DFB-Team: Erkenntnisse der ersten Quali-Spiele

Viel Spaß und ein Spielverderber

Von Für SPOX in Köln: Stefan Rommel
Mittwoch, 08.09.2010 | 14:55 Uhr
Joachim Löw (l.) stieg 2006 nach dem Amtsende von Jürgen Klinsmann vom Co- zum Cheftrainer auf
© Getty
Advertisement
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Super Liga
Cacak -
Partizan
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Copa Libertadores
Lanus -
River Plate
Championship
Preston -
Aston Villa
Copa Libertadores
Grêmio -
Barcelona
Copa Sudamericana
Flamengo -
Fluminense
A-League
Melbourne City -
Sydney
Ligue 1
Rennes -
Bordeaux Begles
Primera División
Real Betis -
Getafe
Primera División
Valencia -
Leganes
Championship
Bristol -
Cardiff
Premiership
St Johnstone -
Celtic
Championship
Aston Villa -
Sheffield Wednesday
Primera División
Deportivo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Angers -
PSG
Serie A
Bologna -
Crotone
Primera División
Alaves -
Espanyol
Championship
Brentford -
Leeds
Ligue 1
Metz -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Amiens
Ligue 1
Nantes -Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Straßburg
Primera División
Barcelona -
Sevilla
Serie A
Genoa -
Sampdoria
Primeira Liga
Porto -
Belenenses
Primera División
Levante -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
FC Turin
Championship
Middlesbrough -
Sunderland
Ligue 1
Nizza -
Dijon
Serie A
Cagliari -
Hellas Verona
Serie A
Chievo Verona -
Neapel
Serie A
Florenz -
AS Rom
Serie A
Juventus -
Benevento
Serie A
Lazio -
Udinese
Primera División
Celta Vigo -
Bilbao
Eredivisie
PSV -
Twente
Ligue 1
Marseille -
Caen
Serie A
Atalanta -
SPAL
Primera División
Real Sociedad -
Eibar
Primera División
Villarreal -
Malaga
Primera División
Real Madrid -
Las Palmas
Serie A
Sassuolo -
AC Mailand

Ein erstes Fünftel auf dem Weg nach Polen und in die Ukraine ist abgeschritten und die deutsche Nationalmannschaft hat sich dabei strikt an das Diktat ihres Bundestrainer Joachim Löw gehalten: Sechs Punkte aus den ersten beiden Spielen gegen Belgien und Aserbaidschan sollten her, sechs Punkte sind es nach dem ersten Doppel-Spieltag auch geworden.

Nach der beschwingten Weltmeisterschaft und der relativ kurzen Vorbereitungsphase waren einige durchaus berechtigte Zweifel am Zustand der Mannschaft aufgekommen, in Anbetracht der größtenteils ansehnlichen Vorstellungen wurden die Bedenken aber recht schnell wieder aus der Welt geschafft.

Aber trotz vieler positiver Ansätze gibt es auch noch Nachholbedarf im Hinblick auf eine erfolgreiche Qualifikation für die EURO 2012.

Der Start ist geglückt: Gemessen an ihren Weltranglistenplätzen sind Belgien und Aserbaidschan kleine Gegner, allenfalls aus der zweiten, eher aus der dritten Reihe. Was sie deswegen aber nicht ungefährlicher macht, vor allem die aufstrebende belgische Generation.

"In diesen Spielen gegen die vermeintlich kleinen Gegner wird die Qualifikation entschieden. Nicht unbedingt immer in den Topspielen gegen den härtesten Kontrahenten", sagt Bundestrainer Joachim Löw.

Ihm ist dabei nur noch zu gut jenes unnötige 3:3 gegen Finnland aus der letzten WM-Qualifikation im Gedächtnis, das Deutschland im vorletzten Gruppenspiel in Russland so arg unter Druck gesetzt hatte. "Diesen zwei verlorenen Punkten sind wir lange hinterhergelaufen", so Löw.

Dieses Mal ist Deutschland an der ersten Hürde nicht gleich gestrauchelt. Das ist die wichtigste aller Erkenntnisse.

Das Spielsystem funktioniert: Die Mannschaft ist so gut eingespielt, dass sie selbst individuelle Mängel in Ausdauer und Schnelligkeit gegen einen unbequemen Gegner wie Belgien kompensieren kann.

