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DFB-PK vor Testspiel gegen Serbien: Löw spricht von "neuer Zeitrechnung"

Von SPOX
Joachim Löw wird bei der Pressekonferenz über das anstehende Länderspiel gegen Serbien sprechen.

Vor dem ersten Länderspiel des neuen Jahres gegen Serbien (Mi, 20.45 Uhr im LIVETICKER) haben sich Bundestrainer Joachim Löw, Debütant Lukas Klostermann und Leroy Sane den Fragen der Presse gestellt. Während Löw von einer "neuen Zeitrechnung" sprach, sich erneut dem Ballbesitzfußball verschrieb und festlegte, dass Joshua Kimmich auch in Zukunft auf der Sechs spielen werde, sprach sich Sane für den Spielstil des Bundestrainers aus und gab an, künftig mehr vorangehen zu wollen.

"Wir stehen vor einer neuen Zeitrechnung. Wir wollen mehr Dynamik, Tempo und Zielstrebigkeit", sagte Löw, der sich am Dienstag nach dem heftig diskutierten Umbruch in der Nationalmannschaft und der Ausbootung von Thomas Müller, Jerome Boateng und Mats Hummels noch nicht so recht in die Karten schauen lassen wollte.

Eines ist für die Zukunft der Nationalmannschaft jedoch geklärt: Joshua Kimmich soll auch künftig im Zentrum auf der Sechserposition spielen, weil Löw "ein spielstarkes Mittelfeld" und weiterhin einen vom Ballbesitz geprägten Spielstil wolle.

"Unsere Spielweise wird nicht völlig über den Haufen geworfen. Das wäre falsch. Wir müssen Korrekturen vornehmen und uns anpassen. Aber das, was viele nach der WM geglaubt haben, dass der Ballbesitzfußball plötzlich tot sei, ist völlig falsch", erklärte der Bundestrainer, der Leroy Sane prophezeite, mit seinem Potenzial dauerhaft ein "extrem wichtiger Faktor" in der Nationalmannschaft zu werden.

Löw lässt Torwart-Frage offen - junge Spieler genießen "absolutes Vertrauen

Die Torwart-Frage im Bezug auf das Testspiel am Mittwoch gegen Serbien ließ Löw hingegen ebenso offen, wie die Frage nach seinem Spielsystem. Diesbezüglich forderte Löw Flexibilität: "Die Mannschaft muss zwei unterschiedliche Grundordnungen beherrschen."

Allerdings - und das stellte Löw mehrfach klar - wolle er den jungen Spielern "absolutes Vertrauen" entgegenbringen. Sie sollen die Chance haben, sich weiterzuentwickeln und auch Fehler seien erlaubt. "Wenn man so eine alternativlose Entscheidung trifft, mit den jungen Spielern in die Qualifikation zu gehen, geht man ein gewisses Risiko", sagte Löw: "Wir wollen uns in der Qualifikation nicht einfach durchwurschteln. Ich bin bereit, das Risiko zu tragen, weil ich überzeugt von diesen jungen Spielern bin."

 

Die DFB-PK mit Löw, Sane und Klostermann zum Nachlesen

13.19 Uhr: Und das war's auch schon aus Wolfsburg. Was halten wir fest?

  • Löw kündigt an, dass Kimmich in der Nationalmannschaft weiter im Zentrum auf der Sechs spielen soll.
  • Antonio Rüdiger, Niklas Süle und auch Matthias Ginter sollen in der Defensive mehr Verantwortung übernehmen.
  • Löw ist überzeugt von den jungen Spielern und will ihnen sein volles Vertrauen schenken.
  • Löw lässt die Torwartfrage für das Serbien-Spiel noch offen und will am Abend mit ter Stegen und Neuer sprechen.
  • Löw will an der grundsätzlichen taktischen Ausrichtung des Spiels nichts ändern, weil der Ballbesitzfußball "nicht tot" sei.
  • Löw traut Marco Reus Führungsrolle im DFB-Dress vor, sofern der BVB-Kapitän gesund bleibt.

13.18 Uhr: Sane: "Ich mag es so zu spielen, wie Joachim Löw es will. Wir haben auf jeder Position sehr, sehr gute Qualitäten."

