -
Urawa
CSL
So13:35
Guangzhou -
Hebei
Serie A
So21:00
Gremio -
Corinthians
Serie A
So21:00
Ponte Preta -
Palmeiras
Serie A
So23:30
Bahia -
Flamengo
Serie A
Mo00:00
Chapecoense -
Atlético Mineiro
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa

Der VfL Wolfsburg steht zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte im Endspiel des DFB-Pokals! Die Wölfe bezwangen im Halbfinale Drittligist Arminia Bielefeld souverän mit 4:0 (2:0). Im Finale am 30. Mai in Berlin trifft der VfL auf Borussia Dortmund.

Vor 26.137 Zuschauern in der ausverkauften Schüco-Arena gingen die Gäste früh durch Maximilian Arnold in Führung (8.). Luiz Gustavo erhöhte in der 32. Minute auf 2:0 für den VfL.

In der zweiten Halbzeit machte Wolfsburg den Finaleinzug mit einem schnellen Doppelschlag perfekt: Ivan Perisic und erneut Arnold trafen innerhalb von vier Minuten zum 4:0.

Wer holt den DFB-Pokal - Jetzt bei Tipico wetten!

Wolfsburg gelingt damit der zweite Finaleinzug der Vereinshistorie. Das erste Mal schaffte man es 1995 nach Berlin, dort verlor man allerdings gegen Borussia Mönchengladbach mit 0:3.

Während dazu Bielefelds Heimserie nach 18 unbesiegten Partien riss, bleibt es beim VfL dabei: Die Truppe von Dieter Hecking hat in dieser Saison noch kein Pflichtspiel nach einer Führung verloren.

Reaktionen:

Norbert Meier (Trainer Bielefeld): "Im Rahmen dessen, was wir umsetzen können, haben wir es ordentlich gemacht. Wenn man früh in Rückstand gerät, spielt das dem Gegner natürlich in die Karten. Unsere Jungs waren gut drauf, aber wenn man überlegt, dass bei Wolfsburg ein Spieler so viel kostet wie unser Kader, dann muss man die Kirche im Dorf lassen."

Dieter Hecking (Trainer Wolfsburg): "Wir waren total fokussiert. Die Mannschaft war heute da, wo wir sie hinhaben wollten. Der Finalgegner war uns egal, es wird sicherlich ein emotionales Finale werden. Aber wir werden alles tun, um den Pokal nach Hause zu holen. Aber zunächst wollen wir die Qualifikation für die Champions League sichern."

Klaus Allofs (Sportdirektor Wolfsburg): "Großer Moment für die Mannschaft, den VfL und die Stadt Wolfsburg. Es ist sensationell, dass wir das geschafft haben. Ich freue mich jetzt schon drauf, dass wir in Berlin 25.000 oder 30.000 Fans haben werden. Das wird ein tolles Spiel gegen Dortmund."

Alexander Schwolow (Bielefeld): "Wir sind enttäuscht, aber es ist eben nicht jeder Tag gleich. Der Pokal war ein Bonus für uns, aber jetzt geht es in der Meisterschaft in Richtung Aufstieg. Wir können alle stolz sein, aber das was wie geleistet haben."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Bielefeld nach dem 4:0-Erfolg in Erfurt am Samstag mit zwei Änderungen der Startelf: Salger und Müller spielen für Ulm und Hornig (beide Bank).

Nach dem 0:1 in Gladbach am Sonntag gibt es auch auf Seiten der Wolfsburger zwei Wechsel: Vieirinha und Dost rücken für Träsch und Bendtner (beide Bank) ins Team.

8., 0:1, Arnold: Salger unterläuft in der Vorwärtsbewegung ein folgenschwerer Fehlpass, der bei Rodriguez landet. Der Linksverteidiger schiebt an, sieht dann Caligiuri am linken Strafraumrand. Dieser wiederum hat das Auge für Arnold, der im Zentrum in die Lücke stößt und aus etwa 16 Metern punktgenau ins linke obere Eck trifft.

28.: Langes Zuspiel von Junglas in den Lauf von Hemlein, der rechts in den Strafraum gestartet ist. Benaglio ist aber aufmerksam und greift sich die Kugel kurz vor dem Bielefelder.

32., 0:2, Gustavo: Rodriguez schlägt einen Freistoß von rechts auf den langen Pfosten, wo Dost das Leder in die Mitte köpft. Etwa sechs Meter vor dem Tor steht Gustavo goldrichtig und nickt den Ball unbehelligt ins linke Eck.

47.: Dick zirkelt einen Freistoß von halblinks direkt in Richtung Tor. Der Ball wird immer länger, Benaglio streckt sich vergebens. Die Kugel klatscht gegen das Aluminium, den Abpraller schießt Klos in Rücklage über das Tor.

51., 0:3, Perisic: Dick rückt rechts hinten zu früh raus, macht so hinter sich den Raum für De Bruyne frei. Der Belgier sieht Caligiuri im Strafraum, der den Ball frei vor Schwolow zu Perisic spielt. Der Kroate kommt am zweiten Pfosten angerauscht und drückt das Leder über die Linie.

55., 0:4, Arnold: Caligiuri tankt sich mit einem unwiderstehlichen Antritt links am Strafraum durch, legt dann von der Grundlinie in den Rückraum zum freien Arnold. Zunächst scheitert der Mittelfeldmann aus zehn Metern an Schwolow, den Rebound versenkt er dann aber.

Gustavo versucht den Kunstschuss aus 24 Metern halblinker Position. Der Ball zischt hauchzart am linken Kreuzeck vorbei.

Fazit: Erstaunlich souveräner und nie gefährdeter Sieg für effektive Wolfsburger. Bielefeld ohne jede Chance.

Der Star des Spiels: Daniel Caligiuri. Toll getimter Pass auf Arnold vor dem 1:0, dazu jeweils durchsetzungsstark im Dribbling und mit guten Hereingaben vom linken Flügel bei den Vorlagen zum dritten und vierten Treffer. Ebenfalls stark bei den Gästen: Doppeltorschütze Arnold.

Der Flop des Spiels: Stephan Salger. Sein unnötiger Fehlpass vor dem 0:1 brachte Bielefeld auf die Verliererstraße. Der Innenverteidiger auch in der Folge unter Form, gewann keine 40 Prozent seiner direkten Duelle.

Der Schiedsrichter: Tobias Welz unterliefen einige kleine Fehler, leitete die Partie aber ohne größeren Schnitzer. Lag richtig, das Handspiel von Mast, das zum Freistoß vor dem 0:2 führte, zu pfeifen. Vertretbar, beim Duell zwischen Salger und Dost nicht auf Elfmeter für den VfL zu entscheiden (68.).

Das fiel auf:

  • Eine relativ ereignisarme Partie, die den Klassenunterschied widerspiegelte: Wolfsburg mit einem Mehr an Ballbesitz, Zweikampfstärke, individueller Qualität und Kaltschnäuzigkeit. Beim VfL stimmte zudem die Ordnung in der Defensive, Bielefelds Versuche versandeten meist frühzeitig.
  • Das lag daran, dass die Arminia keine Ruhe am Ball bekam und es so kaum einmal druckvoll ins letzte Drittel schaffte. Klos war als Zielspieler anders als noch gegen Gladbach im Viertelfinale kein Faktor.
  • Auch der VfL mit einem bisweilen unruhigen Angriffsspiel und wenig Bewegung in der Offensive. Zwar tauschten Caligiuri und Perisic immer mal wieder die Seiten, doch den Wolfsburger Bemühungen fehlte in vielen Fällen der Zug.
  • In den wenigen gelungenen Szenen hatten die Gäste allerdings deutliche Tempovorteile. Bielefeld leistete sich zudem einige leichtfertige Ballverluste im Aufbauspiel, die große Räume freilegten und in die die VfL-Spieler dann hinein sprinten konnten.
  • Bielefeld trotz der Unterlegenheit mit großer Moral und dem Willen, weiter nach vorne zu spielen. Wolfsburg riss keine Bäume aus und zeigte sich enorm effektiv vor dem Kasten - für den Bundesligisten eine ideale Partie.

Wolfsburg - Bielefeld: Alle Infos zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung