Löw mit neuer Motivation Richtung Brasilien 2014

SID
Montag, 03.09.2012 | 13:48 Uhr
Joachim Löw ist nach der Pleite im EM-Halbfinale top motiviert für die WM 2014
© Getty
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Altbewährtes Konzept, neue Motivation und ein noch größerer Konkurrenzkampf: Gut zehn Wochen nach der misslungenen Mission EM-Gewinn hat Bundestrainer Joachim Löw die Vergangenheitsbewältigung abgeschlossen und mit Zuversicht den Weg in Richtung Brasilien 2014 eingeschlagen.

"Natürlich wollen wir gleich am Anfang ein Zeichen setzen und sofort die Führung in der Gruppe übernehmen. Wir blicken nach vorn. Wir starten wieder mit Spaß, mit Leidenschaft, wollen mit Begeisterung auf die nächste Etappe hinarbeiten und uns als Gruppensieger direkt für Brasilien qualifizieren", sagte Löw im Interview des Sportmagazins "Kicker" vor den ersten beiden WM-Qualifikationsspielen gegen die Färöer-Inseln am Freitag in Hannover und vier Tage später in Österreich.

Der große Umbruch ist erwartungsgemäß ausgeblieben, Löw will den eingeschlagenen Weg beibehalten. "Die Basis stimmt, deshalb mussten nach der Niederlage gegen Italien keine gravierenden Änderungen vorgenommen werden. Wir können einiges verbessern, gar keine Frage, aber der rote Faden unseres Spiels ist verinnerlicht", sagte der 52-Jährige.

Richten sollen es die Spieler, die vor zweieinhalb Monaten gegen Italien im Halbfinale gescheitert waren.

Nur Torhüter Marc-Andre ter Stegen und der Schalker Youngster Julian Draxler sind im Vergleich zum EM-Kader neu dabei, wobei auch die beiden nicht wirklich neu im Team sind, waren sie doch erst kurz vor Nominierungsschluss aus dem erweiterten EM-Aufgebot gerutscht. Dafür fehlen noch Führungsspieler Bastian Schweinsteiger, dem Löw eine Pause gönnt, und der verletzte Mario Gomez.

Lahm wegen Schmelzer wieder auf rechts

Neu ist aber der gesteigerte Konkurrenzkampf, den Löw ausgerufen hat. "Es gibt keine Garantien und Erbhöfe in unserer Mannschaft. Wir sind weiter als vor zwei Jahren, die Konkurrenz ist größer geworden. Für alle gilt, sich zu beweisen. Da kann niemand davon ausgehen, dass er eine Dauerkarte für den Kader hat."

Zudem wird es eine wichtige Umstellung in den ersten Spielen der WM-Quali geben: BVB-Profi Marcel Schmelzer soll vorerst auf der linken Seite zum Zuge kommen, dafür muss Kapitän Philipp Lahm nach rechts ausweichen, wo er auch im Verein mittlerweile sein Zuhause gefunden hat.

Die EM habe Löw indes aufgearbeitet, einige Dinge werde er in den Tagen von Barsinghausen noch einmal ansprechen. Wie etwa das Thema Umschalten nach Ballverlust. Darin liege eine zentrale Bedeutung seiner zukünftigen Arbeit. "Den Ball zu gewinnen und zu sichern, nicht nur das Tor zu verteidigen. Auch wenn ich den Ball nicht habe, muss ich in der Defensive aktiv sein", ergänzte Löw. Das sei ein Prozess, der sich über Monate hinziehen könne.

Abschied für Löw kein Thema

Dass Löw diesen Prozess in Angriff nimmt, sei für ihn auch nach der EM klar gewesen. Ein vorzeitiger Abschied habe nie zur Disposition gestanden. "Insgesamt habe ich die EURO besser verarbeitet als die WM 2010, weil ich trotz der Kritik recht schnell wieder die Motivation gefunden und die Ansatzpunkte für Verbesserungen erkannt habe", sagte Löw, der keine Überlegungen wie etwa vor zwei Jahren angestellt habe, sein Amt zur Verfügung zu stellen.

"2010 war eine andere Situation, weil die Verträge ausgelaufen und somit grundsätzliche Dinge zu besprechen waren. Das war diesmal nicht der Fall. Und ich habe auch das große Vertrauen gespürt, allen voran von Wolfgang Niersbach, der felsenfest hinter uns und der Mannschaft steht." Über eine vorzeitige Vertragsverlängerung macht sich Löw derzeit keine Gedanken.

Wohl aber über Rene Adler, der nach fast zweijähriger Pause in Zukunft auf ein Comeback hoffen darf. Man werde ihn beobachten, so Löw. In diesem Jahr wird der neue Schlussmann des Hamburger SV, der seit zwei Jahren von vielen Verletzungen zurückgeworfen worden war, aber wohl nicht mehr zum Zug kommen.

Joachim Löw im Steckbrief

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