13.16 Uhr: Klostermann über Führungsrollen: "Für mich hat ein Führungsspieler wenig mit dem Alter zu tun. Ich kann mich schon an Leroy orientieren."

13.15 Uhr: Klostermann über die Zeit nach dem Kreuzbandriss: "Das hat einige Zeit gedauert, weil es am Ende nochmal eine Komplikation gab. Es hat auch gedauert, bis ich wieder auf einem Level war, auf dem ich mit mir zufrieden war."

13.13 Uhr: Sane über das Kräfteverhältnis zwischen der englischen und deutschen Liga: "Die Premier League ist einen Tick vor der Bundesliga, aber die Bundesliga ist nicht so weit davon entfernt. Da gibt es immer mal einen Wechsel zwischen den Ligen. Das würde ich nicht zu sehr kritisieren."

13.12 Uhr: Sane über Pep Guardiolas Anteile an seiner Entwicklung: "Er hat einen sehr großen Anteil daran. Es ist eines seiner Ziele, jeden Spieler jeden Tag zu verbessern. Ich unterhalte mich mit ihm auf Englisch."

13.11 Uhr: Klostermann über die Nominierung von drei RB-Leipzig-Spielern: "Es hat mich und die beiden sehr gefreut. Das spiegelt unsere Entwicklung wider."

13.10 Uhr: Sane über seine Leistungssteigerung im DFB-Team: "Ich musste mich etwas mehr einbringen und mich daran gewöhnen. Von Spiel zu Spiel hat es immer etwas besser gepasst und momentan passt es gut. Aber da ist auch noch einiges zu verbessern."

13.09 Uhr: Sane über sein kurioses Outfit: "Das ist natürlich Geschmackssache. Ich habe morgens in den Kleiderschrank geschaut und habe mich dazu entschlossen das zu tragen. So ist es dazu gekommen."

13.08 Uhr: Sane über seine Star-Rolle: "Darin fühle ich mich wohl. Ich habe mir vorgenommen, auch auf dem Platz etwas mehr voranzugehen."

13.07 Uhr: Leroy Sane über seinen nächsten DFB-Trip: "Ich bin sehr, sehr froh wieder dabei zu sein."

13.06 Uhr: Klostermann über seinen ersten Tag beim DFB: "Ich kann nichts Negatives sagen. Ich bin sehr gut aufgenommen worden."

13.03 Uhr: Starkes Statement zum Abschluss vom Bundestrainer, der abdampft und im fliegenden Wechsel an Lukas Klostermann und Leroy Sane übergibt.

Löw: "Der Ballbesitzfußball ist nicht tot"

13.01 Uhr: Löw über Orientierungsbild für neuen Spielstil: "Unsere Spielweise wird nicht völlig über den Haufen geworfen. Das wäre falsch. Wir müssen Korrekturen vornehmen und uns anpassen. Aber das, was so manche nach der WM geglaubt haben, dass der Ballbesitzfußball plötzlich tot sei, ist völlig falsch. Weil gerade die Mannschaften wie Manchester City oder Barcelona mit über 60 bis 70 Prozent Ballbesitz in ihren Ligen so eine gute Rolle spielen. Was uns gefehlt hat, war das Tempo, schnelle Ballpassagen. Wir wollen weiter den Ballbesitz haben, aber müssen ihn halt auch ummünzen in die richtige Entschlossenheit und das richtige Tempo. Ich bin nicht der Trainer der sagt: 'Gebt dem Gegner den Ball.'

12.59 Uhr: Löw über Marco Reus und eine mögliche Führungsfigur: "Mit Marco werde ich nochmal reden, wie wir die beiden Spiele angehen. Er ist die Triebfeder im Dortmunder Spiel. Er kann mit Druck umgehen und zeigt in Dortmund Führungsqualitäten. Bei uns war es so, dass Marco oft gefehlt hat. Ich hoffe, dass er jetzt dauerhaft dabei ist und die jungen Spieler mit führen kann."

12.56 Uhr: Löw über Schwierigkeit, den jungen Spielern Fehler zu verzeihen und trotzdem Ergebnisse zu liefern: "Wenn man so eine alternativlose Entscheidung trifft, mit den jungen Spielern in die Qualifikation zu gehen, geht man ein gewisses Risiko, weil man nicht genau weiß, wie schnell das alles geht. Wir wollen uns in der Qualifikation nicht einfach durchwurschteln. Ich bin bereit, das Risiko zu tragen, weil ich überzeugt von diesen jungen Spielern bin."

12.53 Uhr: Löw über Klinsmann-Statement: "Das weiß ich schon seit 14 Jahren, dass ein CEO liefern muss. Ich verstehe es, mit Druck umzugehen und komme auch mit Kritik gut klar. Das, was der Jürgen gesagt hat, da sind wir ja schon lange dran."

Löw über kurioses Sane-Outfit: "Über sowas mache ich mir keine Gedanken. Das will ich auch gar nicht bewerten."

12.50 Uhr: Löw über den Wegfall von Hummels und Boateng als Spieleröffner in der Abwehr: "Das müssen die Spieler, die jetzt da sind in diesem Maß erfüllen. Da werden wir auch den Fokus drauflegen. Grundsätzlich wollen wir hinten raus spielen, das wird sich nicht ändern."

12.49 Uhr: Löw über Leroy Sane: "Seine Entwicklung war gut, besonders bei der Nationalmannschaft. Er hat in der Nations League einen großen Schritt gemacht. Ich bin mit ihm im Moment absolut zufrieden. Er wird mit seinen Möglichkeiten dauerhaft zu einem extrem wichtigen Faktor werden."

12.46 Uhr: Löw über feststehende Positionen gegen Serbien und der Niederlande: "Es gibt jetzt acht Spieler im Kader, die noch U21 spielen könnten. Toni Rüdiger und Niklas Süle sollen in der Abwehr jetzt wichtige Rollen spielen."

12.44 Uhr: Löw über Zeitmangel bei dem Unterfangen eine neue Mannschaft einzunorden : "Ich hätte natürlich gerne ein paar Einheiten mehr. Viele Spieler haben am Sonntag gespielt, deswegen konnten wir gestern kien intensives Training machen. Damit müssen wir leben. Es ist wie es ist."

12.43 Uhr: Löw über seine Pläne für Serbien-Spiel: "Das Spiel am Sonntag hat sicherlich eine größere Wertigkeit. Deswegen werden wir versuchen uns morgen dafür einzuspielen. Serbien spielt ähnlich wie die Niederlande, hat ähnliche Automatismen. Wir hatten noch kein gemeinsames Training. Ich muss heute Abend auch noch einmal mit ein paar Spielern sprechen, weil diese Spieler wie Toni Kroos oder Antonio Rüdiger sehr viel gespielt haben. Wer aufläuft oder reinkommt ist zurzeit noch offen."

12.42 Uhr: Löw über die Torwart-Frage: "Marc wird auf jeden Fall die Gelegenheit bekommen. Wie wir es gegen Serbien machen, werden wir heute Abend besprechen."

Löw: "Kimmich wird weiter auf der Sechs spielen"

12.41 Uhr: Löw über Gnabry: "Für morgen ist es zu früh. Er wird am Donnerstag wieder ganz normal einsteigen.

12.39 UhrLöw über die Diskussion um Hummels, Boateng und Müller und Aussagen von Reinhard Grindel: "Es war klar, dass nach der Entscheidung Diskussionen entstehen. Drei großartige Spieler sind jetzt nicht mehr dabei. Aber darauf war ich eingestellt. Ich kann den Fokus wieder auf den Fußball lenken. Dass was der Präsident gesagt hat, habe ich nicht als Kritik an meiner Person gesehen. Wir haben über die Dinge gesprochen und haben ein gutes Verhältnis."

12.38 Uhr: "Was besser werden muss, ist das Verteidigen gegen Ballverlust. Da waren wir gerade gegen die Niederlande unterlegen."

12.37 Uhr: Löw über Dreier- oder Viererkette: "Die Mannschaft muss zwei unterschiedliche Grundordnungen beherrschen. Ich will mich da nicht festlegen und bin da flexibel."