Gegen Aserbaidschan kam dann phasenweise auch noch spielerische Klasse dazu. "Die Mannschaft hat teilweise toll kombiniert. Es macht Spaß, diese Kombinationen wieder zu sehen. Es ist auch gut, dass wir nach dem 3:0 nicht aufgehört haben, sondern weitergespielt haben", lobte Löw.

Berti Vogts' Mannschaft hat in der letzten WM-Qualifikation übrigens nie höher als mit zwei Toren Unterschied verloren. Außer gegen Deutschland beim 4:0 von Hannover. Jetzt schenkte die DFB-Auswahl den bedauernswerten Gästen gleich sechs Stück ein.

Im Sturm kracht und hakt es: Miroslav Klose legte eine erstaunliche Frühform an den Tag, wirkt austrainiert und spritzig und sieht sich trotzdem noch lange nicht bei 100 Prozent. Immerhin ist auf den Routinier wie schon bei der WM immer Verlass, Klose knipst zuverlässig und bleibt der Mann für die wichtigen Tore. Drei waren es in beiden Spielen insgesamt, darunter das siegbringende 1:0 von Brüssel.

Allerdings kommt hinter dem Münchener im deutschen Sturm auch lange nichts. Cacau: 16 Minuten Einsatzzeit. Gomez: Null Minuten Einsatzzeit. Kießling: Null Minuten Einsatzzeit. Helmes: Gar nicht erst nominiert.

Auf Dauer wird sich für Löw hier ein Problem auftun, auch wenn Klose jetzt sogar über eine Teilnahme an der WM 2014 nachdenkt. Damit ist die Lücke aber wieder nur notdürftig geflickt und nicht nachhaltig geschlossen. Von der Konkurrenz muss schon bald deutlich mehr kommen.

Es ist noch Luft nach oben: Nicht nur die beiden Madrid-Legionäre Mesut Özil und Sami Khedira, die im Vergleich zum Rest mit einer Woche Vorbereitung und einem Ligaspiel im Rückstand sind, fehlt es am nötigen Spielrhythmus.

Im Prinzip ist noch kein Feldspieler bei 100 Prozent, Torhüter Manuel Neuer patzte beim Gegentor gegen Aserbaidschan. Das ist in Anbetracht der Ergebnisse sogar fast schon eine erfreuliche Erkenntnis, weil man sich noch auf die eine oder andere Leistungssteigerung freuen kann.

Die Position des linken Verteidigers bleibt aber eine Problemzone. Marcell Jansen ist schon wieder, Jerome Boateng immer noch verletzt, Holger Badstuber eine Notlösung und als Vertreter des ebenfalls verletzten Arne Friedrich im Zentrum besser ausgehoben.

Bleiben noch Heiko Westermann, der auch lieber in der Innenverteidigung spielen will und Philipp Lahm, der gegen Aserbaidschan etwas überraschend auf links ran musste. Die Idealbesetzung ist hierfür noch nicht gefunden.

Der härteste Kontrahent ist gefunden: Auch wenn Miro Klose "Belgien, Österreich und die Türken auf einer Stufe" sieht: Bereits jetzt dürfte klar sein, dass die Türkei der schärfste Konkurrent Deutschlands im Kampf um den Gruppensieg sein wird.

Wie die DFB-Auswahl hat die Türkei ein Spiel gegen einen machbaren Gegner (Kasachstan) und gegen Belgien gewonnen. Für die Roten Teufel dagegen ist die Quali nach gerade einmal zwei Spielen fast schon gelaufen.

Außenseiterchancen besitzt natürlich noch Österreich, auch wenn der Nachbar sich beim Last-Minute-2:0 zu Hause gegen tapfere Kasachen nicht gerade aufgedrängt hat.

Ein Problem bleibt: Michael Ballack war gegen Aserbaidschan nicht im Stadion. Löw wird das nicht besonders gefallen haben, schließlich sieht der den Quasi-Kapitän auch in der Pflicht, einem Spiel seiner Mannschaft direkt vor seiner Haustür auch beizuwohnen.

In nur vier Wochen kommt es in Berlin zum Kracher gegen die Türkei und vier Tage später zur Pflichtaufgabe in Kasachstan. Nicht nur für die Mannschaft ein letzer großer Test in diesem Jahr. Es wird sich dann auch zeigen, ob es nochmal einen Weg zurück gibt für Ballack.

Oder ob der nächste große Krach oder sogar Knall vor der Tür steht. Danach spielt der DFB nur noch beim Testkick in Schweden (Mitte November), das nächste Pflichtspiel ist erst auf den 26. März 2011 datiert.

Deutschland im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung