Fussball

DFB-Team: "Schnickser" Neuer erklärt Dribbeleinlage gegen Weißrussland

SID
Neuer (r.) ließ Angreifer Kovalev an der Eckfahne gleich zweimal alt aussehen.

Langeweile - oder einfach nur unfassbare Coolness? "Schnickser" Manuel Neuer hat mit seinem lässigen Dribbling von Borissow seine Mitspieler begeistert und die Chefs verblüfft.

"Ich habe gedacht: Wahrscheinlich hat er ein bisschen Langeweile gehabt. Das war recht mutig bei dem Spielstand", sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff über die waghalsige Trickserei des Kapitäns in der 32. Minute des EM-Qualifikationsspiels in Weißrussland (2:0 - hier geht es zur Analyse).

Als der weit aus seinem Strafraum geeilte Neuer an der Torauslinie den gegnerischen Stürmer Yuri Kovalev gleich zweimal austanzte, stand es nur 1:0. "Ich wollte nicht dribbeln, aber ich hatte keine direkte Anspielmöglichkeit", sagte Neuer, "deshalb habe ich nochmal aufgezogen. Beim zweiten Mal war immer noch niemand da, das hat sich einfach so ergeben, war nichts Geplantes." Aber gekonnt.

Die Fans, auch die weißrussischen, reagierten ebenso mit Applaus wie die Kollegen. "Er könnte bei uns auch auf der Sechs oder ein bisschen weiter vorne spielen, so kreativ wie er da hinten rumgeschnickt hat", sagte Joshua Kimmich: "Man sieht, dass er Selbstvertrauen hat und Bock zu spielen. Das tut uns als Mannschaft sehr gut."

Bierhoff über Neuer: "Man hat gesehen: Er ist bereit"

Dass Neuer (33) auch ein guter Feldspieler geworden wäre, ist keine neue Erkenntnis, doch seine technischen Fähigkeiten überraschen immer wieder. "Ich habe einiges gelernt von meinen Mitspielern in der Vergangenheit, da kann man sich schon was abschauen", sagte der Münchner.

Neuer, betonte Bierhoff, könne derartige Situationen "gut einschätzen - und natürlich war es eine tolle Aktion für ihn." Der Torwart spiele "immer gerne mit und ist ganz froh, wenn er ein bisschen Aktion hat." So wie in der 30. Minute, als er beim Kopfball von Nikita Naumow seinem eigentlichen Job nachging: Bälle halten. Auch dies in überragender Manier. "Man hat gesehen: Er ist bereit", sagte Bierhoff über die Nummer eins.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung