DFB-Team: Erkenntnisse der ersten Quali-Spiele

Viel Spaß und ein Spielverderber

Von Für SPOX in Köln: Stefan Rommel
Mittwoch, 08.09.2010 | 14:55 Uhr
Joachim Löw (l.) stieg 2006 nach dem Amtsende von Jürgen Klinsmann vom Co- zum Cheftrainer auf
© Getty
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Belgien

Ein erstes Fünftel auf dem Weg nach Polen und in die Ukraine ist abgeschritten und die deutsche Nationalmannschaft hat sich dabei strikt an das Diktat ihres Bundestrainer Joachim Löw gehalten: Sechs Punkte aus den ersten beiden Spielen gegen Belgien und Aserbaidschan sollten her, sechs Punkte sind es nach dem ersten Doppel-Spieltag auch geworden.

Nach der beschwingten Weltmeisterschaft und der relativ kurzen Vorbereitungsphase waren einige durchaus berechtigte Zweifel am Zustand der Mannschaft aufgekommen, in Anbetracht der größtenteils ansehnlichen Vorstellungen wurden die Bedenken aber recht schnell wieder aus der Welt geschafft.

Aber trotz vieler positiver Ansätze gibt es auch noch Nachholbedarf im Hinblick auf eine erfolgreiche Qualifikation für die EURO 2012.

Der Start ist geglückt: Gemessen an ihren Weltranglistenplätzen sind Belgien und Aserbaidschan kleine Gegner, allenfalls aus der zweiten, eher aus der dritten Reihe. Was sie deswegen aber nicht ungefährlicher macht, vor allem die aufstrebende belgische Generation.

"In diesen Spielen gegen die vermeintlich kleinen Gegner wird die Qualifikation entschieden. Nicht unbedingt immer in den Topspielen gegen den härtesten Kontrahenten", sagt Bundestrainer Joachim Löw.

Ihm ist dabei nur noch zu gut jenes unnötige 3:3 gegen Finnland aus der letzten WM-Qualifikation im Gedächtnis, das Deutschland im vorletzten Gruppenspiel in Russland so arg unter Druck gesetzt hatte. "Diesen zwei verlorenen Punkten sind wir lange hinterhergelaufen", so Löw.

Dieses Mal ist Deutschland an der ersten Hürde nicht gleich gestrauchelt. Das ist die wichtigste aller Erkenntnisse.

Das Spielsystem funktioniert: Die Mannschaft ist so gut eingespielt, dass sie selbst individuelle Mängel in Ausdauer und Schnelligkeit gegen einen unbequemen Gegner wie Belgien kompensieren kann.

Gegen Aserbaidschan kam dann phasenweise auch noch spielerische Klasse dazu. "Die Mannschaft hat teilweise toll kombiniert. Es macht Spaß, diese Kombinationen wieder zu sehen. Es ist auch gut, dass wir nach dem 3:0 nicht aufgehört haben, sondern weitergespielt haben", lobte Löw.

Berti Vogts' Mannschaft hat in der letzten WM-Qualifikation übrigens nie höher als mit zwei Toren Unterschied verloren. Außer gegen Deutschland beim 4:0 von Hannover. Jetzt schenkte die DFB-Auswahl den bedauernswerten Gästen gleich sechs Stück ein.

Im Sturm kracht und hakt es: Miroslav Klose legte eine erstaunliche Frühform an den Tag, wirkt austrainiert und spritzig und sieht sich trotzdem noch lange nicht bei 100 Prozent. Immerhin ist auf den Routinier wie schon bei der WM immer Verlass, Klose knipst zuverlässig und bleibt der Mann für die wichtigen Tore. Drei waren es in beiden Spielen insgesamt, darunter das siegbringende 1:0 von Brüssel.

Allerdings kommt hinter dem Münchener im deutschen Sturm auch lange nichts. Cacau: 16 Minuten Einsatzzeit. Gomez: Null Minuten Einsatzzeit. Kießling: Null Minuten Einsatzzeit. Helmes: Gar nicht erst nominiert.

Auf Dauer wird sich für Löw hier ein Problem auftun, auch wenn Klose jetzt sogar über eine Teilnahme an der WM 2014 nachdenkt. Damit ist die Lücke aber wieder nur notdürftig geflickt und nicht nachhaltig geschlossen. Von der Konkurrenz muss schon bald deutlich mehr kommen.

Es ist noch Luft nach oben: Nicht nur die beiden Madrid-Legionäre Mesut Özil und Sami Khedira, die im Vergleich zum Rest mit einer Woche Vorbereitung und einem Ligaspiel im Rückstand sind, fehlt es am nötigen Spielrhythmus.

Im Prinzip ist noch kein Feldspieler bei 100 Prozent, Torhüter Manuel Neuer patzte beim Gegentor gegen Aserbaidschan. Das ist in Anbetracht der Ergebnisse sogar fast schon eine erfreuliche Erkenntnis, weil man sich noch auf die eine oder andere Leistungssteigerung freuen kann.

Die Position des linken Verteidigers bleibt aber eine Problemzone. Marcell Jansen ist schon wieder, Jerome Boateng immer noch verletzt, Holger Badstuber eine Notlösung und als Vertreter des ebenfalls verletzten Arne Friedrich im Zentrum besser ausgehoben.

Bleiben noch Heiko Westermann, der auch lieber in der Innenverteidigung spielen will und Philipp Lahm, der gegen Aserbaidschan etwas überraschend auf links ran musste. Die Idealbesetzung ist hierfür noch nicht gefunden.

Der härteste Kontrahent ist gefunden: Auch wenn Miro Klose "Belgien, Österreich und die Türken auf einer Stufe" sieht: Bereits jetzt dürfte klar sein, dass die Türkei der schärfste Konkurrent Deutschlands im Kampf um den Gruppensieg sein wird.

Wie die DFB-Auswahl hat die Türkei ein Spiel gegen einen machbaren Gegner (Kasachstan) und gegen Belgien gewonnen. Für die Roten Teufel dagegen ist die Quali nach gerade einmal zwei Spielen fast schon gelaufen.

Außenseiterchancen besitzt natürlich noch Österreich, auch wenn der Nachbar sich beim Last-Minute-2:0 zu Hause gegen tapfere Kasachen nicht gerade aufgedrängt hat.

Ein Problem bleibt: Michael Ballack war gegen Aserbaidschan nicht im Stadion. Löw wird das nicht besonders gefallen haben, schließlich sieht der den Quasi-Kapitän auch in der Pflicht, einem Spiel seiner Mannschaft direkt vor seiner Haustür auch beizuwohnen.

In nur vier Wochen kommt es in Berlin zum Kracher gegen die Türkei und vier Tage später zur Pflichtaufgabe in Kasachstan. Nicht nur für die Mannschaft ein letzer großer Test in diesem Jahr. Es wird sich dann auch zeigen, ob es nochmal einen Weg zurück gibt für Ballack.

Oder ob der nächste große Krach oder sogar Knall vor der Tür steht. Danach spielt der DFB nur noch beim Testkick in Schweden (Mitte November), das nächste Pflichtspiel ist erst auf den 26. März 2011 datiert.

Deutschland im Steckbrief

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