12.36 Uhr: Löw über Kimmich: "Joshua Kimmich wird weiter auf der Sechs spielen. Da hat er sich bewährt in der Nations League. Das hat sehr, sehr gut funktioniert in der Kombination mit Leon Goretzka oder Toni Kroos."

12.35 Uhr: Man interviewt sich wie gewohnt erstmal selbst. Was will man erarbeiten mit der Mannschaft? "Zwei Dinge stehen auf der Agenda", sagt Löw. "Zum einen fußball- und taktisch-spezifische Dinge, die man nochmals mit den Spielern besprechen muss. Wir stehen vor einer neuen Herausforderung und einer neuen Zeitrechnung." "Mehr Tempo, mehr Zielstrebigkeit, mehr Dynamik", wolle Löw vermitteln und den Spielern "absolutes Vertrauen" entgegenbringen. Die Spieler sollen die Chance haben, sich weiterzuentwickeln. Fehler seien erlaubt.

Vor Beginn: Und wir sind live auf Sendung. Der Bundestrainer ist da. Los geht's!

Vor Beginn: Wegen der neuen Partnerschaft startet die Nationalmannschaft mit einem Test in Wolfsburg ins Länderspieljahr. Doch es droht ein Start ohne Magie zu werden. Obwohl die VW-Arena bei internationalen Spielen nur 27.000 Plätze bietet, sind auch einen Tag vor dem Duell mit Serbien noch etwa 1500 Tickets im freien Verkauf. Das Zuschauerproblem des DFB setzt sich also erst mal fort, obwohl der Standort auch deshalb gewählt wurde, um dem zuletzt offenkundigen Schwund bei Heimspielen Rechnung zu tragen.

Vor Beginn: Es ist übrigens die erste Begegnung mit Serbien seit der WM 2010. Damals unterlag die Löw-Truppe in der Gruppenphase mit 0:1.

Vor Beginn: Für das DFB-Team steht am heutigen Abend um 17.30 Uhr - also nach der PK - außerdem noch das Abschlusstraining vor dem Serbien-Spiel in der Volkswagen Arena auf dem Plan.

Vor Beginn: Neben Löw fehlte außerdem das Gros der Mannschaft. Die Spieler absolvierten nach Einsätzen für ihre Klubs am Sonntag nur ein leichtes, individuelles Training. Mit Sorg auf dem Platz standen lediglich Reus, Halstenberg, Klostermann, Werner, Stark, Ginter, Gündogan und Sane.

Vor Beginn: Das erste Training im neuen Kalenderjahr fand bereits am Montag statt - ganz ohne Cheftrainer Löw. Der fehlte nach einer Zahn-OP und wurde von seinem Assistenten Marcus Sorg vertreten.

Vor Beginn: Los geht es mit der PK in Wolfsburg um 12.30 Uhr.

Deutschland - Serbien: Die voraussichtlichen Aufstellungen

  • Deutschland: Neuer - Ginter, Süle, Rüdiger - Kehrer, Kroos, Kimmich, Schulz - Brandt, Werner, Sane
  • Serbien: Dmitrovic - Rukavina, Milenkovic, Veljkovic, Bogusovac - Maksimovic, Matic - Tadic, Milinkovic-Savic, Kostic - Jovic

Die nächsten Spiele der deutschen Nationalmannschaft

WettbewerbDatumUhrzeitOrtGegner
FreundschaftsspielMittwoch, 20. März20.45 UhrHSerbien
EM-QualifikationSonntag, 24. März20.45 UhrANiederlande

Der DFB-Kader für die Spiele gegen Serbien und Holland

  • Tor: Manuel Neuer, Marc-Andre ter Stegen, Kevin Trapp
  • Abwehr: Matthias Ginter, Thilo Kehrer, Matthias Ginter, Thilo Kehrer, Antonio Rüdiger, Nico Schulz, Niklas Süle, Jonathan Tah, Niklas Stark, Marcel Halstenberg, Lukas Klostermann
  • Mittelfeld/Sturm: Julian Brandt, Maximilian Eggestein, Serge Gnabry, Leon Goretzka, Ilkay Gündogan, Kai Havertz, Joshua Kimmich, Toni Kroos, Marco Reus, Leroy Sane, Timo Werner
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